Was die Entstehung eines wegweisenden Games über modernes unternehmerisches Denken zeigt

Das ursprüngliche Super Mario Bros. ist bis heute ein interessantes Beispiel dafür, wie klare Prioritäten die Entwicklung eines Produkts prägen können. Nintendo entwickelte es zwar nicht nach einem modernen Business-Playbook, doch bei seiner Entstehung wurden Entscheidungen getroffen, aus denen sich auch heute noch einige Erkenntnisse für die Produktentwicklung ableiten lassen. Das Game erschien im September 1985 in Japan für das Famicom und entstand aus technischen Experimenten, praktischen Einschränkungen und einem besonderen Fokus auf das Spielerlebnis.

Dieser Fokus ist auch bei der Bewertung heutiger Nintendo-Dienste relevant. Nintendo Switch Spiele online kaufen verweist auf ein aktuelles Abonnementangebot, hat jedoch keinen direkten Bezug zur Entwicklung des ursprünglichen Games. Für die Auswahl eines Abonnements sind stattdessen klar erkennbare Angaben zu Plattform und Region wichtig.

Mit einer zwölfmonatigen Nintendo-Switch-Online-Mitgliedschaft erhalten Gamer ein Jahr lang Zugang zum Dienst und zu Online-Funktionen. Auf den Produktseiten von Eneba können Angaben zu Plattform und Region angezeigt werden, die vor dem Kauf überprüft werden können.

Einschränkungen können zu klareren Prioritäten führen

Super Mario Bros. begann als technisches Experiment mit einem einfachen beweglichen Objekt. Später wurde daraus ein seitlich scrollendes Action-Game, in dem sich eine größere Spielfigur durch weitläufige Level bewegt. Die Kapazität der Spielkassette und der verfügbare Speicher setzten dem Team feste Grenzen. Daher verwendeten die Entwickler Speicherbereiche sorgfältig wieder oder wiesen sie neu zu, um umfangreiche Inhalte auf der Kassette unterzubringen.

Das Team plante die Level zudem auf kariertem Papier, bevor die Umsetzung abgeschlossen war. Dadurch konnten sich die Entwickler zunächst auf Struktur und Gameplay konzentrieren und Ideen bewerten, bevor viel Arbeit in die weitere Ausarbeitung floss. Moderne Produktteams müssen diese Methode natürlich nicht wortwörtlich übernehmen. Der grundlegende Gedanke lässt sich jedoch übertragen: Der wichtigste Nutzungsablauf eines Produkts sollte möglichst früh getestet werden, solange sich unklare oder unnötig komplizierte Schritte noch relativ einfach ändern lassen.

Die entscheidende Erkenntnis ist dabei nicht, dass Einschränkungen grundsätzlich von Vorteil sind. Klare Grenzen können jedoch dazu zwingen, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, was wirklich Zeit und Aufmerksamkeit verdient. Ein Produkt mit einem klar definierten Zweck kann so auf unnötige Ergänzungen verzichten, die von seiner eigentlichen Nutzung ablenken.

Der Einstieg zeigt, wie das Game funktioniert

World 1-1 ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Gamer durch eigene Erfahrung an ein Game herangeführt werden können. Aufeinanderfolgende Situationen vermitteln Bewegung, Gefahren, Leben, Frageblöcke und Power-ups direkt durch das Gameplay statt durch ausführliche schriftliche Anweisungen. So können Gamer zunächst eine grundlegende Mechanik verstehen, bevor sie mit einer anspruchsvolleren Aufgabe konfrontiert werden.

Dies ist ein redaktioneller Vergleich und kein von Nintendo ausdrücklich formulierter unternehmerischer Ansatz. Das zugrunde liegende Prinzip lässt sich jedoch auch auf andere Produkte übertragen. Beim ersten Kontakt mit einem Produkt sollte möglichst schnell verständlich werden, wie seine wichtigste Funktion genutzt wird. Dokumentation kann dabei unterstützen, sollte aber nicht die einzige Möglichkeit sein, die grundlegende Nutzung eines Produkts zu verstehen.

Zusammenarbeit kann das Spielerlebnis verbessern

Auch die enge Zusammenarbeit spielte bei der Gestaltung der Level eine wichtige Rolle. Shigeru Miyamoto und Takashi Tezuka entwarfen sie gemeinsam, und laut Nintendos Entwicklungsinterviews zeichnete das Duo jedes einzelne Level. Ihre Zusammenarbeit zeigt, wie unterschiedliche Perspektiven Entscheidungen beeinflussen können, die sich direkt auf das Spielerlebnis auswirken – insbesondere solange Ideen noch ohne großen Aufwand überarbeitet werden können.

Das bedeutet nicht, dass ihr Vorgehen als formale Managementmethode betrachtet werden sollte. Daraus lässt sich vielmehr ein praktischer Gedanke ableiten: Menschen mit unterschiedlichen Fachkenntnissen sollten möglichst früh in wichtige Gestaltungsentscheidungen einbezogen werden, solange ihre Rückmeldungen noch tatsächlich etwas verändern können. Nintendos Interviews mit den Schöpfern des Games stellen dessen Entwicklung außerdem in Zusammenhang mit der parallelen Entstehung von The Legend of Zelda – ein Hinweis auf ein gemeinsames Entwicklungsumfeld, in dem unterschiedliche Game-Konzepte entstanden.

Das Ergebnis wurde auch langfristig anerkannt. Das Smithsonian American Art Museum wählte Super Mario Bros. als eines von fünf spielbaren Games für eine Ausstellung über bedeutende Etappen der Videospielgeschichte aus. Guinness World Records verzeichnete mit Stand August 2013 für die dritte Konsolengeneration 40,24 Millionen verkaufte Einheiten.

Für moderne Unternehmen und Existenzgründer lässt sich daraus vor allem mitnehmen, dass die wichtigsten Funktionen eines Produkts früh definiert und getestet werden sollten. Ebenso lohnt es sich, darauf zu achten, wie Nutzer erstmals mit dem Produkt in Kontakt kommen, und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, solange grundlegende Entscheidungen noch geändert werden können. Bei digitalen Käufen gelten dagegen wesentlich praktischere Kriterien: Auf Marktplätzen wie Eneba können beispielsweise Plattform- und Regionsangaben überprüft werden, bevor ein Abonnement ausgewählt wird.

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