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Aufnahme von einem Tagebau.

Steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie anhaltende Lieferketten-Probleme stellen viele Unternehmen, insbesondere im produzierenden Gewerbe vor große Herausforderungen, denn immer mehr Betriebe haben Schwierigkeiten, Rohstoffe zu beschaffen und müssen daher ihre Produktionen einstellen. Welche Faktoren zur aktuellen Situation geführt haben und welche Möglichkeiten Unternehmen haben, auf die Lage zu reagieren, lesen Sie im folgenden Artikel.

Steigende Rohstoffpreise bereiten Probleme bei der Unternehmensplanung

Die Preise für Rohstoffe wie Metalle, Erdgas und Erdöl sowie Sekundärrohstoffe (beispielsweise Glas und Kunststoff) sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Dazu kommen besonders lange Lieferzeiten und teure Transportkosten für die Rohstoffe, falls diese überhaupt im Lager der Lieferanten zum gewünschten Termin verfügbar sind.

Eine aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage ergab, dass rund zwei Drittel aller befragten Unternehmen in den Energie- und Rohstoffpreisen ein Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung sehen. In der DIHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn waren dies lediglich 45 % (externer Link).

Die Folgen für Unternehmensgründungen durch diese Entwicklung sind hart. Denn verzögerte Aufträge und der Wegfall von geplanten Umsätzen sowie abgesprungene Kunden und gedrosselte Produktionen gehören bei vielen Existenzgründungen bereits zum Alltag. Gleichzeitig bleiben jedoch laufende Kosten und Investitionen für Unternehmen weiter bestehen. Durch dieses Dilemma haben viele Existenzgründungen mit Liquiditäts- und Planungsproblemen zu kämpfen.

Welche Ursachen für die Rohstoff-Krise verantwortlich sind

Neben dem Ausbruch des Corona-Virus im Jahr 2020, welcher weltweite Folgen für die Wirtschaft nach sich zog, gibt es zahlreiche weitere Gründe für die Lieferengpässe und den Rohstoff-Mangel, die Unternehmen in starke Bedrängnis gebracht haben.

Anstieg der Nachfrage

Eine Ursache für die weltweite Rohstoffknappheit ist ein rasanter Anstieg der Nachfrage in mehreren Branchen. Insbesondere in den USA führen die Konjunkturprogramme und die sinkende Arbeitslosigkeit zu einem deutlichen Anstieg des Konsumverhalten bei der Bevölkerung. Gleichzeitig befindet sich die chinesische Wirtschaft weiterhin in einer Aufschwungphase und sorgt für eine erhöhte Nachfrage.

Auch hierzulande kaufen die Menschen wieder mehr ein. Aufgeschobene Anschaffungen aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen werden nachgeholt.

Zudem gibt es aktuell einen Boom der E-Mobilität. Ob elektrische Roller oder Autos: Für den Ausbau der erneuerbaren Energien, die bei Elektrofahrzeugen nötig ist, werden viele Rohstoffe wie Lithium, Kobald und Metalle der seltenen Erden benötigt (externer Link).

Auch hat sich die Nachfrage nach Elektronik- und Fitnessgeräten durch die Arbeit im Home-Office und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens stark erhöht. Dies wirkt sich auf den Halbleitermarkt aus und damit auch auf die Herstellung von Mikrochips. Denn in Mikrochips sind sogenannte Halbleiter verbaut, die für die elektrische Leitfähigkeit sorgen.

Globale Produktionsausfälle verstärken Rohstoffmangel

Verstärkt wird der Rohstoffmangel zudem durch weltweite Produktionsausfälle aufgrund von bestimmten Ereignissen. Zu diesen zählen beispielsweise die Stromausfälle in Texas Anfang 2021 und die Wasserknappheit in Taiwan, die einen der weltweit größten Chiphersteller betraf. Zudem vergrößern einige Unternehmen ihre Lagerkapazitäten, um für zukünftige Lieferengpässe besser gewappnet zu sein.

Überlastete Häfen und Containerstaus

Eine weitere wesentliche Ursache für die Lieferengpässe und die globale Rohstoffknappheit sind Schwierigkeiten bei den Abläufen auf See und in den Häfen. Beispielsweise aufgrund der Blockade durch das Containerschiff “Ever Given” im Suezkanal im März 2021, wodurch Staus in den Seehäfen zustande kamen (externer Link).

Auch Containerstaus in den Häfen von Südchina sorgten für eine Verschlimmerung der Situation.

Druck auf Lieferketten durch Ukraine-Krieg

Zudem bremst der andauernde Krieg in der Ukraine Unternehmen deutlich, indem dieser für massive Probleme bei Rohstoff-Lieferungen sorgt. Immerhin sind Russland und die Ukraine bei zahlreichen Rohstoffen weltweit führende Produzenten.

Wie sich Unternehmen auf die steigenden Rohstoffpreise vorbereiten können

Hier stellt sich nun die Frage für Unternehmen, wie diese sich gegen steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe wappnen können. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Reshoring

Eine Möglichkeit für Unternehmen ist das Reshoring. Darunter versteht man die Rückführung jener Unternehmens- oder Herstellungsprozesse ins Inland oder in benachbarte Länder, die ursprünglich ins Ausland verlagert wurden (Offshoring). Durch Reshoring können Risiken wie Lieferengpässe erheblich reduziert werden. Zudem kann durch den Verzicht auf lange Lieferwege der schädliche Einfluss auf die Umwelt verringert werden.

Geschäftsausbau mit einer Handelsfinanzierung

Um kurzfristig zu reagieren und der Rohstoff-Krise entgegenzuwirken, ist es für Unternehmen sinnvoll, ihr Geschäft auszubauen und für volle Lager zu sorgen, um für Krisenzeiten gewappnet zu sein.

Der Ausbau des Geschäftsmodells mit Hilfe einer Handelsfinanzierung (externer Link) kann hier die Lösung sein. Denn vielen Unternehmen fehlt es aufgrund steigender Rohstoffpreise an nötiger Liquidität. Zudem müssen Importeure bei internationalen Liefergeschäften in Vorleistung treten, was vielen Existenzgründungen häufig nicht möglich ist.

Daher haben diese Unternehmen kaum die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und neue Märkte im Ausland zu erobern. Eine Handelsfinanzierung (auch Außenhandelsfinanzierung oder Trade Finance genannt) dient der finanziellen Absicherung beim weltweiten Handel mit Waren oder Dienstleistungen. Hierbei empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Experten, die Unternehmen beim Finanzierungsprozess unterstützen.

Auf alternative Lieferanten setzen

Empfehlenswert ist es für Unternehmen zudem, Ausschau nach weiteren Zulieferern zu halten, um nicht nur von einem Lieferanten abhängig zu sein. So können Unternehmen ihr Risiko streuen. Denn im Falle von Preisschwankungen besteht dann eine gewisse Wahl.

Lager anlegen

Mit vielen Vorräten kann länger produziert werden. Die Aufstockung des eigenen Lagers ist hier sinnvoll. Doch beachten werden sollten auch die hohen Kosten, die mit einem Lager verbunden sind. Denn Lagerhaltungskosten sind häufig kostspielig. Eine Kosten-Nutzen-Analyse kann Gründern hier Aufschluss darüber geben, ob sich ein Lager finanziell lohnt.

Sanierungsarbeiten durchführen

Eine andere Möglichkeit sind Sanierungsmaßnahmen im Betrieb. Diese können dafür sorgen, dass das Unternehmen wieder zukunftsfähig arbeitet. Hier sollten sich Existenzgründer zunächst folgende Fragen stellen: Wo können Kosten eingespart werden? In welchen Bereichen besteht Optimierungspotenzial? Und sind Anpassungen bei der Kapazität nötig?

Gründer sollten hier beachten, dass solche Maßnahmen Zeit benötigen, bis diese ihre gewünschte Wirkung erzielen.

Frühzeitig verschiedene Optionen prüfen

Für Existenzgründer ist es empfehlenswert, die Situation anzunehmen und möglichst frühzeitig verschiedene Lösungswege zu prüfen, um noch rechtzeitig handeln zu können. Zudem sollten diese bei schwacher Geschäftsentwicklung einen Plan B in petto haben. Stehen die Chancen auf Erfolg weiterhin schlecht, und droht eine Zahlungsunfähigkeit, sollten sich Existenzgründer umfassend insolvenzrechtlich beraten lassen. Denn gerät das Unternehmen einmal in Schieflage ist schnelle professionelle Hilfe nötig, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Eine Anlaufstelle für Beratungsförderungen ist das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Eine solche Beratung kann vom Staat mit 90 % der Kosten gefördert werden.

Fazit:

Die derzeitigen Lieferengpässe und der Rohstoff-Mangel verlangen Existenzgründungen aktuell besonders viel Energie ab. Um das Unternehmen krisenfest aufzustellen, ist frühes Handeln sowie eine zeitige Planung wichtig. Denn, wer frühzeitig aktiv wird, hat Zeit mehrere Möglichkeiten zu eruieren und kann vermeiden, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät. Eine Existenzgründungsberatung kann dabei helfen, verschiedene Optionen zu ermitteln, um das Unternehmen für Krisenzeiten fit zu machen und wieder auf den richtigen Kurs zu bringen (Service-Tipp: Beratersuche ).

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