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Maßnahmenpaket am 01.01.2016 in Kraft getreten

Der High-Tech Gründerfonds, kurz HTGF, hat zum neuen Jahr seine Finanzierungskonditionen zugunsten von Start-ups verändert. Mit den Optimierungen soll auf die besonderen Anforderungen von jungen Unternehmen reagiert werden. Zudem gibt der HTGF die aktuell günstigen Zinsentwicklungen an die Gründer weiter. Für Neuinvestitionen ergeben sich folgende Änderungen:

  • Der maximale Investitionsbetrag für Seedfinanzierungen wird von 500.000 auf 600.000 Euro erhöht.
  • Der Zinssatz des Nachrangdarlehens in der Seedphase wird von zehn auf sechs Prozent gesenkt. Erhalten bleibt die vierjährige tilgungsfreie Anlaufzeit.
  • Der erforderliche Eigenanteil beträgt nun bundesweit einheitlich zehn Prozent. Wiederum die Hälfte des Eigenanteils kann durch Business Angels sowie private und öffentliche Investoren übernommen werden.

Der High-Tech Gründerfonds investiert seit September 2005 gezielt in junge High-Tech Unternehmen in Deutschland. Als sogenannte „Public-Private Partnership“ haben nicht nur der Bund über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und die KfW-Bankengruppe, sondern auch die Industrieunternehmen BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Daimler, Robert Bosch und Carl Zeiss in den 272 Mio. Euro schweren Fonds investiert.

Der HTGF investiert mit dem Fonds Eigenkapital in junge Technologieunternehmen wie ein privater Geldgeber, jedoch auch unter Fördergesichtspunkten. Letzteres bedeutet beispielsweise, dass der Fonds bewusst höhere Risiken eingeht als private Geldgeber. Mithilfe einer „Seedfinanzierung“ sollen die Start-ups entsprechend dem Technologiefokus und dem Branchenschwerpunkt die Technologie bis zum Prototypen („proof of concepts“) oder zur Markteinführung („proof of market“) führen. Dabei hat der Fonds keinen speziellen Branchenfokus und hält Beteiligungen aus allen Bundesländern. Die bisher finanzierten Unternehmen kommen aus den Bereichen Automation, Optische Technologien, Medizintechnik, Pharmadiagnostik, Hardware, Life Science, Energie sowie IT, Software, Medien, Internet und e-commerce.

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