Telefon E-Mail Beratersuche
X
Bundesweites kostenloses Experten-Telefon

Mo-Fr 08:00-22:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr
So 13:00-19:00 Uhr

24h Rückruf-Service
100% Free Call

X
X
Deutschland Startet - Die Initiative für Existenzgründer
Der Fördercheck

Sie erhalten staatliche Zuschüsse für Ihre Existenzgründung oder für Ihr Unternehmen.

Überprüfen Sie hier kostenlos Ihre Förderfähigkeit.

Machen Sie den kostenlosen Fördercheck!
FÖRDERCHECK

Überprüfen Sie hier kostenlos und unverbindlich, wie Sie durch staatliche Fördermittel Ihre Existenzgründung oder Ihre bereits bestehende Selbstständigkeit optimieren können.

Direkte Auskunft auch über unsere kostenlose Experten-Hotline 0800 / 58 95 505.





DatenschutzIhre Daten sind sicher nach
§4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

Bundesfinanzhof verschärft Steuerregeln für Arbeitnehmer

Die vom Bundesfinanzhof seit Jahrzehnten aufrechterhaltene Rechtsprechung für die private Nutzung von Dienstwagen durch Arbeitnehmer ist anhand von vier Urteilen (BFH, Urteile v. 21.3.2013, Az. VI R 31/10, VI R 46/11 und VI R 42/12 und Urteil v. 18.4.2013, Az. VI R 23/12) erneuert worden.

Bisher nahm das Finanzamt an, dass ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen auch tatsächlich privat nutzt, wenn ihm dies vom Arbeitgeber gestattet wird. Folglich musste ein akribisches Fahrtenbuch geführt werden. Bewertete das Finanzamt dieses als unvollständig, wurde die 1%-Regelung auf den Arbeitnehmer angewendet, bei der dieser – unabhängig davon, ob er 10 oder 60% der Fahrten mit dem Dienstwagen privat getätigt hat – einen geldwerten Vorteil (die private Nutzung eines Dienstwagens ist Teil der Arbeitsentlohnung) an Steuern zahlen musste.

Der Arbeitnehmer hatte die Möglichkeit, sogenannte Gegen-Anscheinsbeweise aufzuführen, um eine private Nutzung des Dienstwagens zu widerlegen. Dieser war beispielswiese durch den Nachweis, dass der Fahrzeugschlüssel nach Feierabend abzugeben war, dass Privatfahrten laut Arbeitsvertrag verboten waren oder dadurch, dass der Arbeitnehmer über einen mindestens gleichwertigen Privatwagen verfügte, erbracht.

Das aktuelle Urteil erlaubt nur noch einen dieser Gegen-Anscheinbeweise: Allein das Nutzungsverbot für Privatfahrten hat seine Gültigkeit behalten. Es gelten die folgenden Regeln, wenn ein Arbeitgeber – zu diesen gehören auch GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer – dem Arbeitnehmer einen Dienstwagen ebenfalls zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt:

Wenn

  • ein Fahrtenbuch und kein Verbot der privaten Nutzung des Dienstwagens vorliegt, wird eine Privatnutzung unterstellt und der Arbeitnehmer muss einen geldwerten Vorteil (1%-Regel) versteuern, auch wenn er den Wagen nur dienstlich nutzt.
  • ein Privatnutzungsverbot vorliegt und dieses vom Arbeitgeber nicht überwacht wird, darf das Finanzamt keine automatische Privatnutzung unterstellen und es ist kein geldwerter Vorteil vom Arbeitnehmer zu versteuern.
  • ein GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer seinen Dienstwagen trotz Verbot privat nutzt, liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor. Lohnsteuerliche Konsequenzen erfolgen nicht.

Vorteile durch die neue Rechtsprechung erhalten

  • Gesellschafter-Geschäftsführer und deren ebenfalls im Betrieb beschäftigten Familienangehörigen. Vor der Rechtsprechung vermutete das Finanzamt bei diesen vermehrt potentielle Verstöße gegen das private Nutzungsverbot des Dienstwagens. Jetzt werden sie wie alle anderen Mitarbeiter behandelt und müssen keine zusätzlichen Nachweise für eine private Nichtnutzung mehr vorlegen.

Nachteile durch die neue Rechtsprechung erhalten

  • Arbeitnehmer, die ihren Dienstwagen nicht privat fahren, obwohl sie es dürften. Für vergangene Jahre müssen sie Steuern nachzahlen, insofern der Steuerbescheid diesbezüglich noch offen ist.
  • diejenigen „Schummler“, die den Dienstwagen steuerfrei privat nutzen wollen.

Comments are closed.

Gründerwissen

Gründerwissen:

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist komplex. Sie möchten daher einen speziellen Begriff nachschlagen? - Mit unserem Glossar kein Problem: Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe dieses Fachgebietes übersichtlich sortiert und in verständlichen Worten erklärt.

>> Auf zum Lexikon für Gründer!

Letzter Gründerwissen-Beitrag: BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen

Kostenlose telefonische Erstberatung

Holen Sie sich Unterstützung von einem zertifizierten Gründungsberater, mit dem Sie die Förderprogramme beantragen. Wir suchen für Sie den passenden Berater in Ihrer Region.

>> Berater finden