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Ein Mann hält eine Kameralinse in der Hand

Die Auswirkungen der Maßnahmen der Corona-Pandemie prägten das Jahr 2020. Sowohl Einschränkungen im privaten Leben als auch die Maßnahmen für Unternehmen, wie zum Beispiel die Homeoffice-Pflicht, waren die bestimmenden Themen der letzten 12 Monate. Die einschneidenden Veränderungen des öffentlichen Lebens gingen auch an der Existenzgründerszene nicht spurlos vorbei. Im Jahr 2020 erfasste das Institut für Mittelstandsforschung rund 9,7 % weniger Gründungen als noch im Vorjahr.

Dieser Trend ist allerdings nicht nur durch die Corona-Pandemie getrieben. Bereits in den Vorjahren konnte eine stetige Abnahme der Existenzgründungen in Deutschland festgestellt werden. Allerdings lässt sich festhalten, dass sich der Trend zum selbstständig machen im Zuge der Pandemie deutlich verstärkt hat. Während im Vergleich von 2019 zu 2018 ein Rückgang der Gründungen von nur 0,2 % im Jahresvergleich 2018 zu 2017 mit rund -3,6 % dokumentiert wurde, ist der Rückgang im vergangenen Jahr doch deutlich stärker ausgefallen. Ein direkter Zusammenhang mit den Auswirkungen der Pandemie kann demnach angenommen werden.

Allerdings sind nicht alle Branchen gleichermaßen betroffen. Es zeigt sich, dass die Gründungen in den Freien Berufen deutlich weniger abnahmen (-5,6 %) als Neugründungen im gewerblichen Bereich (-11,7 %). Auch diese Entwicklung setzt einen langjährigen Trend fort. Seit einigen Jahren lässt sich eine Verschiebung der Struktur der Tätigkeitsbereiche zugunsten der nichtgewerblichen Tätigkeiten feststellen. Der Strukturwandel zu einer Wirtschaft mit wissensbasierten Dienstleistungen setzt sich somit weiter fort. Auch die pandemieverursachten Marktbeschränkungen konnten diese Entwicklung nicht aufhalten.

Auch wenn denn die Neugründungen in den gewerblichen Branchen stärker zurückgingen als in anderen Bereichen, gibt es jedoch auch Branchen die sich entgegengesetzt zum Trend entwickelt haben. Die Zahl der Neugründungen im Bereich der Land-, Forst- und Fischwirtschaft stiegen im vergangenen Jahr deutlich um 8,4 %. Auch im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens wurde ein deutliches Plus der Neugründungen festgestellt, während hingegen beispielsweise die Gründungstätigkeit in der Baubranche erheblich zurückging.

Ein weiterer positiver Effekt lässt sich im Anteil der Gründungen von Frauen feststellen. Sowohl im Bereich der freiberuflichen Tätigkeiten als auch im gewerblichen Umfeld stieg Anzahl der Gründungen von Frauen an. Während der Anteil in den Freien Berufen nur leicht von 52,6 % im Jahr 2019 auf 52,8 % in 2020 anstieg, erhöhte sich die Quote in den gewerblichen Unternehmensgründungen deutlich stärker von 29,4 % auf 30,7 %.

Es lässt sich also festhalten, dass vor allem konjunkturelle Unsicherheiten im Zuge der Pandemie einen deutlichen Einfluss auf das Thema Existenzgründung in Deutschland gewonnen haben. Während diese Sorgen in den vorangegangenen Jahren immer weiter an Bedeutung verloren hatten, stellen sie nun wieder eine deutliche Eintrittsbarriere dar. Vor allem kapitalintensive Vorhaben wurden zurückgestellt oder werden gar nicht mehr verfolgt. Besonders Chancengründungen (Definition: Unternehmensgründung zur Ausnutzung einer attraktiven Geschäftsgelegenheit) sind davon stark betroffen. Notgründungen hingegen sind von dieser Entwicklung weniger betroffen. Notgründungen beschreiben Gründungsvorhaben, die umgesetzt werden, wenn sich keine bessere Erwerbsalternative zum Beispiel ein neues Angestelltenverhältnis für den potenziellen Gründer ergibt.

Gleichzeitig ergeben sich aus der Pandemie auch erhebliche Chancen. Der Trend zu innovativen, wachstumsorientierten und vor allem digitalen Gründungen ist ungebrochen. Hierfür sind z.B. folgende Argumente aufzuführen:

  • Veränderung von kompletten Märkten
  • Neue Anforderungen an die Arbeitsplatzgestaltung
  • Veränderte Anforderungen an die Ansprache von Kunden, z. B. durch Onlinemarketing (Marketingstrategie)
  • Kontaktbeschränkungen, die dauerhaft eingehalten werden müssen

Die teilweise dringend erforderliche Notwendigkeit der Neuausrichtung des Produktportfolios bietet ebenfalls enorme Möglichkeiten für neue Produkte, Services und Dienstleistungen und ermöglicht somit jungen Unternehmen, sich schnell und gleichzeitig nachhaltig am Markt zu etablieren. Während entsprechende Gründungen in der Vergangenheit aufgrund von verschiedenen Eintrittsbarrieren häufig zunächst im Nebenerwerb realisiert wurden, holt der Anteil der Vollerwerbsgründungen weiter auf.

Festzuhalten ist also, dass die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen für sämtliche Lebensbereiche zwar eine enorme gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderung darstellen, sich aus ihr allerdings auch Chancen für Gründerinnen und Gründer ergeben. Einige Branche sind weniger von den Einschränkungen betroffen oder benötigen gerade aufgrund der veränderten Situation neue Produkte und Dienstleitungen. Dies bietet für Gründer die Möglichkeit neue Märkte zu erschließen und sich schnell zu etablieren. Ebenso ist eine grundsätzliche Verschiebung zur erhöhten Nutzung digitaler Services zu erwarten, wodurch sich auch langfristig große Chancen für Existenzgründer bieten.

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