Praxisbeispiele

So unterstützen wir Gründer und Unternehmen

Ein Businessplan für die Bank, die passende Finanzierung für eine Investition oder eine klare Positionierung für mehrere Angebote: In der Beratung geht es um konkrete Entscheidungen. Hier zeigen wir anhand von Praxisbeispielen, vor welchen Herausforderungen Gründer und Unternehmen standen, wie wir gemeinsam vorgegangen sind und welche Ergebnisse daraus entstanden sind.

Entdecken Sie Beispiele aus den Bereichen Businessplan, Fördermittel, Finanzierung, Unternehmensnachfolge, Positionierung und Marketing. 

Praxisbeispiel 1: Positionierungsstrategie für Dienstleister

Branche: Kreativwirtschaft · Film- und Videoproduktion
Schwerpunkt: Positionierung · Markenstrategie · Angebotsentwicklung

Ein selbstständiger Kreativdienstleister stand vor der Herausforderung, zwei unterschiedliche Geschäftsfelder klar voneinander abzugrenzen: eine B2B-Marke für Event- und Messeproduktionen sowie eine persönliche Kreativmarke für Musiker, Labels und Kulturschaffende.

Statt beide Zielgruppen unter einer unscharfen Gesamtmarke anzusprechen, wurden die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse, Kommunikationsanlässe und Markenwelten systematisch herausgearbeitet. Für beide Bereiche entstanden eigenständige Positionierungen mit abgestimmter Tonalität, Bildsprache und Ansprache.

Parallel wurde das bisher individuelle Leistungsangebot in ein modulares Angebotssystem überführt. Konzeption, Produktion, Postproduktion, Musik und Sounddesign sowie optionale Distribution wurden zu nachvollziehbaren Leistungsbausteinen und Paketen strukturiert.

Ergebnis: Zwei klar voneinander abgegrenzte Markenprofile und eine Angebotsarchitektur, die Positionierung, Kommunikation und Leistungssystem miteinander verbindet.

Beratungsfelder: Positionierung · Markenstrategie · Zielgruppen · Angebotsarchitektur · Kommunikation · Personal Brand

Praxisbeispiel 2: Produktionsaufbau, Standortsuche und Fördermittel

Branche: Lebensmittelproduktion · Fermentation
Schwerpunkt: Förderstrategie · Standortanalyse · Investitionsplanung

Ein Schweizer Unternehmen aus der Lebensmittelproduktion plante den Aufbau einer neuen Produktionsstätte in Deutschland. Gesucht wurde nicht einfach ein geeigneter Standort. Die Entscheidung musste Flächenbedarf, Produktionsanforderungen, Investitionsvorhaben und unterschiedliche regionale Fördermöglichkeiten miteinander verbinden.

Statt zunächst einen Standort auszuwählen und anschließend nach passenden Förderprogrammen zu suchen, wurden beide Entscheidungen gemeinsam betrachtet. Verschiedene Bundesländer und Regionen wurden hinsichtlich ihrer Förderkulisse, Standortbedingungen und Eignung für das geplante Investitionsvorhaben untersucht.

Parallel wurde das Vorhaben in unterschiedliche Investitionsbereiche strukturiert. Neben Produktionshalle und Maschinen spielten auch die Weiterentwicklung der Produktionstechnologie sowie perspektivische Forschungsaktivitäten eine Rolle. Dadurch mussten klassische Investitionsförderung und mögliche FuE-Förderung voneinander abgegrenzt und sinnvoll zusammengedacht werden.

Ergebnis: Eine Entscheidungsgrundlage, bei der Standort, Investitionsplanung und Fördermöglichkeiten gemeinsam in die Planung der neuen deutschen Produktionsstätte einfließen.

Beratungsfelder: Förderstrategie · Standortanalyse · Investitionsplanung · Produktionsaufbau · FuE-Förderung · Finanzierung

Praxisbeispiel 3: Marketingstrategie und Community-Aufbau

Branche: Publishing · Community · Kreativwirtschaft
Schwerpunkt: Marketingstrategie · Zielgruppen · Angebotsstruktur · Community-Aufbau

Eine freiberufliche Autorin entwickelte ein neues Publishing-Modell, das klassische Buchveröffentlichung mit Buch-Mentoring, Co-Writing und einer eigenen Community verbindet. Die Herausforderung bestand darin, unterschiedliche Zielgruppen und Leistungen unter einer gemeinsamen Marke verständlich zu positionieren und daraus eine Marketingstrategie zu entwickeln.

Im Mittelpunkt standen zwei unterschiedliche Zielgruppen: angehende und etablierte Autorinnen und Autoren sowie Leserinnen und Leser mit Interesse an persönlicher Entwicklung und Transformation. Ihre Bedürfnisse, Kaufmotive und Berührungspunkte mit der Marke wurden voneinander abgegrenzt und anschließend mit den jeweiligen Angeboten verbunden.

Darauf aufbauend entstand eine Marketinglogik, bei der Buchveröffentlichungen nicht isoliert vermarktet werden. Content, Community, Autorenangebote und Publikationen unterstützen sich gegenseitig und schaffen unterschiedliche Einstiegspunkte in die Marke.

Ergebnis: Eine strukturierte Grundlage für Marketing und Vertrieb, die Zielgruppen, Positionierung, Angebote, Erlösquellen und Community-Aufbau miteinander verbindet.

Beratungsfelder: Marketingstrategie · Zielgruppenanalyse · Positionierung · Customer Journey · Angebotsentwicklung · Community-Aufbau

Praxisbeispiel 4: Geschäftsmodell für zwei Länder entwickeln

Branche: Industriesoftware · Maschinenbau
Schwerpunkt: Internationales Geschäftsmodell · Markteintritt · Finanzplanung

Ein deutscher Softwareanbieter möchte seine Lösung zur Überwachung von Industriemaschinen auch an brasilianische Produktionsbetriebe verkaufen. Die Software wird in Deutschland entwickelt. Für die Einrichtung bei Kunden, Schulungen und laufenden Support braucht es jedoch Leistungen vor Ort. So entsteht ein Geschäftsmodell mit zwei Ländern, mehreren Beteiligten und unterschiedlichen Einnahmen.

In diesem modellhaften Beispiel wurden zwei Vertriebswege durchdacht: ein direkter Softwarevertrag mit dem deutschen Anbieter und ein lokaler Servicepartner – oder ein gemeinsames Angebot über eine brasilianische Vertriebsgesellschaft. Für beide Varianten wurden Aufgaben, Kundenzugang, Vertragspartner, Preise, Kosten und Zahlungsströme gegenübergestellt.

Eine zusätzliche Planungsfrage: Zwischen Deutschland und Brasilien besteht kein allgemeines Doppelbesteuerungsabkommen für Steuern vom Einkommen und Vermögen. Deshalb müssen die steuerlichen Folgen grenzüberschreitender Zahlungen vor einer Entscheidung fachlich geprüft und in der Wirtschaftlichkeitsplanung berücksichtigt werden.

Ergebnis: Eine Entscheidungsgrundlage für den Markteintritt, die die Softwareentwicklung in Deutschland mit Vertrieb und Service in Brasilien verbindet und die wirtschaftlichen sowie steuerlichen Prüfpunkte der möglichen Strukturen sichtbar macht.

Beratungsfelder: Internationalisierung · Geschäftsmodellentwicklung · Partnerstruktur · B2B-Vertrieb · Finanzplanung · Steuerliche Schnittstellen

Praxisbeispiel 5: Nach Forschungsphase ein Pitchdeck für Seed-Investoren entwickeln

Branche: Technologie · Start-up · Forschung & Entwicklung
Schwerpunkt: Pitchdeck · Investor Readiness · Geschäftsmodell · Seed-Finanzierung

Ein technologieorientiertes Start-up stand am Übergang von einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsphase zur Kommerzialisierung. Die technologische Grundlage war geschaffen – für die nächste Entwicklungsstufe sollte nun externes Kapital eingeworben werden.

Die Herausforderung: Ein Forschungsprojekt beantwortet andere Fragen als ein Investor.

Deshalb wurde die bisher technologiezentrierte Darstellung in einen Investment-Case übersetzt. Im Mittelpunkt standen Marktproblem und Kundennutzen, Geschäftsmodell, Wettbewerb und Differenzierung, Markteintritt, Skalierung sowie die Frage, welche konkreten Meilensteine mit dem Seed-Kapital erreicht werden sollen.

Das Pitchdeck wurde damit nicht als Präsentation des Produkts verstanden, sondern als verdichtete Darstellung der zukünftigen Unternehmensentwicklung.

Ergebnis: Eine nachvollziehbare Investment-Story, die den Übergang von FuE zu Markt und Wachstum erklärt und Technologie, Geschäftsmodell, Kapitalbedarf und nächste Meilensteine miteinander verbindet.

Beratungsfelder: Pitchdeck · Investor Readiness · Geschäftsmodell · Go-to-Market · Finanzplanung · Seed-Finanzierung

Praxisbeispiel 6: Kreditanfrage abgelehnt? Businessplan und Finanzplan für die Bank neu aufbereiten

Branche: Handwerk · SHK-Betrieb (Sanitär-Heizung-Klimatechnik)
Schwerpunkt: Businessplan · Finanzplanung · Finanzierung · Bankaufbereitung

Ein selbstständiger SHK-Handwerker wollte seinen Betrieb erweitern und benötigte dafür eine Finanzierung. Eine erste Anfrage bei der Bank wurde abgelehnt. Die eingereichten Unterlagen ließen weder das Geschäftsmodell noch den konkreten Kapitalbedarf, die geplante Entwicklung oder die Rückzahlungsfähigkeit ausreichend erkennen.

Für die erneute Anfrage wurden die vorhandenen Informationen vollständig neu strukturiert. Leistungen, Kundenstruktur, Auftragslage, Kapazitäten und geplante Investitionen wurden nachvollziehbar beschrieben. Bestehende Zahlen wurden ausgewertet, Planungsannahmen offengelegt und Investitionsbedarf, Umsatzentwicklung, Kosten, Liquidität und Kapitaldienst in einer konsistenten Finanzplanung miteinander verbunden.

Entscheidend war dabei die Herleitung: Wie entstehen die geplanten Umsätze, welche zusätzlichen Kapazitäten schafft die Investition, welche Kosten folgen daraus und wie viel Finanzierung wird tatsächlich benötigt? So entstand aus einzelnen Angaben eine geschlossene Argumentation, die die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs für die Bank prüfbar machte.

Ergebnis: Eine bankfähige Finanzierungsunterlage, die Geschäftsmodell, Investitionsvorhaben und Finanzplanung logisch miteinander verbindet und eine zuvor abgelehnte Anfrage auf eine belastbare Entscheidungsgrundlage stellte.

Beratungsfelder: Businessplan · Finanzplanung · Investitionsplanung · Umsatzplanung · Liquiditätsplanung · Kapitaldienst · Bankfinanzierung

Praxisbeispiel 7: Bauernhof ohne Eigenkapital finanzieren

Branche: Tourismus · Gastronomie · Landwirtschaft
Schwerpunkt: Finanzierung · Mikromezzanin · Fördermittel · Finanzierungsstruktur

Ein Erlebnisbauernhof plante eine Investition von rund 500.000 Euro in zusätzliche Ferienwohnungen, den Aufbau eines Cafés und weitere betriebliche Maßnahmen. Das Vorhaben war wirtschaftlich tragfähig, die Bank verlangte für die Finanzierung jedoch eine Eigenkapitalquote, die aus eigenen Mitteln nicht dargestellt werden konnte.

Statt die Finanzierung an diesem Punkt aufzugeben, wurde eine Struktur entwickelt, mit der das fehlende Eigenkapital über Mikromezzanin ausgeglichen werden konnte. Das Mezzaninkapital stärkte die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis und erfüllte damit eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Bank den verbleibenden Finanzierungsbedarf mittragen wollte.

Parallel wurden Investitionsbedarf, Mittelverwendung, Ertragsentwicklung, Liquidität und Kapitaldienst so aufbereitet, dass Mikromezzanin und Bankdarlehen als aufeinander abgestimmte Finanzierungslösung dargestellt werden konnten.

Ergebnis: Eine Gesamtfinanzierung von rund 500.000 Euro ohne eigenen Eigenkapitaleinsatz. Das benötigte wirtschaftliche Eigenkapital wurde durch Mikromezzanin dargestellt und damit die Voraussetzung für die ergänzende Bankfinanzierung geschaffen.

Beratungsfelder: Finanzierungsstrategie · Mikromezzanin · Fördermittel · Investitionsplanung · Finanzplanung · Bankfinanzierung

Praxisbeispiel 8: Unternehmensnachfolge: Kaufpreis für die Bank bewerten

Branche: Maschinenbau · CNC-Fertigung
Schwerpunkt: Unternehmensbewertung · Nachfolge · Finanzierung · Bankaufbereitung

Ein Fertigungsbetrieb im Maschinenbau sollte im Rahmen einer Nachfolge übernommen werden. Für die Finanzierung benötigte die Bank eine belastbare Einschätzung des Unternehmenswerts und eine nachvollziehbare Herleitung des vorgesehenen Kaufpreises.

Auf Grundlage mehrerer Jahresabschlüsse, aktueller BWA und weiterer betriebswirtschaftlicher Unterlagen wurde die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs analysiert. Umsatz, Ertragslage, Kostenstruktur und besondere Effekte wurden eingeordnet und daraus eine fundierte Bewertungsgrundlage für den CNC-Fertigungsbetrieb entwickelt.

Parallel wurden Unternehmenswert, Kaufpreis, Finanzierungsbedarf und zukünftiger Kapitaldienst so aufbereitet, dass die Bank das Nachfolgevorhaben wirtschaftlich nachvollziehen und prüfen konnte.

Ergebnis: Eine fundierte Unternehmensbewertung und eine bankfähige Aufbereitung der Nachfolge, die Kaufpreis, bisherige Geschäftsentwicklung, nachhaltige Ertragskraft und Finanzierung miteinander verbindet.

Beratungsfelder: Unternehmensbewertung · Unternehmensnachfolge · Jahresabschlussanalyse · BWA · Kaufpreisprüfung · Finanzplanung · Bankfinanzierung

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