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Männer und Frauen sitzen mit Laptops an einem Tisch.

Die Total Early-Stage Entrepreneurial Activity (TEA-Quote), die den Anteil der Personen repräsentiert, die in Deutschland in einer frühen Phase unternehmerische Aktivitäten unternehmen, hat im Jahr 2022 einen bemerkenswerten Anstieg auf 9,1 % verzeichnet. Dies stellt einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den 6,9 % im Vorjahr dar und markiert den bisherigen Höchststand seit dem Beginn der jährlichen Erhebungen durch den Global Entrepreneurship Monitor (externer Link) im Jahr 1999.

Trotz des allgemeinen Anstiegs der Gründungsaktivitäten bleibt jedoch eine Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bestehen. Denn die Gründungsaktivitäten von Existenzgründerinnen sind nach wie vor niedriger als die von ihren männlichen Mitstreitern. Weitere interessante Punkte aus dem aktuellen Länderbericht Global Entrepreneurship Monitor (GEM), die das Gründungsverhalten von Existenzgründerinnen betreffen, haben wir zusammengefasst.

Existenzgründerinnen-Quote erreicht 2022 Höchstwert

In der deutschen Gründungsszene sind Existenzgründerinnen, ähnlich wie in anderen hoch entwickelten Ländern, nach wie vor unterrepräsentiert. Diese Tatsache bestätigen auch andere Quellen wie beispielsweise der KfW-Gründungsmonitor und der Female Entrepreneurship Monitor.

Über den gesamten Untersuchungszeitraum des GEM hinweg zeigt sich eine durchgängige Differenz in der TEA-Quote zwischen Existenzgründerinnen und Existenzgründern. Dennoch erreichte die TEA-Gründungsquote von Frauen im Jahr 2022 mit 7,1 % ihren bisherigen Höchstwert seit Start der GEM-Erhebungen, sie liegt jedoch weiterhin deutlich unter der TEA-Quote der männlichen Gründer (11,0 %). Man könnte sagen, dass rund 40 % der Unternehmensgründungen auf Frauen entfallen, während der männliche Anteil bei 60 % liegt. Trotz des generellen Anstiegs der TEA-Quote im Jahr 2022 ist festzustellen, dass dieser hauptsächlich auf das verstärkte Wachstum der männlichen Gründungen zurückzuführen ist.

Im Laufe der Zeit haben sich die Gründungsquoten von Männern und Existenzgründerinnen angenähert. Ursprünglich lag das Verhältnis der Gründungsquote von Männern zu Frauen über 2. In den Krisenjahren 2008 und 2009 reduzierte es sich auf etwa 1,2 und erreichte 2019 mit 1,15 den niedrigsten Stand. Jedoch haben die letzten Jahre mit steigenden TEA-Quoten das Verhältnis wieder auf über 1,5 steigen lassen.

Diese Erkenntnisse lassen auf eine höhere Stabilität der Gründungsquote bei Existenzgründerinnen im Vergleich zu Männern schließen. Männer scheinen stärker von einer positiven Wirtschaftslage zur Existenzgründung motivierter zu sein als Frauen. Während der Corona-Pandemie war der Rückgang der Gründungsaktivität bei Frauen ebenfalls geringer, was auf weniger konjunkturelle Schwankungen hindeutet. Die Studienmacher vermuten, dass unterschiedliche Wahrnehmungen von Chancen und Risiken möglicherweise die Ursache für diese Unterschiede in den Gründungsentscheidungen von Frauen und Männern sind.

Existenzgründerinnen im internationalen Vergleich: Deutschland im Mittelfeld

Wenn es um die Platzierung der Länder geht, lässt sich sagen, dass Deutschland 2022 im internationalen Vergleich (Ländern mit hohem Einkommen) bei der TEA-Quote für Frauen und Männer im Mittelfeld liegt. Die Werte entsprechen denen von Frankreich und Schweden und liegen leicht über denen der Schweiz und Österreich. Im Vergleich zum letzten Jahr vor der Pandemie 2019 hat Deutschland allerdings ein paar Plätze gutgemacht. Geringere Geschlechtsunterschiede zeigen sich hingegen in Spanien, den USA und Kanada, während Japan und Zypern größere Unterschiede als Deutschland aufweisen.

Unter den 49 GEM-Ländern befindet sich Deutschland jedoch im unteren Drittel, wenn es um das Verhältnis der TEA-Quote von Gründerinnen im Vergleich zur TEA-Quote von Gründern geht. In dieser Hinsicht liegt Deutschland weit hinter Ländern wie Ägypten oder Japan zurück und befindet sich auf einem vergleichbaren Niveau mit Schweden und Frankreich.

Migrantische Existenzgründerinnen machen sich häufiger selbstständig

Ein anderer spannender Punkt des GEM ist, dass die TEA-Quote bei Frauen, die nicht in Deutschland geboren sind, beziehungsweise bei Frauen mit Einwanderungsgeschichte ungefähr doppelt so hoch ist wie bei einheimischen Existenzgründerinnen – annähernd auf dem Niveau migrantischer Gründer. 

Existenzgründerinnen sind in der Gruppe der 45- bis 54-Jährigen in der Mehrheit

Eine weitere interessante Erkenntnis zeigt sich bei der Analyse der Altersverteilung: Es kann gesagt werden, dass sich der Anteil von Existenzgründerinnen recht gleichmäßig über verschiedene Altersgruppen hinweg verteilt. In der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen sind Frauen sogar leicht in der Überzahl. Hingegen zeigt sich in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen mit einem Anteil von unter 30 % an Existenzgründerinnen eine deutliche Abweichung vom durchschnittlichen Verhältnis (etwa 60 % Männer und etwa 40 % Frauen).

Existenzgründerinnen setzen auf den Einstieg im Nebenerwerb

Auch der Bereich Voll- und Nebenerwerb wurde untersucht. Dabei zeigen die neuesten Daten interessante Ergebnisse. So entscheiden sich etwa 60 % der weiblichen TEA-Existenzgründerinnen für eine Selbstständigkeit im Nebenerwerb, während knapp 40 % im Vollerwerb tätig sind. Bei männlichen Gründern ist dieses Verhältnis nahezu umgekehrt: ca. 65 % im Vollerwerb und rund 35 % im Nebenerwerb.

Besonders interessant ist die Dynamik zwischen „Nascent Entrepreneurs“ (Gründer in der Anfangsphase) und „Young Entrepreneurs“ (junge Unternehmer). Männliche TEA-Gründer weisen von der Anfangs- bis zur Jungunternehmerphase nur einen geringen Unterschied im Vollerwerbsanteil auf – etwa 64 % gegenüber 68 %, die beide nahe am Gesamtwert liegen.

Im Gegensatz dazu zeigt die Gruppe der weiblichen TEA-Existenzgründerinnen einen bemerkenswerten Anstieg derjenigen, die im Vollerwerb gründen, von 34 % bei den Anfängern auf 54 % bei den jungen Unternehmern.

Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass Existenzgründerinnen möglicherweise größeren Wert auf die Sicherheit des geschäftlichen Erfolgs legen, bevor sie sich für eine Vollzeitselbstständigkeit entscheiden.

Handlungsempfehlungen für die Förderung von Existenzgründerinnen

Die Teilnahme von Existenzgründerinnen am Gründungsgeschehen ist sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich von großer Bedeutung. Daher geben die Studienmacher zum Schluss Handlungsempfehlungen, um Existenzgründerinnen zu fördern.

Hierbei verweisen sie auf den Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ aus der Start-up-Strategie der Bundesregierung. Dieser Plan enthält rund 50 Maßnahmen, um die Gründungsaktivitäten von Frauen zu steigern, darunter verbesserte Zugänge zu Kapital und eine bessere Work-Life-Balance.

Weiterhin könnte im Kontext höherer Gründungsquoten bei migrantischen Frauen die Diversitätsförderung wichtige Lehren liefern. Zusätzlich verweisen die Autoren auf gezielte Programme wie „EXIST Women“ im Hochschulbereich, um die Gründungsaktivität junger Frauen zu unterstützen. Auch könnte die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit eine vielversprechende Möglichkeit sein, Gründungen von Frauen zu fördern.

Unterstützung für Existenzgründerinnen durch eine Existenzgründungsberatung

Neben finanzieller Unterstützung und verbesserten Rahmenbedingungen spielt professionelle Beratung auf dem Weg in die Selbstständigkeit eine zentrale Rolle für Existenzgründerinnen. Ein Berater bringt wertvolles Fachwissen, Orientierung und Hilfe mit – sei es während der Planungsphase oder nach der Unternehmensgründung. Sie können bei der Businessplan-Erstellung, der Optimierung von Finanzierungsstrategien, der Vermittlung wichtiger Kontakte, der Unterstützung bei Förderanträgen und der Bereitstellung von Ressourcen unterstützen.

Die Inanspruchnahme von Beratung erhöht die Erfolgsaussichten von Existenzgründerinnen und hilft ihnen dabei, Herausforderungen bei der Gründung zu meistern. Zudem müssen die Kosten nicht selbst getragen werden, da staatliche Fördermittel dafür genutzt werden können. Diese können bis zu 80 % der Kosten abdecken.

Erfahren Sie jetzt mehr über mögliche Förderungen für Ihr Vorhaben, indem Sie unseren kostenfreien Fördermittelcheck nutzen.

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