Co-op-Games können Familien dabei helfen, besser einzuschätzen, ob ein Game für ein Kind geeignet ist. Eltern erleben gemeinsam mit ihrem Kind, welche Anforderungen ein Game stellt, statt sich ausschließlich auf Beschreibungen oder Altersangaben zu verlassen. Gemeinsame Gaming-Sessions machen Tonfall, Tempo, Sprache, Steuerung und Konkurrenzdruck unmittelbar erlebbar. Dieser direkte Eindruck kann bewusstere Entscheidungen unterstützen und dabei helfen, gemeinsame Regeln zu entwickeln, die die ganze Familie versteht.
Ein klar festgelegtes Budget kann diese Routine zusätzlich unterstützen. Eltern können beispielsweise einen Rewe Gutschein kaufen und ihn als Geschenk für eine geplante gemeinsame Aktivität verwenden, wobei der Betrag vorher gemeinsam vereinbart wird. Wird dieses Geschenk von Kaufwünschen innerhalb eines Games getrennt, hat der Kauf einen klaren Zweck: ein gemeinsamer Anlass statt ungeplanter Ausgaben.
Fünf Punkte, auf die du bei altersgerechten Co-op-Games achten solltest
Orientiere dich zunächst an der USK-Freigabe und sieh dir anschließend das konkrete Gameplay genauer an. In Deutschland gibt es fünf Kategorien: ohne Altersbeschränkung, ab 6 Jahren, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren sowie keine Freigabe für Personen unter 18 Jahren. Die Altersfreigabe dient dem Jugendschutz, bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Game lehrreich, einfach zu bedienen oder für jedes Kind dieser Altersgruppe gleichermaßen geeignet ist.
1. Lokaler Co-op mit geteiltem Bildschirm. Prüfe vor einer gemeinsamen Gaming-Session anhand der Produktinformationen, ob Familienmitglieder im vorgesehenen Modus tatsächlich zusammen spielen können. Dieses Format ermöglicht Eltern, das Gameplay unmittelbar mitzuverfolgen und Hilfe anzubieten, wenn ein Kind an einer schwierigen Stelle nicht weiterkommt.
2. Co-op-Games mit einer passenden USK-Altersfreigabe. Die Altersangemessenheit sollte ein wichtiges Auswahlkriterium bleiben, auch wenn ältere Geschwister mitspielen möchten. Selbst ein Game ohne Altersbeschränkung kann anspruchsvolle Texte, eine komplexe Steuerung oder ein Tempo haben, das für ein jüngeres Kind noch zu schwierig ist.
3. Games mit gemeinsamen Zielen und klaren Anweisungen. Wähle Games, bei denen das Kind das unmittelbare Ziel mit etwas Unterstützung verstehen kann, statt ständig zusätzliche Erklärungen zu benötigen. So bleibt während der Gaming-Session auch Raum, um über Teamarbeit zu sprechen und gemeinsam ruhig nach einer Lösung zu suchen, wenn es an einer Stelle nicht weitergeht.
4. Co-op-Games mit überschaubarer Steuerung und gut lesbarem Text. Probiert die ersten Schritte gemeinsam aus und achtet darauf, wie gut das Kind den Anweisungen folgen kann. Ein Game, das bereits zu Beginn überfordert, kann aus einer gemeinsamen Gaming-Session schnell eine frustrierende Erfahrung machen.
5. Kommunikations- und Kauffunktionen vorab überprüfen. Neu eingestufte Games in Deutschland können Informationen zu den Gründen für die Altersfreigabe sowie zu Funktionen wie Kommunikations- oder Kaufoptionen enthalten. Diese Angaben können Eltern dabei helfen, bereits vor dem Spielen zu entscheiden, welche Funktionen genutzt werden dürfen und welche nicht.
Gemeinsame Regeln und gut geplante Käufe
Eneba ist ein digitaler Marktplatz für Geschenkkarten und andere digitale Produkte. Auf den Produktseiten können Angaben zu Region und Plattform angezeigt werden. Käufer können diese Informationen vor dem Kauf überprüfen und beispielsweise die angegebene Region mit der Region des vorgesehenen Accounts abgleichen.
Familienregeln funktionieren am besten, wenn sie in einem ruhigen Moment vereinbart und anschließend gemeinsam eingeübt werden. Legt eine Startzeit und einen Endpunkt fest, entscheidet, wie eure Familie mit Online-Kommunikation umgehen möchte, und vereinbart Regeln für Käufe innerhalb von Games. Die Routine sollte auch die weitere Mediennutzung berücksichtigen und verhindern, dass jüngere Geschwister Games sehen oder mitspielen, die nicht für ihre Altersgruppe freigegeben sind.
Gemeinsames Gaming kann natürliche Gespräche darüber ermöglichen, wie man mit Frustration umgeht, sich abwechselt, fair spielt, einem Mitspieler hilft oder eine Gaming-Session rechtzeitig beendet. Daraus ergibt sich jedoch nicht automatisch ein Vorteil, denn Forschungsergebnisse können je nach Alter des Kindes, Aktivität und familiärem Umfeld unterschiedlich ausfallen. Der mögliche Nutzen entsteht vor allem durch aktive Teilnahme und Gespräche und nicht allein dadurch, dass Familienmitglieder gemeinsam Controller in die Hand nehmen.
Wenn eine Familie ein passendes Game ausgewählt, ein Budget festgelegt und die vorgesehene Plattform überprüft hat, können bei einem digitalen Kauf zusätzlich die Angaben zu Region und Plattform kontrolliert werden. Während der gemeinsamen Gaming-Session bleiben jedoch die eigenen Regeln, die Altersangemessenheit und die Prioritäten der Familie entscheidend.