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Mann sitzt vor Tafel mit Grafiken

Mit dem eigenen Start-up selbstständig machen und endlich eine Geschäftsidee verwirklichen – Unternehmensgründer sind überrascht, wie viele Freiheiten die Unternehmensgründung mit sich bringt. Keimt die Idee zur Gründung eines Start-ups auf, sind es vor allem die Vorzüge dieses Schrittes, welche in den Köpfen der Gründer überwiegen. Wer die Geschäftsidee im Hinterkopf hat, träumt von freier Zeiteinteilung und einem höheren Gehalt. Aber: Zum Unternehmer zu werden, hat nicht nur Vorteile. Wird ein Start-up gegründet, wächst die Verantwortung. Und Gründer sind vielleicht nicht mehr vom Chef oder Vorgesetzten abhängig. Dafür hängt das Einkommen jetzt an Kundenaufträgen und den Verkaufszahlen. Druck und Verantwortung erreichen bei Unternehmern, die selbstständig arbeiten, ein komplett neues Level.

Selbstbestimmtes Arbeiten

Einer der Gründe für eine Unternehmensgründung ist mehr Selbstbestimmung. Angestellte bleiben – auch, wenn viele Unternehmen inzwischen Wert auf deren Meinung legen – einem gewissen Treueverhältnis unterworfen. Überspitzt könnte behauptet werden, dass Angestellte bloß „Befehlsempfänger“ sind. Diese Aussage ist zwar etwas übertrieben. Im Kern zielt sie darauf ab, dass Beschäftigte gegenüber Vorgesetzten – und zuletzt dem Unternehmer – weisungsgebunden sind. Niemand kann als Angestellter seinem Chef einfach ins Gesicht sagen, dass er die Arbeitsanweisung für Unsinn erachtet und nicht ausführt.

Eine solche Haltung kann schnell als Arbeitsverweigerung bzw. Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten gewertet werden. Eine Abmahnung ist wahrscheinlich. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Kündigung.

1. Inhaltliche Selbstbestimmung als Existenzgründer

Mit der Gründung des eigenen Start-ups verändert sich diese Position. Aus einem ehemals Beschäftigten wird ein Unternehmer – der selbst Arbeitsanweisungen verteilt. Jeder Entrepreneur kann selbst bestimmen, in welcher Form einzelne Aufgaben angegangen und erledigt werden. Dabei lassen sich sehr viele gestalterische Freiheiten nutzen. Alle Aspekte des Start-ups können individuell und eigenem Ermessen implementiert werden. Dies gilt natürlich nur, sofern letztlich alles im Rahmen der gesetzlichen Grundregeln verläuft. Aber: Es gibt an dieser Stelle eine kleine Einschränkung.

Sofern mehrere Personen zum Beispiel bei der Rechtsform GmbH als gleichberechtigte Geschäftsführer auftreten, müssen diese sich entsprechend abstimmen. In solchen Fällen werden die Aufgaben meist geteilt. Klare Kompetenzen sorgen dafür, dass in den einzelnen Bereichen nicht mehrere „Köche“ den Brei verderben.

2. Zeit als Unternehmer frei einteilen

Angestellte opfern einen Teil ihrer Lebenszeit in fremden Unternehmen. Dann kann ich doch auch für mich arbeiten? Parallel zur inhaltlichen Selbstbestimmung verwalten Gründer auch ihre Zeit individuell. Niemand tippt mit dem Finger auf das Handgelenk, wenn es 5 nach 8 Uhr ist, oder beschwert sich, dass schon wieder ein paar Sollstunden fehlen.

Unternehmer teilen sich die Zeit frei ein. Heißt: Es kann früh morgens durchaus auch mal etwas später werden. Erst gegen 9 Uhr mit einer Tasse Kaffee im Büro sitzen und E-Mails checken – klingt eigentlich traumhaft. Ganz so rosig sieht der Alltag vieler, die eine selbstständige Tätigkeit ausüben, nicht aus. Die Arbeit muss – auch wenn bei freier Zeiteinteilung gearbeitet werden kann – irgendwie erledigt werden. Heißt für viele Gründer: Der Arbeitstag ist kein klassischer Nine-to-five-Job mehr.

3. Selbstbestimmung hat auch Schattenseiten

Gründer arbeiten freier und deutlich selbst bestimmter. Was augenscheinlich ein riesiger Vorteil – gerade in der Umsetzung neuer Ideen – ist, hat seine Nachteile. Angestellte haben ein sehr klar umrissenes Aufgabengebiet. Ein Backend-Entwickler muss sich nicht darum kümmern, dass neue Auftraggeber akquiriert werden. Er hat sich auch nicht mit der Frage zu beschäftigen, wie die Kalkulation abzurechnender Stundensätze aussieht. Es gibt Aufgaben, die macht auch kein Unternehmer gern. Stichwort Buchhaltung und Steuererklärung. Gerade in der Gründungsphase wird extrem auf die Kosten geachtet.

Eine eigene Buchhaltungsabteilung mit Controller – leistet sich nicht jedes Start-up. Selbst beim Steuerberater, der entsprechende Leistungen meist direkt mit anbietet, wird schnell der Rotstift angesetzt. Diese Aufgaben muss der Gründer selbst in die Hand nehmen.

Zudem ist der Aufwand nicht zu unterschätzen. Gerade im Hinblick auf die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen wird die Gründung schnell zu einem Kraftakt. Das Ganze beginnt bereits vor der eigentlichen Existenzgründung – mit den Vorbereitungen für den ersten Pitch vor potenziellen Investoren wie zum Beispiel Venture Capital-Geber oder dem Gespräch mit Kapitalgebern wie Banken. Die Palette reicht vom simplen Netzwerken bis zum Thema „Businessplan erstellen“ . Wenn dieser Investoren oder Banken überzeugen soll, muss er die eigene Vision detailliert aufzeigen, einen soliden Finanzplan aufweisen und eine schlüssige Argumentation enthalten.

Anders als Beschäftigte, die in erster Linie ihren Aufgabenbereich im Auge haben, müssen Gründer ein Auge für das große Ganze haben. Kleine Details, die im ersten Moment völlig unwichtig erscheinen, haben am Ende riesige Auswirkung.

Verantwortung übernehmen

Auf eigenen Beinen stehen und selbst Entscheidungen treffen – gehört zum Erwachsen werden einfach dazu. Irgendwann kommt jeder an einen Punkt, ab welcher es Zeit dafür wird, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Verantwortung im Kleinen übernehmen wir alle – auch im Job. Mit der Unternehmensneugründung wächst die Verantwortung. Eben noch angestellt und nur für einen kleinen Aufgabenbereich beim Arbeitgeber verantwortlich, geht es schnell um sehr viel mehr.

Diese Herausforderung hat ihren Reiz. Wer sie als Unternehmer annimmt, kann das Start-up nach den eigenen Wünschen und Sichtweisen selbst gestalten. Diese Freiheit wirkt im ersten Moment grenzenlos. Wirklich berauschen sollte sich daran allerdings kein Gründer.

Ein Unternehmen zu führen heißt, auf gewisse Weise kreativ zu werden. Ohne Ideen, welche Aufgabe das Start-up hat, wird es schnell einfach zu einer leeren Hülle. Hier werden sich auch Angestellte schnell verabschieden. Es ist die Aufgabe der Gründer, das Start-up zu füllen. Damit einher geht ein hohes Maß an Verantwortung. Es braucht klar ausformulierte Ideen, wie das Unternehmen in den einzelnen Phasen aussehen soll.

Unternehmer geben die Linie vor

Wer in Deutschland zu den 605.000 Gründern gehört, die im Jahr 2019 laut KfW-Gründungsmonitor (externer Link) den Schritt zur Selbstständigkeit gewagt haben, kann eine Vision Gestalt annehmen lassen. Viele Gründer machen sich mit einer Geschäftsmodell selbstständig, die im Alltag entstanden ist. Als Unternehmer geben Gründer die Linie vor. Sie schaffen den Rahmen, in welchem sich das Start-up entwickeln soll. Hieraus ergibt sich ein hohes Maß an Verantwortung. Einerseits für das eigene Unternehmen und dessen Wachstum. Auf der anderen Seite auch für die Beschäftigten. Eine Tatsache, welche verschiedene Aspekte berührt, wie:

  • den finanziellen Ausgleich für die bereitgestellte Arbeitsleistung
  • Schutz der Gesundheit
  • Aufgaben, welche der fachlichen Kompetenz entsprechen.

Die ersten beiden genannten Punkte sind in ihrer Tragweite klar. Hinsichtlich der „Aufgabenverteilung“ geht es einfach darum, Mitarbeiter entsprechend ihrer:

  • Ausbildung
  • Stärken und
  • Schwächen einzusetzen.

Einfaches Beispiel: Ein Shopping-Start-up braucht einen Controller. Den neu eingestellten Frontend-Entwickler mit der Aufgabe zu betrauen – kann man als Gründer machen. Allerdings darf nicht erwartet werden, dass der IT-Spezialist sich in den Tiefen der Finanzbuchhaltung – etwa zur doppelten Buchführung – oder den Abschreibungen (AfA) auskennt. Fehler werden teuer und haben am Ende sogar rechtliche Konsequenzen. Verantwortung als Gründer übernehmen bedeutet, sich dieser Sachverhalte bewusst sein.

Stresslevel für Unternehmer höher

Die Verantwortung, einerseits das Unternehmen nach außen am Laufen zu halten (durch die Akquise von Aufträgen) und auf der anderen Seite ein produktives Betriebsklima zu schaffen, zehrt an den Nerven. Gründer sind nicht mehr Angestellte mit einem 8-Stunden-Tag. Das Arbeitspensum ist deutlich größer. Aufgrund dieser Herausforderungen liegt letztlich auch der Stresslevel sehr viel höher. Hinzu kommen Sorgen um die eigene Existenz.

Schafft das Start-up den Sprung in Richtung eines sich selbst tragenden Unternehmens oder entwickelt es sich zu einem Unternehmen in Schwierigkeiten? Vielleicht kommen noch private Probleme dazu. Zu den Schattenseiten der Gründung eines Start-ups gehört, dass der höhere Stresslevel einfach zu einer höheren psychischen Belastung führt. Gründer kommen schnell an einen Punkt, an dem die persönliche Arbeitsweise und der Umgang mit der Rolle als Unternehmer überdacht und neu ausgerichtet werden müssen.

Es wird immer wieder passieren, dass sich Arbeit besonders konzentriert. Dieser Zustand darf aber auch für Unternehmer nicht zur Dauerlösung werden. Auch Gründer brauchen einen Ausgleich. Das eigene Start-up darf nicht die persönliche Gesundheit gefährden. Hinzu kommt als Schwierigkeit, dass gerade in der Gründungsphase nicht alles rund läuft. Gewisse Existenzängste keimen auf, wenn Auftraggeber abspringen oder sich das Geschäft nicht gleich wie gewünscht entwickelt. Gründer brauchen – und dies muss schon lange vor dem eigentlichen Eröffnungstermin klar sein – einfach das gewisse Mindset. Nur so lassen sich täglich 100 Prozent geben.

Personal selbst aussuchen

Als Angestellter kann man sich neue Kollegen selten aussuchen. Die Entscheidung hat letztlich immer die Unternehmensführung bzw. die Personalabteilung. Nach dem Probearbeiten wird der Chef vielleicht Fragen stellen, welche sich auf die gezeigte Arbeitsleistung beziehen. Wirklich mitreden können einzelne Beschäftigte im Regelfall selten. Maximal der Betriebsrat hat gewisse Mitspracherechte (externer Link).

Gründer finden sich in einer anderen Situation wieder. Das letzte Wort haben immer Unternehmer. Er entscheidet, welche Bewerber am Ende freie Stellen besetzen. Einher geht damit die Entscheidung, wieviel die Bewerber am Ende verdienen. In den Gehaltsverhandlungen hebt oder senkt der Unternehmer den Daumen. Diese Freiheit in Personalfragen hat einen Preis. Gründer bestimmen den Erfolg ihres Start-ups durch Personalentscheidungen mit.

Der Grundstein für den Erfolg wird bereits mit der Stellenausschreibung gelegt. Hier entscheidet sich unter anderem, wer sich als potenzieller Bewerber angesprochen fühlt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Anzeige so zu formulieren, dass sie die passenden potenziellen Mitarbeiter adressiert. Ein wesentlicher Aspekt bei der Stellenanzeige ist die Vertrauenswürdigkeit (externer Link): Sie muss so gestaltet sein, dass die Bewerber sicher sein können, dass es sich nicht um eine Fake-Anzeige handelt. Parallel werden die Veröffentlichungskanäle einen Beitrag leisten.

Weiterhin macht sich bemerkbar, wie das Start-up – durch den Gründer repräsentiert – im Bewerbungsgespräch auftritt. Gerade, wenn Erfahrung fehlt, kann in den ersten Bewerbungsgesprächen schnell über Fallstricke gestolpert werden.

Gründer brauchen ein Auge für Potenziale

Als Mitarbeiter waren Kollegen in erster Linie für ein angenehmes Zusammenarbeiten wichtig. Deren Fähigkeiten spielen für einzelne Beschäftigte keine besonders große Rolle – ausgenommen, es wird an Projekten oder in Abteilungen zusammengearbeitet. Unternehmer haben die Verantwortung, ein funktionierendes Team zusammenzustellen. Jeder einzelne Mitarbeiter muss sich integrieren können und sollte seine beste Leistung abrufen.

Insofern brauchen Entrepreneure ein Auge, um die Potenziale einzelner Bewerber erkennen zu können. Teamgeist, Motivation und das Funktionieren als Einheit – besonders, wenn ein Start-up wächst und personell Verstärkung braucht, sind gewisse Skills wichtig, die auch der Chef im Auge behalten muss.

Mit Motivation und Leidenschaft ans Werk

Früh morgens aufstehen und wieder für den Chef ins Büro schleppen – was hier überspitzt klingt, ist für einige Beschäftigte leider real. Gerade in Unternehmen mit einem schlechten Betriebsklima oder wo die Work-Life-Balance nicht mehr funktioniert, haben viele Beschäftigte innerlich gekündigt. Die Motivation geht in solchen Jobs mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen null.

Jungunternehmer und erfahrene Unternehmer bewegen sich diesbezüglich in einem komplett anderen Frame. Durch die Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeiten entsteht ein Arbeitsklima, das motiviert. Jeden Tag an der eigenen Vision von einem Unternehmen zu arbeiten, sorgt für ein ganz anderes Motivationslevel. Ergänzend kommt hinzu, dass sich Gründer mit Leidenschaft und Hingabe ihrem eigenen Business widmen. Die ganze Passion steckt im Aufbau des Start-ups.

Burn-out statt Bore-out

Diese Motivation sorgt dafür, dass Gründer sich sehr stark für das eigene Unternehmen einsetzen und für dessen Wachstum brennen. Die Energie, welche in das Gründungsprojekt fließt, ist beeindruckend. Über einen Bore-out, unter dem Beschäftigte in Unternehmen mitunter leiden, wird sich ein Gründer wahrscheinlich nicht beschweren können.

Wahrscheinlich driftet das Ganze eher in eine andere Richtung (externer Link). Durch das hohe Arbeitspensum und den Stresslevel verbraucht die Gründungsphase sehr viel Energie. Der Aufbau eines eigenen Unternehmens kostet Zeit und raubt Kraft. Jeder Gründer muss sich fragen, was die Akkus wieder auflädt. Über Jahre permanent Energie abziehen, führt früher oder später zu einem Burn-out. Außerdem weiß die Medizin heute, dass Stress als Dauerzustand gefährlich wird. Durch einen hohen Pegel an Stresshormonen leidet zum Beispiel die Gefäßgesundheit. Es entstehen Risikofaktoren für sehr schwerwiegende Erkrankungen.

Das Wunschgehalt verdienen

Hinter der Gründung des eigenen Unternehmens, unabhängig davon ob Freiberufliche Tätigkeit oder gewerbliche Existenzgründung, steht auch der Wunsch nach finanzieller Freiheit. Sprich: Wer sehr viel Zeit und Energie in den Aufbau eines Start-ups investiert, will sich mit einem Unternehmerlohn belohnen, welcher über dem Gehalt von Angestellten liegt. Das Wunschgehalt liegt über dem der eigenen Angestellten – so zumindest die Ansicht vieler Gründer. Ob sich eine solche Vorstellung allerdings in der Praxis wirklich realisiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Es ist tatsächlich so, dass beispielsweise bei Gründung einer GmbH der Geschäftsführer mit einem Jahresgehalt von über 100.000 Euro rechnen kann. Davon können viele der Mitarbeiter nur träumen. Besonders interessant wird das Gehalt für Unternehmer, wenn mehrere Millionen Umsatz im Jahr erwirtschaftet werden. Aber: Es gelten Einschränkungen und Regeln, wieviel Geld ein geschäftsführender Gesellschafter maximal verdienen kann. Auch wenn es das eigene Unternehmen ist – nach Belieben kann das Gehalt nicht gestaltet werden. Passen

  • die Größe des Start-ups,
  • die Anzahl der Mitarbeiter und
  • persönliche Eigenschaften des Geschäftsführers

nicht mit dem fürs Wirtschaftsjahr vereinbarten Gehalt zusammen, wird der Fiskus genau hinschauen.

Im schlimmsten Fall bekommt das Start-up direkt Ärger mit dem Finanzamt. Hintergrund: Eine zu hohe Auszahlung als Geschäftsführergehalt (externer Link) kann als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden. Wer als Einzelunternehmer gründet, ist diesen Rahmenbedingungen nicht unterworfen. Aber: Mit dem Start-up vom ersten Tag hunderttausende Euro verdienen, ist auch in einer solchen Konstellation meist illusorisch.

Unternehmensgründer sind vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig

Anders als Beschäftigte, die aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen eine gewisse finanzielle Sicherheit genießen, ist der Gründer im Regelfall 1:1 vom wirtschaftlichen Erfolg des Start-ups abhängig. Bis auf Gesellschafter, die als Geschäftsführer angestellt sind, kann der Unternehmerlohn vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation stark schwanken. Ein recht simpler Zusammenhang. Bleibt nach Abzug von

  • Miete/Pacht,
  • Arbeitnehmerlöhnen,
  • Lohnkosten,
  • Fuhrpark-Kosten und
  • Steuern

vom Umsatz nur noch eine schwarze Null, kann sich ein Einzelunternehmer für den laufenden Monat kein Gehalt auszahlen.

Entsprechend steht jeder Gründer unter einem gewissen Druck, das eigene Start-up vom ersten Tag der Gründung direkt in die Gewinnzone zu bringen. Die Abhängigkeit von Aufträgen (bei Dienstleistern) und Verkaufszahlen sorgt für einen gewissen Druck, der wirtschaftlich auf Gründern lastet. Es kann mitunter Jahre dauern, bis das Start-up ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut, seine Marketingstrategie optimiert und sich als Marke etabliert hat (Service-Tipp: Marke & Patent: Anwalt finden).

Dieser finanzielle Druck erhöht sich zusätzlich durch die Tatsache, dass Unternehmer in Eigenregie für ihre Absicherung sorgen. Eine Tatsache, die sowohl im Hinblick auf die Krankheitskostenvorsorge als auch den Ruhestand gilt. Und auch Situationen wie Krankheit oder Urlaub werden für Gründer schnell zu einer Herausforderung.

Fazit: Viele Freiheiten und große Herausforderungen

Ein Unternehmen gründen bringt eine ganze Reihe an Freiheiten mit sich. Selbstbestimmt zu arbeiten und eigenen Ideen folgen – nur zwei Aspekte, die Gründer an ihrer Entscheidung schätzen. Auf der anderen Seite haben Unternehmen direkt ein Mitspracherecht, wenn es um Personalentscheidungen geht. Der Aufbau des Start-ups motiviert und bringt neue Herausforderungen mit sich. Verantwortung, die viele Gründer gern übernehmen – weil sie wissen, wofür die Schwierigkeiten in Kauf genommen werden. Auf der anderen Seite stehen Unsicherheiten. Besonders finanziell kann die Gründungsphase schwierig werden, wenn z. B. Fördermittel außer Acht gelassen werden oder die Finanzierung unsicher ist. In dieser Phase sollte eine Unternehmensberatung mit ins Boot geholt werden, um die gröbsten Fehler zu vermeiden (Tipp: bis zu 90 % BAFA-Förderung). Unternehmer genießen nicht den Schutz einer sozialen Absicherung, wie sie Angestellte für sich in Anspruch nehmen können. Gründen hat letztlich immer zwei Seiten.

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