Wer sich in den letzten Jahren mit der Unterhaltung als Industrie beschäftigt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass iGaming der Begriff der Stunde ist. Hier dreht es sich nicht um einen einzelnen Bereich oder ein separates Angebot, sondern eine Sammlung von zahlreichen Aktivitäten, bei denen man eine Wette platzieren kann. Diese Entwicklung hat auch mit dem technischen Fortschritt und einem neuen Verständnis der Beziehung zwischen Anbieter und Kunden zu tun.
Vom Kleinen ins Große
Früher war Glücksspiel auf ein Casino beschränkt und für eine Sportwette war man gezwungen, zum Buchmacher zu gehen. Heutzutage findet sich ein deutscher Buchmacher aber nicht mehr in einem Ladengeschäft, sondern als Teil eines umfassenden Angebots im Internet. Er ist so nicht mehr ausschließlich an einen lokalen Standort gebunden, sondern Teil eines digital verfügbaren Angebots. Alleine durch die Präsenz im Internet haben sich die Anbieter von Glücksspiel und Sportwetten eine ganz andere Masse an Publikum erschlossen. Die zunehmende Nachfrage hat zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Branche geführt.
Was genau ist ein Aggregator eigentlich?
Wenn man sich einmal den reinen Wortsinn ansieht, dann ist ein Aggregator nicht weiter als ein Sammler. Das bedeutet im praktischen Sinne beim iGaming, dass ein einzelner Anbieter eine ganze Reihe von verschiedenen Angeboten unter einen Hut bringt und dem Kunden verfügbar macht. Man kann sich das also wie einen Supermarkt der Unterhaltungsindustrie im Internet vorstellen. Was die Genres angeht, schränken sich die Anbieter inzwischen nicht mehr ein. Es geht darum, was dem Kunden gefällt, und was man ihm schnell an Optionen anbieten kann. Dabei legen Aggregatoren übrigens immer mehr Wert auf eine bessere Präsentation.
Der Vorteil des Plattform-Modells
Für den Kunden bedeutet das natürlich in erster Linie einen praktischen Vorteil. Anstatt sich verschiedene Angebote bei unterschiedlichen Betreibern herauszusuchen, meldet man sich stattdessen bei einem einzigen Anbieter an. In vielen Fällen gibt es dann auch interessante Angebote, die sich dann über die verschiedenen Genres hinweg anwenden lassen. Man kann sich auch von vornherein sicher sein, dass es keine technischen Schwierigkeiten geben wird, da der Anbieter bereits alle Eventualitäten abgeklärt hat. Und nicht zuletzt hat man es dann mit einem Ansprechpartner zu tun, wenn es dann mal eine Frage für den Kundenservice gibt.
Technische Entwicklungen
Möglich geworden ist diese Entwicklung in erster Linie durch eine flächendeckende Anwendung der Technologie API. Dieses Verfahren macht es möglich, verschiedene Softwares und Plattformen von einer zentralen Stelle aus zu steuern oder miteinander zu verbinden. Es ist also nicht unbedingt notwendig, dass ein Angebot die gleiche Software verwendet, damit ein Aggregator es zu seinem Portfolio hinzufügen kann. Das macht es also wesentlich unkomplizierter, dem Kunden ein entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen. Auch die Wartung und Instandhaltung ist dadurch wesentlich intuitiver geworden. Denn was früher von Experten mit entsprechender Erfahrung gemacht werden musste, ist heutzutage wesentlich praktischer in der Anwendung und kann auch von Junior-Personal durchgeführt werden.
Was bedeutet das für den Kunden?
Generell hat der Kunde eine ganze Reihe von praktischen Vorteilen und muss sich mit weniger Anbietern auseinandersetzen. Gleichzeitig ist es so, dass der Prozess immer stromlinienförmiger wird. Wo früher noch bestimmte Zahlungsmittel die Voraussetzung waren, ist der Kunde heute oft nicht mehr gebunden, was den Zahlungsverkehr angeht. Auch die Nutzung des Endgeräts bleibt weitestgehend dem Kunden überlassen. Der Slogan der Stunde ist also eine bessere Art und Weise der Nutzung. Man hat als Kunde einfach wesentlich mehr Wahlmöglichkeiten und kann sich dann schneller und informierter umentscheiden. Auch die Nutzung wird dabei immer intuitiver. Zum Beispiel können unterschiedliche Darstellungsformen von Quoten genutzt werden.
Ein zaghafter Ausblick
Man kann davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung noch weiter fortsetzen wird. Anbieter für iGaming werden zunehmend die Schnittstelle zwischen Kunden und Entwicklern. Dabei dreht sich die Geschäftsseite in erster Linie darum, die neuesten Angebote schnell und unkompliziert anzubieten. Die Nutzerseite ist auf die Nutzung und Interaktion mit den bereitgestellten Inhalten ausgerichtet. Wir werden dieses Geschäftsmodell in der Zukunft immer mehr zu Gesicht bekommen. Diese Entwicklung zeigt eine fortschreitende strukturelle Veränderung innerhalb der Branche.