Telefon E-Mail Beratersuche
X
Bundesweites kostenloses Experten-Telefon

Mo-Fr 08:00-22:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr
So 10:00-16:00 Uhr

24h Rückruf-Service
100% Free Call

X
X
Deutschland Startet - Die Initiative für Existenzgründer
Der Fördercheck

Sie erhalten staatliche Zuschüsse für Ihre Existenzgründung oder für Ihr Unternehmen.

Überprüfen Sie hier kostenlos Ihre Förderfähigkeit.

Machen Sie den kostenlosen Fördercheck!
FÖRDERCHECK

Überprüfen Sie hier kostenlos und unverbindlich, wie Sie durch staatliche Fördermittel Ihre Existenzgründung oder Ihre bereits bestehende Selbstständigkeit optimieren können.

Direkte Auskunft auch über unsere kostenlose Experten-Hotline 0800 / 58 95 505.





DatenschutzDie abgesendeten Daten werden nur zum Zweck der Bearbeitung Ihres Anliegens verarbeitet. Weitere Informationen unter Datenschutzerklärung.

Nahaufnahme von Menschen, die nebeneinander stehen.

Arbeitnehmer erhalten für die von ihnen verrichtete Arbeit Lohn vom Arbeitgeber. An bestimmten Tagen wie Urlaubs- oder Krankheitstagen können Angestellte jedoch nicht für das Unternehmen tätig sein. Hier stellt sich nun für Unternehmer die Frage nach der Höhe der Vergütung für diesen Zeitraum – insbesondere dann, wenn der Arbeitnehmer z. B. erfolgsabhängig bezahlt wird. Unser Rechtsexperte Dr. Uwe Schlegel kennt sich bestens im Arbeitsrecht aus und klärt anhand eines Beispiels auf.

Während einer zur Arbeitsunfähigkeit führenden Krankheit und während des Erholungsurlaubs hat der Arbeitnehmer grundsätzlich einen Anspruch auf Fortgewähr seiner Vergütung. Einzelheiten hierzu sind im Bundesurlaubsgesetz (§ 11 BurlG) sowie im Entgeltfortzahlungsgesetz (§ 4 EntgeltFG) geregelt.

Im Einzelfall bereitet die Berechnung des Vergütungsanspruchs Schwierigkeiten, dies insbesondere dann, wenn ein Arbeitnehmer ganz oder teilweise erfolgsabhängig bezahlt wird.

Beispiel: Ein angestellter Zahnarzt erhält eine monatliche, fixe Vergütung von 3.000,00 EUR brutto sowie eine weitere Vergütung von 25 % des im jeweiligen Monat einen Betrag von 12.000,00 EUR übersteigenden und von ihm selbst erwirtschafteten Honorarumsatzes (ohne Laborumsätze u.ä.).

Die gesetzliche Regelung im Bundesurlaubsgesetz sowie im Entgeltfortzahlungsgesetz in einem solchen Fall ist eindeutig. Der Arbeitnehmer hat in dem aufgezeigten Beispiel während Urlaub und Krankheit nicht nur einen Anspruch auf die Fortzahlung der Fixvergütung in Höhe von 3.000,00 EUR brutto, vielmehr steht ihm für die genannten Zeiten auch ein erfolgsabhängiger Vergütungsbestandteil zu. Zwar kann der Arbeitnehmer während Urlaub und Krankheit keinen (weiteren) Umsatz erwirtschaften, dennoch wird für die betreffenden Zeiträume so getan, als ob er einen entsprechenden Umsatz getätigt hätte.

Die Berechnung des Arbeitsentgelts während Urlaub und Krankheit ist bisweilen schwierig. Im Bundesurlaubsgesetz wird für das sog. Urlaubsentgelt auf den Durchschnittsverdienst der letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs abgestellt. Dabei ist nicht etwa das in den letzten dreizehn Wochen vor dem Urlaub an den Arbeitnehmer ausgezahlte Entgelt entscheidend, sondern vielmehr das innerhalb dieses Zeitraums erarbeitete Entgelt bzw. der insoweit maßgebliche Honorarumsatz. Während einer Krankheit des Arbeitnehmers gilt im Prinzip nichts anderes. Hier ist darauf abzustellen, was der Arbeitnehmer verdient hätte (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungsbestandteile), wenn er nicht arbeitsunfähig erkrankt wäre.

Rechtlicher Hintergrund der gesetzlichen Regelung ist der Umstand, dass der Gesetzgeber nicht möchte, dass der Arbeitnehmer während Urlaub und Krankheit weniger verdient als während der Zeiten, zu denen er aktiv arbeitet.

Die gesetzliche Regelung ist unabdingbar, d.h., insbesondere durch Arbeitsvertrag kann die gesetzliche Regelung nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers geändert werden. Arbeitnehmer, die ungesetzlich zu wenig Entgelt erhalten haben, haben einen Anspruch auf Nachzahlung, dies regelmäßig für nicht verjährte Zeiträume. Die Verjährung beträgt grundsätzlich drei Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der betreffende Anspruch fällig geworden ist. Aktuell wären demnach Ansprüche aus den Jahren 2015 und früher verjährt, spätere Ansprüche jedoch grundsätzlich nicht.

Arbeitgeber, die sich nicht an die aufgezeigten gesetzlichen Regeln halten, machen sich zudem möglicherweise strafbar, unter anderem wegen der nicht entrichteten Sozialversicherungsbeiträge (§ 266a StGB). Es ist davon auszugehen, dass die etwaig unrechtmäßige Praxis einer zu geringen Vergütung angestellter Zahnärzte häufig durch SV–Prüfungen zu Tage tritt.

Autoren: Rechtsanwälte Dr. Uwe Schlegel und Rüdiger Soltyszeck

Nutzen Sie unsere kostenfreien Services für Ihre Gründung oder Ihr Unternehmen!

Fördermittel-Check | Berater finden | Geschäftsidee vorstellen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Lexikon für Existenzgründer und Start-ups

Das Thema Existenzgründung ist komplex. Sie möchten einen speziellen Begriff rund das Thema Gründung und Selbstständigkeit nachschlagen? In unserem Glossar finden Existenzgründer alle wichtigen Begriffe kurz und bündig erklärt.

>> Auf zum Lexikon für Existenzgründer!

Letzte Gründerwissen-Beiträge:
Unternehmensnachfolge
Existenzgründung im Handwerk
Existenzgründung in der Gastronomie
BAFA-Förderung für Unternehmensberatungen
Kleingewerbe gründen/anmelden
Standortanalyse

@ Newsletter-Bereich

Kostenlose Erstberatung

Sie möchten sich selbstständig machen oder sind es schon?
Wir kennen die passenden Förderprogramme und Gründungsberater.

Sie haben zwei kostenlose Möglichkeiten:

>> Fördermittelcheck

>> Experten-Hotline
unter 0800/5895505

Lesenswert:
Businessplan erstellen lassen?