Franchise-Businessplan erstellen: Warum die Vorlage des Franchisegebers für die Bank oft nicht ausreicht

Wer sich mit einem etablierten Franchisesystem selbstständig macht, startet nicht bei null. Geschäftsmodell, Marke, Produkte, Prozesse und häufig auch Marketingmaßnahmen wurden bereits entwickelt und im Markt erprobt. Viele Franchisegeber stellen Interessenten zudem umfangreiche Unterlagen, Beispielrechnungen und Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung des Systems zur Verfügung.

Für die Finanzierung der eigenen Existenzgründung reicht es jedoch nicht aus, diese Unterlagen einfach bei der Bank einzureichen. Denn Franchisenehmer übernehmen zwar ein bestehendes Konzept, bleiben aber selbstständige Unternehmer. Auch die KfW weist ausdrücklich darauf hin, dass Franchisenehmer selbstständig tätig sind und Franchisegründungen grundsätzlich über Förderprogramme finanziert werden können.

Banken müssen deshalb nicht nur das Franchisesystem beurteilen. Sie müssen insbesondere prüfen, ob der konkrete Standort, der Kapitalbedarf und die Finanzplanung des einzelnen Franchisenehmers wirtschaftlich tragfähig sind. Wer für seine Franchisegründung Fremdkapital oder ein Förderdarlehen benötigt, braucht daher einen individuellen und bankenfähigen Businessplan.

Was stellt der Franchisegeber für die Gründung zur Verfügung?

Der Umfang der Unterlagen unterscheidet sich von Franchisesystem zu Franchisesystem. Häufig erhalten potenzielle Franchisenehmer bereits während des Auswahlprozesses umfangreiche Informationen über das Geschäftsmodell. Dazu können Informationen über Produkte und Dienstleistungen, Zielgruppen, Standortanforderungen, Marketing, betriebliche Prozesse und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Systems gehören.

Gerade für die Erstellung eines Businessplans sind diese Informationen wertvoll. Schließlich muss ein Franchisenehmer nicht erst ein vollkommen neues Geschäftsmodell entwickeln. Viele zentrale Fragen wurden bereits durch den Franchisegeber beantwortet.

Auch wirtschaftliche Kennzahlen können vorhanden sein. Denkbar sind beispielsweise Beispielrechnungen zu Umsätzen, Personalkosten, Wareneinsatz oder Investitionen. Hinzu kommen die spezifischen Kosten des Franchisesystems. Dazu zählen insbesondere die einmalige Eintrittsgebühr sowie laufende Franchising- und gegebenenfalls Marketinggebühren.

Diese Unterlagen bilden eine wichtige Grundlage für den eigenen Businessplan. Sie sind aber nicht automatisch mit dem Businessplan des zukünftigen Franchisenehmers gleichzusetzen.

Warum reicht die Vorlage des Franchisegebers für die Bank nicht aus?

Die zentrale Frage einer Bank lautet nicht ausschließlich, ob das Franchisesystem grundsätzlich funktioniert. Sie muss entscheiden, ob sie das konkrete Gründungsvorhaben finanzieren möchte. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Auch das Existenzgründungsportal des Bundes weist bei der Franchisefinanzierung darauf hin, dass sowohl das System als auch die individuellen Voraussetzungen des Franchisenehmers und die regionalen Marktpotenziale betrachtet werden. Der Businessplan, das Franchisesystem und das Finanzierungskonzept müssen zusammen schlüssig sein.

Eine Beispielrechnung des Franchisegebers kann beispielsweise zeigen, welche Umsätze ein durchschnittlicher Standort erreicht. Daraus ergibt sich aber noch nicht automatisch, welche Umsätze am geplanten Standort des Gründers realistisch sind. Dasselbe gilt für Kosten.

Eine Musterkalkulation mit einer bestimmten monatlichen Miete hilft nur bedingt weiter, wenn die tatsächlich ausgewählte Gewerbefläche wesentlich teurer ist. Auch Personalkosten, Finanzierungskosten, regionale Kaufkraft, Wettbewerb oder die Höhe notwendiger Investitionen können erheblich von den Musterwerten abweichen. Der Businessplan muss deshalb die allgemeinen Informationen des Franchisesystems auf das individuelle Gründungsvorhaben übertragen.

Welche individuellen Angaben gehören in einen Franchise-Businessplan?

Ein bankenfähiger Franchise-Businessplan sollte zunächst das Franchisesystem verständlich darstellen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung des Systems, das Geschäftsmodell, die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen und die Rolle des Franchisenehmers. Anschließend muss jedoch die individuelle Gründung betrachtet werden.

Besonders wichtig ist die Gründerperson. Beruflicher Hintergrund, Branchenkenntnisse, kaufmännische Qualifikationen und bisherige Erfahrungen sollten nachvollziehbar dargestellt werden. Eine Bank möchte erkennen können, warum gerade dieser Gründer in der Lage ist, den geplanten Franchisebetrieb erfolgreich zu führen.

Auch Markt und Wettbewerb müssen individuell analysiert werden. Selbst ein deutschlandweit erfolgreiches Konzept kann an einzelnen Standorten auf vollkommen unterschiedliche Rahmenbedingungen treffen.

Dazu gehören beispielsweise die Größe des Einzugsgebiets, Zielgruppen, Kaufkraft, Wettbewerber, Frequenz und Erreichbarkeit. Bei stationären Geschäftsmodellen können außerdem Faktoren wie Parkmöglichkeiten, Laufkundschaft oder die Nähe zu ergänzenden Angeboten relevant sein. Der Franchisegeber kann hierfür wichtige Erfahrungswerte liefern. Die Bewertung des konkreten Marktes bleibt dennoch Bestandteil des eigenen Businessplans.

Sie möchten Ihren Franchise-Businessplan professionell erstellen oder prüfen lassen?

Auch wenn bereits umfangreiche Unterlagen des Franchisegebers vorliegen, müssen diese für eine Finanzierung auf das individuelle Gründungsvorhaben übertragen werden. Unsere Experten unterstützen Sie bei der Erstellung oder Prüfung eines bankenfähigen Businessplans und Finanzplans und können gemeinsam mit Ihnen passende Möglichkeiten der Gründerfinanzierung prüfen.

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Die Standortanalyse ist bei Franchisegründungen besonders wichtig

Bei vielen Franchisesystemen entscheidet der Standort maßgeblich über die spätere Umsatzentwicklung. Das gilt insbesondere für Gastronomie, Einzelhandel, Fitness, Pflege, Bildung und andere lokal ausgerichtete Dienstleistungen. Eine Bank wird deshalb wissen wollen, warum der gewählte Standort zum Geschäftsmodell passt.

Eine belastbare Standortanalyse sollte nicht lediglich feststellen, dass sich das Ladenlokal in einer „guten Lage“ befindet. Aussagen müssen möglichst nachvollziehbar begründet werden.

Je nach Geschäftsmodell können dafür Einwohnerzahlen, Altersstruktur, Kaufkraft, Kundenfrequenz, Wettbewerbsdichte oder das vorhandene Marktpotenzial betrachtet werden. Anschließend sollte erklärt werden, wie sich diese Faktoren auf die geplanten Kundenzahlen und Umsätze auswirken.

Genau hier zeigt sich eine Schwäche vieler Musterplanungen. Eine allgemeine Umsatzprognose des Franchisegebers sagt wenig darüber aus, ob ein konkreter Standort diese Umsätze ebenfalls erreichen kann.

Die Umsatzplanung darf nicht einfach übernommen werden

Besondere Aufmerksamkeit verdient deshalb die Umsatzplanung. Angenommen, ein Franchisegeber stellt eine Beispielrechnung zur Verfügung, nach der ein Standort einen Jahresumsatz von 500.000 Euro erreichen kann. Für die eigene Finanzplanung darf dieser Wert nicht einfach übernommen werden. Stattdessen sollte der Umsatz aus konkreten Annahmen hergeleitet werden.

Bei einem Gastronomiekonzept könnten beispielsweise die erwartete Anzahl der Gäste pro Tag, der durchschnittliche Bestellwert und die Öffnungstage miteinander verknüpft werden. Bei einem Dienstleistungsunternehmen können Kundenzahl, durchschnittlicher Auftragswert und Wiederkaufsrate relevant sein. Entscheidend ist, dass die Berechnung nachvollziehbar ist.

Gerade in den ersten Monaten sollte außerdem eine realistische Anlaufphase berücksichtigt werden. Ein neuer Standort erreicht üblicherweise nicht unmittelbar seine langfristig mögliche Auslastung. Auch das Existenzgründungsportal empfiehlt, bei der Finanzplanung zu berücksichtigen, dass sich die Verkaufszahlen neu gegründeter Unternehmen zunächst entwickeln müssen.

Franchisegebühren gehören vollständig in den Finanzplan

Eine Besonderheit des Franchisings sind die zusätzlichen Kosten, die aus dem Franchisesystem entstehen. Bereits vor der Eröffnung kann eine einmalige Eintrittsgebühr anfallen. Hinzu kommen je nach System laufende Franchisegebühren. Diese können als fester Betrag oder abhängig vom erzielten Umsatz berechnet werden.

Darüber hinaus können Marketingumlagen, Softwarekosten, Schulungen oder verpflichtende Leistungen des Franchisegebers hinzukommen. Diese Kosten müssen vollständig in den Finanzplan integriert werden. Das gilt insbesondere dann, wenn Gebühren vom Umsatz abhängig sind. Steigt der Umsatz, steigen dann nicht nur bestimmte variable Kosten, sondern gegebenenfalls auch die Zahlungen an den Franchisegeber. Eine einfache Übernahme einer Musterrechnung kann hier problematisch werden, wenn das konkrete Gebührenmodell oder die geplante Umsatzentwicklung nicht exakt berücksichtigt werden.

Der Kapitalbedarf muss für jeden Franchisenehmer individuell berechnet werden

Auch beim Kapitalbedarf gibt es keine allgemeingültige Zahl für ein Franchisesystem. Zu den möglichen Positionen gehören die Eintrittsgebühr, Einrichtung und Umbau, Maschinen und Geräte, Fahrzeuge, IT und Software, Warenlager, Mietkaution, Eröffnungsmarketing und weitere Anschaffungen. Zusätzlich sollte ein ausreichender Liquiditätspuffer eingeplant werden.

Gerade dieser Punkt wird bei Gründungen schnell unterschätzt. Zwischen Eröffnung und Erreichen einer ausreichenden Auslastung können mehrere Monate liegen. Miete, Personal, Versicherungen, Franchisegebühren und weitere laufende Kosten fallen trotzdem an. Der Kapitalbedarf sollte deshalb nicht ausschließlich die Kosten bis zum Eröffnungstag berücksichtigen.

Ein professioneller Finanzplan zeigt, wie viel Kapital tatsächlich benötigt wird, wann die einzelnen Zahlungen anfallen und wie lange die vorhandene Liquidität ausreicht. Das Existenzgründungsportal bezeichnet den Finanzplan entsprechend als Herzstück des Businessplans und nennt unter anderem Umsatz-, Kosten- und Liquiditätsplanung als zentrale Bestandteile.

Welche Bestandteile sollte der Finanzplan enthalten?

Für die Finanzierung einer Franchisegründung sollte der Finanzplan die wirtschaftliche Entwicklung der ersten Geschäftsjahre nachvollziehbar darstellen. Dazu gehört zunächst der Kapitalbedarfsplan. Er zeigt, welche Investitionen und Betriebsmittel benötigt werden und wie hoch der gesamte Finanzierungsbedarf ist. Darauf folgt die Umsatzplanung. Die geplanten Umsätze sollten möglichst anhand konkreter Mengen, Preise und Auslastungsannahmen hergeleitet werden.

In der Rentabilitätsvorschau werden den Umsätzen sämtliche betrieblichen Kosten gegenübergestellt. Dazu gehören beispielsweise Wareneinsatz, Personal, Miete, Marketing, Versicherungen und die laufenden Kosten des Franchisesystems.

Besonders wichtig ist außerdem der Liquiditätsplan. Er zeigt, wann Geld tatsächlich auf dem Geschäftskonto eingeht und wann Zahlungen geleistet werden müssen.

Wird die Gründung über Fremdkapital finanziert, müssen zusätzlich Zinsen und Tilgungen berücksichtigt werden. So lässt sich erkennen, ob das Unternehmen seinen Kapitaldienst dauerhaft leisten kann.

Können Franchisegründungen mit Förderdarlehen finanziert werden?

Grundsätzlich können auch Franchisegründungen über Förderprogramme finanziert werden. Die KfW nennt Franchising ausdrücklich als mögliche Form der Selbstständigkeit und verweist unter anderem auf den ERP-Gründerkredit StartGeld.

Der ERP-Gründerkredit StartGeld ermöglicht aktuell Finanzierungen von bis zu 200.000 Euro. Davon können bis zu 80.000 Euro für Betriebsmittel eingesetzt werden. Finanziert werden können unter anderem Investitionen, Personalkosten, Mieten, Marketing, Beratungsleistungen und Warenlager. Die KfW übernimmt 80 Prozent des Kreditrisikos des Finanzierungspartners.

Die Finanzierung wird allerdings nicht direkt bei der KfW beantragt. Der Antrag erfolgt über einen Finanzierungspartner. Die KfW weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass ein Businessplan zum Gespräch mitgebracht werden soll. Damit wird erneut deutlich: Die Zugehörigkeit zu einem etablierten Franchisesystem ersetzt den eigenen Businessplan nicht.

Was prüft die Bank bei einem Franchise-Businessplan?

Bei der Prüfung kommen letztlich mehrere Ebenen zusammen. Zunächst spielt das Franchisesystem selbst eine Rolle. Ein bereits etabliertes Konzept liefert andere Erfahrungswerte als ein völlig neues Geschäftsmodell.

Daneben steht jedoch die Gründerperson. Die Bank muss einschätzen, ob fachliche und kaufmännische Voraussetzungen vorhanden sind und ob das Vorhaben zur bisherigen Erfahrung des Gründers passt.

Hinzu kommen Standort, Marktpotenzial und Wettbewerb. Schließlich muss der Finanzplan zeigen, dass die einzelnen Annahmen zusammenpassen. Die geplanten Kundenzahlen müssen zum Standort passen, die Umsätze zu den Kapazitäten und die Kosten zur tatsächlichen Betriebsstruktur.

Besonders wichtig ist die Frage, ob genügend Liquidität vorhanden ist und der Kapitaldienst aus dem laufenden Geschäft geleistet werden kann. Auch beim Zugang zu Förderdarlehen entscheidet der Finanzierungspartner auf Grundlage einer eigenen Risikoprüfung.

Was macht einen bankenfähigen Businessplan aus?

Ein Businessplan für eine Finanzierungsanfrage muss die Geschäftsidee nicht nur beschreiben, sondern ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit nachvollziehbar darstellen. Dazu müssen Geschäftsmodell, Markt, Wettbewerb, Marketingstrategie und Gründerprofil mit einem belastbaren Finanzplan zusammengeführt werden. Welche Inhalte Banken und andere Finanzierungspartner erwarten, erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema Businessplan erstellen.

Tipp: Auch Franchisegründungen können grundsätzlich über öffentliche Förderprogramme finanziert werden. Weiterführende Informationen zu Franchising und möglichen Förderkrediten stellt die KfW auf ihrer offiziellen Internetseite zur Verfügung.

Franchise-Businessplan vom Experten prüfen lassen

Franchisegründer haben gegenüber vielen klassischen Existenzgründern einen Vorteil: Ein großer Teil des Geschäftsmodells ist bereits entwickelt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Erstellung des Businessplans nur noch aus dem Zusammenfügen vorhandener Unterlagen besteht. Im Gegenteil: Die eigentliche Arbeit liegt häufig darin, die Informationen des Franchisegebers auf das konkrete Vorhaben zu übertragen und daraus eine belastbare Planung zu entwickeln. Gerade beim Finanzplan können kleine Veränderungen erhebliche Auswirkungen haben. Eine höhere Miete, zusätzliche Mitarbeiter, eine langsamere Anlaufphase oder ein höherer Kapitalbedarf verändern Rentabilität und Liquidität.

Wer bereits Unterlagen oder Planrechnungen vom Franchisegeber erhalten hat, kann deshalb seinen Businessplan und Finanzplan professionell prüfen und für die Finanzierungsanfrage optimieren lassen. Fehlt bislang eine individuelle Planung, kann diese auf Grundlage der vorhandenen Franchiseunterlagen vollständig erstellt werden.

Unterstützung bei Businessplan, Finanzplan und Franchise-Finanzierung

Sie möchten mit einem Franchisesystem gründen und benötigen einen bankenfähigen Businessplan oder Finanzplan? Unsere Experten unterstützen Sie dabei, die Unterlagen des Franchisegebers auf Ihr konkretes Vorhaben zu übertragen, Kapitalbedarf und Wirtschaftlichkeit zu kalkulieren und geeignete Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Über unsere Beratersuche können Sie ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch anfragen.

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Fazit

Ein etabliertes Franchisesystem kann den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern. Gründer erhalten ein erprobtes Geschäftsmodell und können auf vorhandene Strukturen, Erfahrungen und Kennzahlen zurückgreifen.

Für eine Bankfinanzierung reichen allgemeine Unterlagen und Musterrechnungen des Franchisegebers jedoch nicht aus. Der Franchisenehmer bleibt selbstständiger Unternehmer und muss zeigen, dass sein konkretes Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist.

Ein bankenfähiger Franchise-Businessplan verbindet deshalb die Informationen des Franchisesystems mit der individuellen Gründerperson, dem konkreten Standort, einer regionalen Markt- und Wettbewerbsanalyse sowie einem belastbaren Finanzplan. Erst dadurch entsteht aus den Unterlagen des Franchisegebers eine Finanzierungsgrundlage für die eigene Existenzgründung.

FAQ

Brauche ich als Franchisenehmer einen eigenen Businessplan?

Ja. Auch bei einem etablierten Franchisesystem benötigt der Franchisenehmer für eine Finanzierung in der Regel einen individuellen Businessplan. Er muss zeigen, wie das Geschäftsmodell am konkreten Standort umgesetzt und wirtschaftlich betrieben werden soll.

Kann ich den Businessplan des Franchisegebers für die Bank verwenden?

Unterlagen und Musterrechnungen des Franchisegebers können als Grundlage dienen. Sie ersetzen jedoch nicht die individuelle Planung des Franchisenehmers. Standort, Kapitalbedarf, Finanzierung, persönliche Voraussetzungen sowie Umsatz- und Kostenplanung müssen auf das konkrete Vorhaben abgestimmt werden.

Was gehört in einen Franchise-Businessplan?

Ein Franchise-Businessplan sollte unter anderem die Gründerperson, das Franchisesystem, Angebot und Zielgruppe, Markt und Wettbewerb, Standort, Marketing und Vertrieb sowie Chancen und Risiken darstellen. Hinzu kommt ein individueller Finanzplan.

Was gehört in den Finanzplan einer Franchisegründung?

Der Finanzplan sollte insbesondere Kapitalbedarf, Investitionen, Umsatzplanung, laufende Kosten, Franchisegebühren, Rentabilität, Liquidität sowie Zins und Tilgung einer Finanzierung berücksichtigen.

Kann eine Franchisegründung mit dem KfW StartGeld finanziert werden?

Grundsätzlich können auch Franchisegründungen mit dem ERP-Gründerkredit StartGeld finanziert werden, sofern die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllt sind. Das Programm kann Investitionen und laufende Kosten einer Gründung finanzieren.

Wie berechne ich den Kapitalbedarf für eine Franchisegründung?

Zum Kapitalbedarf können unter anderem Eintrittsgebühr, Einrichtung, Umbauten, Maschinen, Fahrzeuge, Warenlager, Kautionen und Eröffnungsmarketing gehören. Zusätzlich sollte ausreichend Liquidität für die Anlaufphase berücksichtigt werden.

Warum muss ich den Standort im Franchise-Businessplan analysieren?

Die wirtschaftliche Entwicklung eines Franchisebetriebs kann stark vom konkreten Standort abhängen. Deshalb sollten unter anderem Zielgruppe, Einzugsgebiet, Kaufkraft, Wettbewerb und gegebenenfalls Kundenfrequenz untersucht und mit der Umsatzplanung verknüpft werden.

Kann ich meinen Franchise-Businessplan professionell erstellen lassen?

Ja. Eine professionelle Businessplan-Erstellung kann insbesondere sinnvoll sein, wenn für die Franchisegründung eine Bankfinanzierung oder ein Förderdarlehen benötigt wird. Vorhandene Unterlagen des Franchisegebers können dabei als Grundlage für den individuellen Businessplan und Finanzplan genutzt werden.

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