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Viele Menschen sitzen in einem Büro.

Wird eine Existenzgründung und die Einstellung von neuen Mitarbeitern geplant, müssen sich Existenzgründer über zusätzliche Büroräumlichkeiten Gedanken machen. Diese Problematik ist häufig nicht zu unterschätzen, da viele Fragen zunächst geklärt werden müssen, wie z. B.: „Sollen alle Mitarbeiter gemeinsam in einem Großraumbüro sitzen oder allein bzw. höchstens in kleinen Gruppen in Einzelbüros?“. Keine triviale Frage, sondern eine, die unmittelbar mit Arbeitseffektivität und auch allgemeiner Stimmungslage verknüpft ist. Der folgende Artikel vergleicht die beiden Varianten anhand der wichtigsten Maßstäbe.

Benötigte Fläche

Jeder Büromitarbeiter benötigt eine bestimmte Fläche. Gesetzliches Mindestmaß sind acht Quadratmeter (externer PDF-Link) für einen Arbeitsplatz plus sechs für jeden weiteren. Davon abgehend muss man jedoch das große Ganze betrachten.

In Sachen benötigter Gesamtfläche liegt das Großraumbüro im Vergleich zu den Einzelbüros vorne. Es gibt kaum Immobilien, die so aufgeteilt sind, dass jedes Büro nur die gesetzliche Mindestfläche aufweist. Ergo muss für die Einrichtung von Einzelbüros für eine beliebige Zahl von Mitarbeitern eine größere Immobilie angemietet werden. Im Großraumbüro dagegen können die Mitarbeiter an Einzeltischen verteilt in einem Raum sitzen, was Platz spart.

Kommunikation

Das Büroleben ist darauf angewiesen, dass Mitarbeiter kommunizieren. Vieles davon läuft auf einer vergleichsweise niedrigschwelligen Ebene: „Wie heißt nochmal der Kunde aus Köln mit dem knallroten Sprinter?“, „Wer hat den Tacker?“.

In einem Haus, in dem die Mitarbeiter in einzelnen Büros sitzen, wird eine derartige „Low-Level-Kommunikation“ zwar nicht stark erschwert, aber zumindest behindert. Im Großraumbüro muss man nur halblaut fragen, in Einzelbüros dagegen gibt es zusätzlich andere Kommunikationswege, z. B. per Telefon oder persönlicher Besuch im anderen Büro.

Diese Methoden sind jedoch vor allem bei der Kommunikation mit spezifischen Personen hinderlich, da diese in einem anderen Raum sitzen.

Ablenkungsfaktoren

Wenn sich Kommunikation lediglich auf betriebliche Belange bezieht, geht das Großraumbüro als Sieger hervor. Allerdings: Kommunikation bedeutet immer auch einen weiteren Geräusch-Mosaikstein. Und an diesem Punkt wird es kritisch, da verschiedene Ablenkungsfaktoren vorprogrammiert sind. Diese können sein:

  • (Telefon-)Gespräche
  • Tastaturgeklapper
  • Menschliche Geräusche (z. B. Husten und Räuspern)
  • Papier-Geraschel
  • EDV-Geräusche (z. B. Drucker und Lüfter)

Das mag für sich genommen nicht viel sein. Und im Einzelbüro verhallt es weitestgehend. Im Großraumbüro hingegen können sich diese Geräusche aufaddieren und zu einem regelrechten Stakkato werden.

Zwar kann man die Geräuschbelastung etwas vermindern (externer Link), dennoch wird ein Großraumbüro immer inhärent lauter sein und deshalb mehr Ablenkungsfaktoren bieten.

Luftqualität und Raumtemperatur

Die eine Kollegin hatte eine Mahlzeit mit hohem Knoblauch-Anteil, beim anderen Mitarbeiter hat das Deo versagt, dafür hat es eine dritte Kollegin mit dem Parfüm zu gut gemeint.

Wenn sich mehrere Menschen auf vergleichsweise engem Raum aufhalten, ist es nahezu unvermeidlich, dass sich ihre Gerüche vermischen. Daher ist im Vergleich zum Einzelbüro in einem Großraumbüro mit einer höheren Geruchsbeeinträchtigung zu rechnen. Schon hier erringt das Einzelbüro einen Teilsieg – der Geruch einer Person, egal ob gut oder schlecht, bleibt auf ihr Büro beschränkt.

Um die Luftqualität zu bessern, ist es sinnvoll, regelmäßig zu lüften. Doch auch dies kann sich schwieriger gestalten als erwartet. Insbesondere in einem Großraumbüro ist dies problematisch. Zum einen aufgrund der größeren Luftmenge, die es auszutauschen gilt, zum anderen wegen der damit einhergehenden Temperaturänderungen. Zwar gibt es einen Idealwert, was die Raumtemperatur betrifft (externer Link), und auch Wege diese zu erreichen, bloß empfindet jeder Mensch Temperatur anders. Die empfohlenen 20 bis 22°C mögen dem einen zu warm sein, während andere dabei immer noch frösteln. Und wenn der eine gerne bei offenem Fenster arbeitet, flucht der andere über die Zugluft.

Auch hier gewinnt das Einzelbüro, vor allem, wenn es mit zu öffnenden Fenstern bestückt wird. Hier kann jeder nach seiner Fasson die Temperatur regeln.

Mitarbeiterdisziplin

Obwohl viele Personen auf gemeinsamem Raum dazu neigen, sich gegenseitig abzulenken, funktioniert hier das „Lehrer-Prinzip“:

Im Großraumbüro haben Vorgesetzte alles im Blick – und sitzen sie ebenfalls dort, wirkt obendrein ihre reine Anwesenheit als disziplinierend. Im Einzelbüro hingegen, sofern die Räume nicht durchgängig mit Glaswänden ausgestattet sind, sind zwar weniger Ablenkungen vorhanden, dafür ist der Reiz, sich mit berufsfernen Dingen zu befassen, umso größer.

Zwar könnte man dagegen als Firmenbesitzer vorgehen, immerhin ist selbst eine Videoüberwachung der Arbeitsplätze zulässig (externer Link), in der Praxis jedoch sorgt dies für erhebliches Unwohlsein der Mitarbeiter und verleitet dazu, nur so zu tun, als sei man beschäftigt.

Wohlfühlfaktor

Ein weiterer Punkt ist der Wohlfühlfaktor. Sowohl Vorgesetzte wie auch jeder andere Kollege bekommen ständig mit, was man gerade macht. Man kann sich nicht unbeobachtet die Nase putzen, nicht die drückenden Schuhe abstreifen und sobald man sich räkelt, muss man schon damit rechnen, dass einer der Kollegen einem zumindest im Hinterkopf „Faulheit“ vorwirft.

Was den Wohlfühlfaktor anbelangt, gibt es nur wenige Menschen, die das Großraumbüro vorziehen würden. Denn es ist ja nicht nur der ständige Leidensdruck, sich schutzlos beobachtet zu fühlen und die damit einhergehende mangelnde Privatsphäre. Es ist die Kombination daraus sowie der Unmöglichkeit, seinen Arbeitsplatz hinsichtlich Geräuschlevel, Luftqualität, Temperatur usw. zu personalisieren.

Tatsächlich kamen schon mehrere Studien rund um den Globus unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass Großraumbüros (mit steigender Mitarbeiterzahl) sich mehr oder weniger stark negativ auf die generelle Jobzufriedenheit auswirken, wobei es bei den großen Räumen jenseits der 50 Mitarbeiter am schlechtesten steht.

Sicherheit

Auch bei flachen Hierarchien, wie es sie bei Start-ups gibt, wird es immer Dinge geben, die andere Mitarbeiter nicht mitbekommen sollen oder dürfen. Dies muss nicht zwangsläufig etwas mit „Top Secret“ zu tun haben. Es kann auch einfach ein Projekt sein, das möglichst nicht schon in der Frühphase von dem Rest der Mitarbeiter diskutiert werden soll. Hier ist es praktischer, das jeweilige Thema mit dem Kollegen besprechen zu können, der für dieses verantwortlich ist.

Zugegeben „Flurfunk“ gibt es in jedem Unternehmen, ganz gleich ob Großraum- oder Einzelbüro. In ersterem ist er jedoch praktisch immer umfangreicher und detaillierter, wenn jeder jedes Telefongespräch mitbekommt und auf den Computerbildschirm aller Mitarbeiter blicken kann.

Krankenstand

Dieser finale Punkt wird häufig vergessen. Dabei sollte dieser für Arbeitgeber eine zentrale Rolle spielen. Natürlich, wo immer viele Menschen auf vergleichsweise engem Raum aufeinandertreffen, besteht das Risiko, dass Keime oder Viren schnell übertragen werden.

Doch selbst unter diesem Aspekt gibt es Abstufungen. Denn es ist ein Unterschied, ob man mit einem hustenden und schniefenden Kollegen nur ein paar Minuten des Tages Kontakt hat, während man bei ihm im Büro in der Tür steht, oder ob der Kollege am Schreibtisch nebenan sitzt und von dort seine Bazillen kontinuierlich verteilt.

Diese Problematik wurde sogar vor einigen Jahren in Schweden wissenschaftlich nachgewiesen (externer Link). Tenor der Studie: Je mehr Mitarbeiter in einem Raum, desto mehr Ausfalltage, weil sich jeder bei jedem anstecken kann. Dass sich Großraumbüro-Mitarbeiter mitunter mehr zu bewegen scheinen (externer Link), ist dagegen nur ein schwacher Trost.

Fazit: Einzelbüro hat die Nase vorn

Wer sich selbstständig machen will oder bereits ist, sollte alle genannten Punkte bei der Büroform-Entscheidung berücksichtigen. Auch wenn das Großraumbüro modern, trendig sowie günstiger ist und in Bezug auf Disziplin Vorteile aufweist, bietet das Einzelbüro mehr Stärken: Es wird immer wieder subjektiv als angenehmer empfunden und objektiv als produktivere Arbeitsform angesehen. Beides sollte im Zweifelsfall schwerer wiegen.

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