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Eine Frau hält eine grüne Weltkugel in ihrer Hand.

Wohl die meisten, die sich zumindest mit dem Gedanken tragen, den Weg in die Selbstständigkeit einzuschlagen, haben den Begriff wahrscheinlich schon gehört: Green Economy, „grüne Wirtschaft“. Hat es etwas mit Umweltschutz zu tun? Ja, auch. Allerdings handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der das Umweltthema zwar als zentrales Thema heranzieht, aber weit darüber hinaus geht – und Gründer jedweder Sparten tun gut daran, Green Economy von Anfang an nicht nur zu kennen, sondern stringent zu verfolgen und in ihrem Unternehmen umzusetzen.

Green Economy und ihre besondere Bedeutung für Start-ups

Grundsätzlich sei an dieser Stelle bereits verraten, dass Green Economy drei konkrete Einzelpositionen umfasst, die zusammen ein großes Ganzes ergeben – nicht nur in einzelnen Unternehmen, sondern generell einem Wirtschaftsraum und, das wäre das Endziel, der wirtschaftlichen Welt. Gemein ist diesen Einzelpositionen, dass sie alle sehr umfassend, über- und tiefgreifend sind. Es sind Techniken, Prozesse, Vorgehensweisen, die 2012 auf der UNCSD-Konferenz (externer PDF-Link) in Rio de Janeiro ausgearbeitet wurden.

Damit wird das Thema aus einem zentralen Grund so immens wichtig für Entrepreneure: Bei einem jungen oder gar noch zu gründenden Unternehmen ist es ungleich leichter und kostengünstiger, all diese Maßnahmen zu applizieren, das Start-up direkt „green“ auszurichten.

Green Economy stellt nach Ansicht der meisten Experten einen zentralen Inhalt der gesamten wirtschaftlichen Zukunft dar. Sie jetzt bei der Existenzgründung umzusetzen, von Anfang an in ihrem Geist zu agieren und darin Routine zu bekommen, sorgt nicht nur generell für eine bessere Zukunftsfähigkeit des Start-ups. Es ist vielmehr eine Investition: Zwar lassen sich alle Maßnahmen der Green Economy auch in bestehende Unternehmensstrukturen einbinden. Das ist jedoch ein wesentlich schwieriger Prozess. Dann nämlich muss an vielen Stellen eine bestehende, wahrscheinlich der grünen Wirtschaft entgegenlaufende Routine aufgebrochen und umgewandelt werden.

Das kann nicht nur die Betriebsabläufe hemmen, sondern durch die teils tiefgreifenden Änderungen auch sehr teuer sein. Anders formuliert: Sich von Anfang an auf Green Economy auszurichten ist die günstigere, bessere Wahl, da sie verhindert, dass sich zunächst anderweitige Routinen entwickeln.

Baustein Nummer 1 der Green Economy: Umwelt

Es würde nicht Green Economy heißen, wenn nicht tatsächlich ein maßgeblicher Anteil mit Umweltschutz zu tun hätte. Allerdings bedeutet dieser Punkt primär, dass das eigene Unternehmen mehr tut als nur das, was durch aktuelle Gesetze vorgegeben wird; diese können nur Ausgangs-, nicht jedoch Endpunkt sein.

Die Kerninhalte sind folgende:

  • Die gesamten Abläufe eines Betriebs werden so gestaltet, dass sie maximal effizient sind. Heißt, es wird voller Fokus darauf gelegt, dass alles, was zum Betrieb des Unternehmens und zur Funktion seiner Abläufe zwingend notwendig ist, maximal ausgenutzt wird – auch was den Einsatz der Betriebs- und Produktionsmittel anbelangt. Das schützt nicht nur Ressourcen, sondern reduziert nebenbei auch die Betriebskosten.

  • Alle Verbräuche, insbesondere im Bereich Energie, werden nach der Maxime „so wenig und so regenerativ wie möglich, so viel wie nötig“ ausgerichtet. Das bedeutet jedoch nicht nur Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Betriebsmittel verbrauchsarm zu machen, sondern erstreckt sich bis hinein in Big Data; dabei helfen die Arbeiten innovativer Unternehmen, die mittels KI-basierten Prozessen enorme Datenmengen auswerten, alles auf Verbesserungspotenziale zu durchforschen und somit maximale und kontinuierliche Effizienz zu gewährleisten.

  • Das Unternehmen arbeitet konsequent daran, seine Emissionen zu reduzieren. Vornehmlich geht es dabei um klimaschädigende Gase sowie giftige oder anderweitig nachteilige Abwässer und sonstige stoffliche Emissionen. Allerdings umfasst es auch Lärm und Licht – beides Faktoren, die vor allem lokal deutliche Auswirkungen haben können; beispielsweise durch die sogenannte Lichtverschmutzung (externer Link), die auf die Tierpopulation einwirkt.

  • Es wird dafür gesorgt, dass ein hocheffektiver Wertstoffkreislauf entsteht. Im allerbesten Fall sind für den laufenden Betrieb keine Elemente mehr notwendig, die nicht aus einer Recyclingquelle stammen. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Punkt, der nicht gänzlich in den Händen von Entrepreneuren liegt, sondern weitere Kreise zieht, etwa Lieferanten und natürlich auch Abfallentsorgung.

Letzten Endes geht es dabei um ein Hauptziel: Der „Fußabdruck“ eines Unternehmens soll in jedem Fall so flach und klein wie möglich sein. Idealerweise ist er gar nicht vorhanden. Auch das ist ein Endziel der großflächigen Bestrebungen von Green Economy als allumfassendes Wirtschaftsmodell.

Baustein Nummer 2 der Green Economy: Wachstum

Grüne Wirtschaft betreibt nicht nur direkten Umweltschutz, sondern auch indirekten. Der zweite Baustein ist ein wichtiges Beispiel für diesen allumfassenden Grundgedanken. Es geht um Wirtschaftswachstum. Konkret um ein Wachstum, das mehrere Merkmale beinhaltet:

  • Das wirtschaftliche Wachstum eines Unternehmens bzw. generell eines Wirtschaftsraumes wird nicht auf Kosten der Umwelt erkauft. Heißt, Wachstum erfolgt auf Wegen, die nicht zu gesteigerten Verbräuchen, erhöhten Emissionen führen. Dieses auch als sogenanntes Green Growth bezeichnete Wachstum wird jedoch in der Fachwelt kontrovers diskutiert. Es wird insbesondere von Umweltexperten und Kapitalismuskritikern als schwierig bis unmöglich angesehen. Teilweise wird gar von einer Illusion gesprochen.

  • Das Wachstum wird so gestaltet, dass es behutsam erfolgt. Es sollten damit alle Merkmale eines gesunden Wachstums (externer PDF-Link) erfüllt werden. Das heißt, es wird eine Politik der kleinen Schritte verfolgt, von denen jeder die nötige Zeit eingeräumt bekommt, sich zu konsolidieren, bevor weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Also ein klassisches, konservatives Wachstum.

  • Wachstum wird nicht um seiner selbst Willen betrieben, sondern nur, um das Unternehmen robuster, zukunftsfähiger zu machen. Nicht beispielsweise aus Konkurrenzdenken heraus – abermals ein Punkt, den einzelne Gründer nicht gänzlich in der Hand haben.

Dabei sei unterstrichen, dass es hier nicht darum gehen soll, Wachstum künstlich zu hemmen. Es soll viel mehr dafür gesorgt werden, dass es allgemeinverträglich erfolgt, harmonisch.

Hierin zeigt sich sehr gut, dass der grüne Grundgedanke nicht nur direkt auf Umweltschutz abzielt, sondern insgesamt eine bessere Verträglichkeit mit dem Planeten und seiner Bewohner.

Baustein Nummer 3 der Green Economy: Menschen

Die Menschheit ist noch weit entfernt von einem Punkt, an dem Unternehmen gänzlich ohne menschliche Mitarbeiter auskommen können. Der Mensch wird deshalb nicht nur für lange Zeit ein maßgeblicher Teil jedes Unternehmens sein, er ist auch ein Faktor für die Green Economy.

  • Grundsätzlich sollen Unternehmen alles daransetzen, dass der Betrieb keine zusätzliche und/oder unbotmäßige Belastung für Menschen darstellt. Das bereits erwähnte Thema Emissionen ist ein wichtiger Teil davon; allerdings gehört noch mehr dazu. Konkret geht es um die Mitarbeiter:
    Das Arbeiten in diesem Betrieb soll vor allem in Sachen Stress, darüber hinaus auch körperliche Gesundheit, so wenige Belastungen wie möglich verursachen. Einerseits erfordert dies von Gründern, ein positives, gesundes, menschliches, freundliches Arbeitsumfeld und -klima zu schaffen, andererseits muss die Verteilung der Aufgaben konsequent auf geringstmögliche Belastung ausgerichtet und damit auch die Personaldecke dicht genug sein.

  • Das Arbeitsumfeld soll von einer tiefen Zufriedenheit, flachen, aber existenten Hierarchien geprägt sein. Dazu ist es auch nötig, in regelmäßigen Abständen Auswertungen zu betreiben (externer PDF-Link), also die Mitarbeiter zu befragen, ihre Antworten sorgfältig zu analysieren und sich ergebende Missstände konsequent zu beseitigen.

  • Die Unternehmensgründung verfolgt einen integrativen Ansatz bei der Personalbesetzung und im Alltag. Das umfasst sowohl Geschlechtergleichberechtigung als auch die Inklusion von behinderten Menschen.

  • Das Unternehmen ist mehr als nur ein reiner Arbeitgeber. Für die meisten Menschen ist ihr Beruf der zentrale Fixpunkt, um den ihr gesamtes Leben herum angeordnet ist. Gründer müssen sich im Rahmen der Green Economy deshalb auch damit befassen, wie das große Thema Balance optimiert werden kann – nicht nur in Sachen Work-Life-Balance, sondern auch in Richtung Familie und Partnerschaft gedacht. Dazu gehört auch, die Mitarbeiter nicht nur als Humanressource zu sehen, die Arbeitskraft liefern.

  • Die Firma soll sich in ihrem lokalen Umfeld als wichtiges Mitglied begreifen. Aus dem Standort sollten sich deshalb nach Möglichkeit auch Rückkopplungseffekte ergeben, die über das Zahlen der Gewerbesteuer hinausgehen – etwa durch das Unterstützen lokaler Vereine.

Das wiederum bedeutet, dass Unternehmen sich primär dem Menschen verpflichtet sehen, allen Menschen, speziell den Mitarbeitern und denen, die im Einflussbereich leben. Gerade hier haben kleine Start-ups einen Vorteil: Ihnen fällt es meist etwas leichter, diesen Weg zu gehen, da sie durch die geringere Größe flexibler sind, näher, persönlicher.

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