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Ein schwarzer Wecker steht auf einem weißen Schreibtisch.

Wer hat eine gute Geschäftsidee hat, sich selbstständig machen will, aber ALG-1-Bezieher ist, fragt sich vielleicht, welche Strategie die beste für diesen Schritt ist.

ALG-1-Bezieher können zunächst nebenberuflich selbstständig sein

Im ersten Schritt der Selbstständigkeit können kleinere Aufträge angenommen werden, ohne dass das Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) gekürzt wird – dies allerdings nur bei weniger als 15 Arbeitsstunden je Woche und einem maximalen Gewinn in Höhe von 165 Euro je Monat (Nebenverdienst). Die nebenberufliche Selbstständigkeit hat den Vorteil, dass das ALG 1 inklusive der Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung in voller Höhe weiterbezahlt wird.

Was passiert mit dem ALG 1 bei einem größeren Auftrag?

Konnte ein größerer Auftrag an Land gezogen werden, hat dieser einen Einfluss auf das ALG 1. Übersteigt der Gewinn aus diesem Auftrag den Betrag in Höhe von 165 Euro, wird dieser mit dem ALG-1-Regelsatz verrechnet. Wenn der zeitliche Umfang wöchentlich mehr als 15 Stunden beträgt, wird die ALG-1-Zahlung sogar komplett eingestellt.

Im letzteren Fall muss die Kranken- und Pflegeversicherung während dieser Zeit aus der eigenen Tasche bezahlt werden und die Altersvorsorge ist in Eigenregie vorzunehmen. Immerhin beträgt die monatliche Belastung durch die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung abhängig vom Gewinn zwischen 195 Euro und 853 Euro (Näherungswerte). (Auf die Möglichkeit der privaten Krankenversicherung wird hier nicht eingegangen.)

ALG-1 und die Strategie „Selbstständigkeit auf Zeit“

Eine Strategie für ALG-1-Bezieher, die eine Existenzgründung angehen und diese finanziellen Unwägbarkeiten umschiffen wollen, ist die „Selbstständigkeit auf Zeit“. Diese wird folgend zur Veranschaulichung schrittweise an einem konkreten Fall beschrieben:

  1. Auftrag annehmen und mit dem Auftraggeber einen bestimmten Zeitraum der Leistungserbringung vereinbaren. Dieser kann zum Beispiel 24.06. bis 07.07. sein.
  2. Veränderungsmitteilung an die Agentur für Arbeit senden und Unterbrechung des ALG-1-Bezugs wegen der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit für diesen Zeitraum mitteilen.
    Dies ist online möglich und sollte unverzüglich erfolgen.
  3. Mitteilung an die Krankenkasse senden.
  4. Auftrag erledigen.
  5. Bei Auftragsende: Online-Meldung an die Agentur für Arbeit über das Ende der selbstständigen Tätigkeit (diese meldet dies automatisch an die Krankenkasse).

Wenn die Unterbrechung der Arbeitslosigkeit nicht mehr als sechs Wochen beträgt, ist im Anschluss keine erneute Arbeitslosmeldung, also kein erneuter Antrag nötig. Eine einfache Online-Meldung, wie in Punkt 5 beschrieben, ist ausreichend.

Die Vorteile der Strategie „Selbstständigkeit auf Zeit“ für Arbeitslosengeld-1-Bezieher:

  • Weiterhin ALG-1-Bezug vor dem 24.06. und nach dem 07.07. und damit Übernahme der Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung
  • Anzahl der Tage der Unterbrechung ohne Einfluss auf ALG-1-Bezugsdauer
  • Während der „Selbstständigkeit auf Zeit“: geringere Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung aufgrund weniger Versicherungstage (Sieben Tage im Juni und sieben Tage im Juli)
  • Keine Verrechnung der Einnahmen aus der Selbstständigkeit mit dem ALG 1

Bei einem Gewinn von zum Beispiel 1.500 Euro sind folgende Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung aus der eigenen Tasche zu zahlen – bei kinderlosen Existenzgründern im Schnitt monatlich 18,8 % des Gewinns. Aufgezeigt sind in zwei Szenarien:

  1. Bei einer Unterbrechung der Arbeitslosigkeit für einen Monat:
    1.500 Euro * 18,8 % / 100 %
    = 282 Euro
  2. Bei einer Unterbrechung der Arbeitslosigkeit für 14 Tage (unser Beispiel):
    282 Euro * 14/30
    = 131,60 Euro

Durch die geschickte Wahl der Zeiträume der Leistungserbringung haben Existenzgründer nicht nur Vorteile in der finanziellen Sicherheit durch den ALG-1-Bezug vor und nach dem Auftrag, sondern auch in geringeren Beitragszahlungen für die Kranken- und Pflegeversicherung (in unserem Beispiel: 282 Euro – 131,60 Euro = 150,40 Euro).

Neben der Strategie „Selbstständigkeit auf Zeit“ können ALG-1-Bezieher eine Unternehmensgründung im Vollerwerb angehen, in dem der sogenannte Gründungszuschuss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt wird.

Unabhängig davon, welche Strategie für die Existenzgründung gewählt wird, ist es ratsam, das Thema „Businessplan erstellen“ nicht zu vernachlässigen. Bei der Gründungszuschuss-Beantragung ist dies sogar obligatorisch für den erfolgreichen Ausgang. Da hier besonders die Finanzplanung eine komplexe Materie ist – diese beinhaltet eine Umsatzplanung, eine Liquiditätsplanung sowie eine Rentabilitätsplanung – sollte eine Existenzgründungsberatung genutzt werden. Je nach persönlicher Situation kann hierfür auch eine Förderung beantragt werden. Falls der Existenzgründer über entsprechendes Know-how verfügt, können diese den selbsterstellten Businessplan prüfen lassen.

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21 thoughts on “ALG 1 & selbstständig machen: Der Trick mit der Selbstständigkeit auf Zeit

    • Hallo raWrByte, dieses Modell funktioniert auch für ALG-2-Bezieher. Sobald Sie einen Auftrag angenommen haben und sich aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben, sind Sie „Unternehmer auf Zeit“. Sobald der Auftrag beendet ist, müssen Sie sich erneut arbeitslos melden. Die Gewinne werden bei ALG-2-Empfängern allerdings bei der Ermittlung der Hilfebedürftigkeit mit berücksichtigt.
      Weitere Informationen erhalten Sie beim zuständigen Jobcenter und auf folgender Website: https://www.akademie.de/wissen/alg-ii-selbststaendigkeit.
      Viele Grüße aus der Redaktion von Deutschland startet

  1. Hallo,

    wie ist das wenn ich einen längeren Auftrag (z.B. über 3 Monate sn Land ziehe? Kann ich das trotzdem so machen (auch wenn ich mich dann wohl persönlich wieder melden muss)? Oder ab wann müsste ich die nebenberufliche Selbständigkeit zu einer hauptberuflichen ändern? Bleibt der selbe Anspruch erhalten oder wird dieser neu berechnet?

    Vielen Dank!

  2. Lässt sich der Bezug von ALG1 beliebig oft unterbrechen?
    Ist es nicht so, dass aich die freiwillige Weiterversicherung auf Antrag nur 1x unterbrechen lässt, nach dem 2.Mal kommt man nicht mehr in die Versicherung rein?

  3. Hallo, ich habe auch eine Frage.
    Mein Freund ist Selbständig und Freiwillige Arbeitslosenversicherung hat er 15 Jahre. Durch die momentane Kriese sind die geplanten Aufträge seitens der Kunden z. T. „auf Eis gelegt“ z. T gekündigt. Darum hat er seit wenigen Tagen auf Antrag eine Arbeitslosengeld-Bewilligung.

    Und nun das Problem: Das Arbeitsamt will ihn permanent auf dem Jobmarkt vermitteln. Bekannte Unternehmer sprechen ihn darauf an. Er schätzt das als extrem geschäftsschädigend an, daß er als Arbeitssuchender an andere Firmen vermittelt werden soll. Er möchte seine Firma um jeden Preis erhalten.
    Danke vorher

    • Hallo Frau Gros, da kann man leider wenig machen. Er könnte höchstens mit dem Berater der Arbeitsagentur sprechen und darum bitten, dass die Suchkriterien „ungünstiger“ gestaltet werden. Vielleicht macht hier auch der Antrag auf Gründungszuschuss Sinn. Beste Grüße aus der Redaktion von Deutschland startet

      • Hallo,Meine Frage:
        nach meiner vorherigen Angestelltentätigkeit besteht noch Anspruch auf Alg1. Nach einer fast einjährigen Pause ( Auslandsaufenthalt) kehrte ich im Jan. zu meiner Selbständigkeit, wie vor der Angestelltentätigkeit ( es waren nur 2 Jahre) zurück. Nun gelte ich als Selbständig, durch die Krise sind durch Schliessungen von Einrichtungen die kompletten Aufträge auf lange Sicht weggebrochen. ( 100%). Nun habe ich Soforthilfe beantragt, dabei die Summe von Alg1 angegeben, als staatliche Hilfe und die Soforthilfe für 3 Min bekommen ( BaWü). Jetzt bin ich aber am Zweifeln: wie stehen Alg1 und Soforthilfe zueinander? Wenn ich es genehmigt bekommen habe, darf ich es behalten?

        • Hallo Kristina, dies ist leider ein sehr spezieller Fall, bei dem sich die Sachlage später noch ändern kann. Bitte fragen Sie bei den beteiligten Stellen nach. Beste Grüße aus der Redaktion

  4. Hallo,

    ich bin seit 3,5 Jahren komplett freiberuflich tätig, zahle seitdem auch in die freiwillige Arbeitslosenversicherung ein. Nun sind durch die aktuelle Krise sämtlich Aufträge weggebrochen, ich gehe davon aus dass es frühestens im Mai weitergeht.
    Außerdem bin ich als Künstler in der KSK.
    Kann ich mich arbeitslos melden (ALG 1) und dann, sobald die erst Aufträge kommen mich für die Dauer des Auftrags selbständig auf Zeit melden? Und nach dem ersten Auftrag ggf. wieder ALG 1 beziehen, bis die Auftragslage wieder stabil ist?

    Die Corona Soforthile II habe ich leider nicht bekommen (wurde zu schnell wieder eingestellt), die jetzige Soforthilfe gilt lediglich für reine Betriebskosten.

    Danke im Voraus,
    Nicolas

    • Hallo Nicolas, normalerweise sollte dies kein Problem sein. Da ihr Fall aber durch die freiwillige Arbeitslosenversicherung ein spezieller ist, erkundigen Sie sich zur Sicherheit bei der Agentur für Arbeit. Wir würden wir sehr freuen, wenn Sie das Ergebnis uns und den anderen Lesern hier mitteilen. Beste Grüße aus Redaktion

  5. Hallo zusammen, ich habe eine Frage:

    Ich beziehe ALG I, und mache ich mich freiberuflich selbstständig. Meine Sachbearbeiterin hat mir dazu geraten, mich tage-oder wochenweise abzumelden. Das mach ich gerade auch: wenn ich einen Auftrag habe, dann melde ich mich ab und gebe meiner Krankenkasse bescheid.

    Werden gegen Ende des Jahres meine Einnahmen mit den Bezügen des ALG I verrechnet werden? Oder habe ich dadurch steuerliche Nachteile? Ich ging davon aus – nein, oder doch?
    Freunde von mir haben mich verunsichert und ich würde gern mehr Klarheit haben.

    Freue mich sehr über eine Rückmeldung.

    Herzlichen Dank.

    Beste Grüße.

    • Hallo Angela, die Einnahmen werden hier nicht mit dem ALG 1 verrechnet. Der Gewinn aus Ihrer Tätigkeit zählt als Einkommen und muss versteuert werden. Beste Grüße aus der Redaktion

  6. Hallo, wenn ich ALG1 beziehe und nebenbei selbständig als Handelsvertreterin tätig bin, das Einkommen pro Monat sehr unterschiedlich ist, aber der Gewinn am Jahresende so gering ist, dass er monatlich gerechnet unter 165€ ist, wird trotzdem abgezogen oder bekommt man die Diff. am Jahresende zurück.Z.B. Ein Monat verdiene ich 300€ , das nächste Monat nichts. Es wird ja am Jahresende eine Gewinn/VerlustRechnung gemacht. Danke schon mal im Vorraus

  7. Guten Tag,
    ich möchte eine informative Anfrage stellen. Ich denke über die Eröffnung eines Gewerbes als Nebenaktivität für Juni, Juli, August oder für einen längeren Zeitraum im Falle der Nachfrage nach Dienstleistungen nach. Zunächst einmal bräuchte ich keine Subventionen des Staates oder Kredite von den Banken. Ich möchte prüfen, ob es eine Nachfrage nach einer Dienstleistung gibt, die ich anbieten kann ,dafür verfüge ich über ein Minimum an Werkzeugen und mein Wissen, ich würde Räumlichkeiten aus anderen Werkstätten nutzen, um die Fixkosten zu minimieren und ein flexibles Geschäftsmodell zu haben. Ich kann nicht wissen, wie viel Geld die Aktivität einbringen kann, aber ich schätze, dass das Einkommen zu Beginn unter 350€ pro Monat liegen wird. Ich möchte die Unterstützung des AGB-II-Staates nicht verlieren, während ich mit der Tätigkeit beginne. Ich habe kein Problem, wenn ich in 6 Monaten einen Teil des mir vom Staat gezahlten Geldes zurückzahlen muss (wenn die Aktivität mehr als erwartet generiert). Es ist für mich sehr wichtig, die Konsequenzen der Durchführung der Aktivität zu verstehen und die Finanzierung nicht zu verlieren, um während dieser Zeit überleben zu können.
    Was ich möchte, ist nicht mit dem Jobcenter über die Durchführbarkeit meines Projekts diskutieren zu müssen, sondern es zu testen und die tatsächlichen Ergebnisse zu sehen. Wenn es eine perfekte Nachfrage gibt, wenn nicht, werde ich sicher sein, dass ich es versucht habe.
    Was ich verstehe, ist Folgendes: Um eine Aktivität zu beginnen, muss ich
    1) Ich muss das Jobcenter informieren, dass ich eine Teilzeitbeschäftigung als Selbständiger ausüben möchte ( weniger als 15 Stunden pro Woche ), um die Unterstützung für ALG II nicht zu verlieren.
    Wenn ich keine Finanzierung vom Jobcenter beantrage und die Tätigkeit als Nebenaktivität ausüben möchte, ist es einfacher, und ich werde nicht um zu viele Erklärungen gebeten werden.
    2) Als Selbständiger registrieren,die Gewebe öffnen.
    3) Wenn ich sehe, dass es nicht genug Geld einbringt und nur Problemen bereitet, schließe das Gewerbe und informiere das Jobcenter über was ich verdient habe.

    Verstehe ich richtig oder habe ich eine falsche Vorstellung?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

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