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Ausgestreckte Hände mit Geldsäcken

Existenzgründer und Jungunternehmen stehen bei der Beschaffung von Kapital immer wieder vor der Fragestellung, welche Finanzierungsart die geeignetste für das eigene Geschäftsmodell ist. Im Rahmen der Businessplan-Erstellung ist es unabdingbar, über den Rentabilitätsplan und die mögliche Hinzunahme von Eigenkapital den Fremdkapitalbedarf zu errechnen. Ist dieser festgestellt, steht als nächstes die Überlegung an, über welche Wege man an finanzielle Mittel gelangen kann und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede diese Finanzierungsmöglichkeiten haben.

Welche Formen der Finanzierung es gibt

Nicht jede Form der Finanzierung eignet sich auch für jede Existenzgründung. Für beispielsweise High-Tech-Start-ups sind andere Finanzierungsformen relevant als für auf einem seit Jahrzehnten etablierten Geschäftskonzept basierende Existenzgründungen. Die Auswahl der Finanzierungsform wirkt sich direkt auf das Wachstum und die Weiterentwicklung eines Unternehmens aus und hat sehr unterschiedliche Ausprägungen hinsichtlich der Haftung für die Gründer. Zudem können manche Finanzierungsformen Veränderungen im Mitspracherecht der bisherigen Unternehmensinhaber über die zukünftige Ausrichtung der Firma sowie die Verteilung der Gesellschaftsanteile bedeuten. Folgende Formen der Finanzierung kommen für Entrepreneure je nach Situation infrage:

Geförderte Bankdarlehen

Ein staatlich gefördertes KfW-Darlehen ist für viele Existenzgründer und Start-ups die erste Wahl bei der Suche nach Fremdkapital für den Weg in die Selbständigkeit. Diese Finanzierungsform bringt viele Vorteile mit sich:

  • attraktiver Zinssatz
  • ein bis zwei tilgungsfreie Anlaufjahre (Konzentration auf die Weiterentwicklung des Unternehmens)
  • bereits erstellter Businessplan bzw. Finanzplan kann für die Beantragung verwendet werden
  • schnelle Rückmeldung der Bank zur Finanzierung

Ein gefördertes Darlehen wird in der Regel bei folgenden Situationen abgelehnt:

  • negative Schufa-Einträge des Antragstellers
  • fehlende Qualifikation der Teammitglieder
  • kein oder nur unzureichendes Marktpotenzial der Geschäftsidee
  • zu wenig Eigenkapital vorhanden, abhängig von der Darlehenshöhe (bis 125.000 Euro sind ohne Eigenkapital möglich)

Zu beachten ist, dass die Gesellschafter – auch bei einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung als Rechtsform – privat für das Darlehen haften und für die Rückzahlung verantwortlich sind. Besonders geeignet ist diese Form der Finanzierung für etablierte Geschäftsmodelle wie z. B. Produktion, Handwerk, Beratung, Handel, Kfz-Werkstatt, Softwareprogrammierung, E-Commerce, Einzelhandel und Gastronomie.

Fördermittel

Förderungen und Zuschüsse sind bei einer Unternehmensgründung besonders beliebt und können oftmals zumindest einen Teil einer Finanzierungsstrategie darstellen. Es gibt Institutionen auf Ebene der Bundesländer und teils der Kommunen, die Fördermittel in Form von Zuschüssen anbieten. Diese sind zum Beispiel:

  • Gründerstipendien, auf die man sich bei den Handelskammern bewerben kann
  • Stipendien bei Gründungen im wissenschaftlich-universitären Kontext über das EXIST-Programm
  • Rund 3.000 deutschlandweite Förderprogramme (Bewerbung mittels Businessplan)

Business Angels

Von einem Business Angel erhält man in der Regel Beteiligungskapital sowie Branchen-Know-how und Netzwerkkontakte in der Zielbranche. Business Angels unterstützen ein Start-up oder Gründerteam in der Regel in einer frühen Phase, in der ggf. noch keine Umsätze erzielt wurden. Diese beschränkt sich dabei nicht alleine auf die Bereitstellung von finanziellen Mitteln, meist handelt es sich bei Business Angels um erfahrene Unternehmer und Berater, die den Start-ups auch Netzwerke an Kontakten in der Branche sowie das Know-how im strategischen Ausbau eines Unternehmens zur Verfügung stellen.

Das Interesse eines Business Angels ist, eine Beteiligung am Unternehmen zu erhalten, über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren intensiv an der Wertentwicklung der Firma zu arbeiten und finanziell von einem Exit (Verkauf des Unternehmens) zu profitieren. In der Regel bringt die Teilhaberschaft eines Business Angels daher keine laufenden Kosten mit sich, im übertragenen Sinne entsteht eine Art Kosten durch die Abgabe der Geschäftsanteile. Wenn ein Unternehmen beispielsweise für 2 Millionen Euro verkauft wird und der Business Angel 20 % Anteile der Gesellschaft hält, stehen dem Rest der Gesellschafter nicht die 2 Millionen, sondern nur noch 1,6 Millionen zu.

Business Angels sind am besten geeignet für:

  • riskante, aber chancenreiche und skalierbare Gründungsvorhaben
  • Geschäftsmodelle insbesondere im Tech-/Medizin-/Ingenieurs-Umfeld
  • Branchen, in denen der Business Angel nachweislich über Know-how verfügt, durch ein eigenes zurückliegendes Angestelltenverhältnis oder erfolgreich begleitete Gründungen und Exits
  • Finanzierungsvorhaben bevorzugt im sechsstelligen Bereich
  • für Gründerteams, die weniger als 25,1 % Anteile abgeben möchten

Venture Capital-Gesellschaften

Venture Capital-Investoren sind meistens im Entwicklungszyklus eines Start-ups erst zu einem späteren Zeitpunkt bereit, finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen und dafür Gesellschaftsanteile zu erhalten. Dafür sind die Summen, die ein Unternehmen erhalten kann, fast immer höher als bei Business Angels – sie können im höheren Millionenbereich liegen. Dabei sind Venture Capital-Investoren nicht immer zwangsläufig natürliche Personen, eine solche Finanzierungsform kann auch über Fonds abgebildet werden. Nicht selten beteiligen sich auch mehrere Venture Capital-Gesellschaften im Rahmen einer Finanzierungsrunde an einem Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial. Diese Gesellschaften möchten ebenso wie Business Angels im großen Rahmen vom Exit des Start-ups profitieren, darüber hinaus werden oftmals auch Vereinbarungen für Umsatzbeteiligungen getroffen oder Zinskosten vereinbart.

Venture Capital-Investoren sind am besten geeignet für:

  • sehr riskante, aber überdurchschnittlich chancenreiche und skalierbare Geschäftsmodelle
  • Projekte insbesondere im Tech-Umfeld
  • Investitionen im (höheren) Millionenbereich
  • Gründerteams, die bereit sind, mehr als 25,1% ihrer Anteile abzugeben

Die bisherigen Inhaber des Start-ups sollten sich bewusst sein, bei einer Hinzunahme von Risikokapitel-Gesellschaften regelmäßige Reportings abliefern zu müssen, da verbunden mit der Höhe der Investition ein sehr enges Monitoring als selbstverständlich gilt. Die Chancen einer so hohen Finanzierung sind abhängig vom Marktpotenzial natürlich sehr groß, bei einer Abweichung von den Planzahlen kann die Abhängigkeit von den Venture Capital-Gesellschaften auch entsprechenden Nachteile mit sich bringen.

Crowdfunding

Unter Crowdfunding versteht man die Finanzierung durch viele kleinere Investoren, die meistens privater Natur sind und sich über entsprechende Onlineplattformen an einem Unternehmen beteiligen. Die Vorbereitung einer Crowdfunding-Kampagne kostet zwar viel Mühe und Zeit, da im Rahmen der Marketingstrategie eine begleitende Werbekampagne geplant und umgesetzt werden muss. Man sollte sich nicht alleine auf die Reichweite der Plattform verlassen, über die das Crowdfunding abgewickelt wird, sondern sollte selber über Social Media, Blogbeiträge oder Anzeigen in Suchmaschinen für viel Aufmerksamkeit sorgen und eine möglichst große Anzahl an Unterstützern für sich gewinnen.

Crowdfunding eignet sich besonders für:

  • Existenzgründungen, bei denen kaum Sicherheiten gestellt werden können und daher keine Bank oder ein anderer potenzieller Kapitalgeber mit einsteigt.
  • Vorhaben, für die es eine „Crowd“ (Gruppe von Menschen) gibt, die an der Realisierung des Projekts großes Interesse haben. So wären z. B. Allergiker bereit, in eine Produktentwicklung zu investieren, wenn dieses in der Produktion eines Lebensmittels ohne den eine Allergie auslösenden Inhaltsstoff auskommt, da sie auch im Alltag davon profitieren würden
  • fast jede Höhe eines Finanzierungsvolumens

Ein weiterer Vorteil einer Crowdfunding-Kampagne ist der Werbeeffekt. Selbst wenn die Finanzierung am Ende der Kampagne nicht vollständig zu Stande kommt, nehmen die Zugriffszahlen und Downloads z. B. bei einem Portal oder einer App während der Kampagnenlaufzeit deutlich zu. Hierdurch können sich auch wieder andere Formen der Finanzierung oder Beteiligung ergeben.

Die passendste Art der Finanzierung muss individuell analysiert werden

Es gilt daher, verschiedene Parameter des eigenen Geschäftsmodells und auch der persönlichen Vorlieben des Gründers oder des Gründerteams zu analysieren und beispielswiese im Rahmen der Businessplan-Erstellung zusammenzutragen. Von der Höhe des Kapitalbedarfs über die mögliche Einbringung von Sicherheiten (z. B. Eigenkapital) sowie der Haltung, Gesellschaftsanteile abgeben zu wollen oder nicht, hängt u. a. die Auswahl der passenden Finanzierungsform ab. Wichtig ist dabei, diesen Prozess mit entsprechender Vorlaufzeit sorgfältig zu planen und anzugehen, da die Auswahl des richtigen Finanzierungspartners maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung von Geschäftsideen und eines Start-ups beiträgt.

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