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Aufnahme von zwei Beinen, die in Bewegung sind.

Jährlich erleiden rund 270.000 Personen in Deutschland einen Schlaganfall. Nach diesem ist nichts mehr, wie es einmal war. Viele dieser Patienten tragen schwere körperliche Einschränkungen davon und müssen erneut laufen lernen. Jedoch sind nicht nur Erwachsene von einem Schlaganfall-Risiko betroffen, auch Kinder kann es treffen. So wie Dindia. Diese erlitt bereits im Mutterleib einen Schlaganfall und kam halbseitig gelähmt zur Welt. Laufen konnte sie höchstens 200 Meter am Stück. Ihre Mutter wollte dies nicht hinnehmen und entwickelte ein bahnbrechendes Gerät, das ihrer Tochter das Laufen wieder lehren sollte. Wie dieses Gerät genau funktioniert und was die Gründerin von Ihrem Auftritt bei der TV Show „Die Höhle der Löwen“ mitgenommen hat, lesen Sie im Interview.

Hallo Frau Vonnemann, können Sie Ihre Geschäftsidee „Remod“ kurz vorstellen?

Unser Start-up „Remod“ hat ein gleichnamiges tragbares künstliches Gleichgewichtsorgan entwickelt, das Menschen mit neurologisch bedingten Gehproblemen hilft, eine gerade Haltung und einen korrekten Gang zu erlernen.

Das Gerät verlagert Sinneswahrnehmungen, die der gelähmte oder anderweitig gehbehinderte Patient nicht wahrnehmen kann, auf Körperareale, deren Sensorik nicht von der Behinderung betroffen sind. Somit kann es Patienten mit zum Beispiel einer Hemiparese (Halbseitenlähmung), Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung) oder anderen neurologisch bedingten Haltungsproblemen helfen, erneut laufen zu lernen.

Unser Gerät misst die Körperhaltung und -bewegungen. In Echtzeit wird dem Patienten mittels elektrotaktiler Signale mitgeteilt, ob und wann dieser eine schlechte Körperhaltung einnimmt.

Wie sind Sie auf diese Geschäftsidee gekommen?

Mit der Entwicklung unseres elektronischen Gleichgewichtsorgans wollte ich meiner halbseitig gelähmten, heute 28-jährigen Tochter Dindia helfen, einen Teil ihrer Gehfähigkeit zurück zu erlangen.

Wie sah Ihr Alltag vor der Unternehmensgründung aus?

Es hat sich nicht viel an unserem Alltag verändert. Wir haben früher häufig an Dindias Gangbild gearbeitet und tun es auch heute noch. Ich habe damals schon meinen eigentlichen Beruf ausgeübt, dem ich heute immer noch – trotz Existenzgründung – nachgehe. Natürlich gibt es aktuell viel zu tun, aber es macht auch Spaß.

Wie lange hat die Planung und Umsetzung von „Remod“ gedauert?

Uns stand immer nur sehr wenig Geld zur Verfügung. Ohne großes Budget dauert die Entwicklung solcher Produkte, die ohnehin schon lange dauern, noch ein ganzes Stück länger. Ich habe den ersten Prototypen 2005 gebaut. Diesen konnten wir mit Hilfe der TU Berlin von 2008 bis 2013 verbessern. Seit diesem Jahr haben wir nun den marktreifen Prototypen. Nun können wir endlich starten. Der Weg dorthin war jedoch lang und voller Steine.

Was waren Ihre größten Herausforderungen bei der Existenzgründung?

Außer der ständigen Geldnot hatten wir zudem mit zahlreichen bürokratischen Hürden zu kämpfen.

Haben Sie an Gründerwettbewerben teilgenommen?

Ja, haben wir. 2014 erhielt unser Start-up ein EXIST-Gründerstipendium sowie ein Stipendium des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Prototypenentwicklung. Zudem haben wir 2014 den ersten Platz im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg in der Kategorie „Business Model Canvas“ und 2015 den ersten Platz in der Kategorie Businessplan belegt. 2017 erhielten wir eine EU-Förderung im Rahmen des „Calls Horizon 2020“ (erste Phase). Vor ein paar Tagen habe ich zudem den „Zugabe-Preis 60 Plus“ der Körber Stiftung erhalten.

Was hat sich nach der Teilnahme an der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ für Sie geändert?

Seit der „Höhle der Löwen“ haben wir endlich die Möglichkeit, schneller voranzukommen. Wir müssen nicht mehr jeden Cent vier Mal umdrehen, sondern nur noch zwei Mal. Die beiden Investoren unterstützen uns nicht nur finanziell, sondern auch ausgiebig dabei, wie wir unser Business aufbauen können. Zudem geben sie uns die Freiheit, die wir brauchen.

Haben Sie einen Businessplan erstellt?

Wir haben schon viele Businesspläne geschrieben, vorgestellt, wieder verworfen und nochmal geschrieben – und jedes Mal wird man besser.

Haben Sie Fremdkapital für die Existenzgründung beansprucht?

Bis jetzt haben wir alles mit den Preisgeldern und unseren eigenen Geldern finanziert. Fremdkapital erhielten wir durch die „Höhle der Löwen“.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wir bald an den Markt gehen und vielen Menschen helfen können.

Haben Sie spezielle Tipps für Existenzgründer?

Biss haben, nicht aufgeben, weitermachen und weiter träumen!

Zur Website von Remod (externer Link)

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