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Aufnahme von vier Menschen, die in einem Raum stehen

Ein Bett und ein Hocker aus faltbarer Pappe – kann das halten? Im Interview erzählt uns ein Existenzgründer aus Berlin, welche Faktoren seine Möbel stabil machen und welche Arten faltbarer Möbel wir in Zukunft erwarten können.

Liebes Room-in-a-box-Team, könnt ihr euch und eure Existenzgründung kurz vorstellen?

Guten Tag. „Room in a box“ wurde 2013 von Lionel und mir (Gerald) gegründet. 2017 sind Julia und Leonie zum Team dazugekommen. Darüber hinaus bekommen wir bei der Herstellung und dem Designen der Möbel Unterstützung von Partnerunternehmen. Das Besondere an unseren Möbeln ist, dass diese faltbar sind und ohne Werkzeug aufgebaut werden. Dies hat zum Vorteil, leichter mit Möbeln umziehen zu können.

Aktuell haben wir Betten, Hocker und Stehschreibtische im Sortiment. In Planung ist zudem ein Regalsystem. Zukünftig möchten wir unseren Kunden ein Vollsortiment anbieten, welches aus den wichtigsten Alltagsmöbeln besteht.

Welche Faktoren sorgen für die Stabilität der Möbel?

Die Stabilität wird durch drei Dinge beeinflusst. Erstens nehmen wir sehr hochwertiges Material: Die Deckpapiere haben eine Grammatur von bis zu 300 Gramm pro Quadratmeter. Als zweites ist der Wellenlauf zu nennen. Es ist wichtig, dass dieser beim Konstruieren beachtet wird und für eine maximale Stabilität senkrecht zum Boden verläuft. So steht das Möbel auf einer offenen Welle. Der dritte Punkt ist die Konstruktion: Bei unserem Bett wird das Gewicht über eine Rautenstruktur abgefangen. Diese hält durch die gute Papierqualität und den richtigen Wellenlauf bis zu 2.000 kg pro Quadratmeter bei flächiger Belastung aus.

Wie seid ihr auf diese Geschäftsidee gekommen?

Ich bin 2011 auf einer Nachhaltigkeitsmesse über einen Sessel aus Wellpappe gestolpert und war sofort von der Stabilität und dem Material begeistert. Der „Wellpappvirus“ hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Die Geschäftsidee zu „Room in a box“ folgte unmittelbar.

Wer ist die Zielgruppe von „Room in a box“?

Wir etablieren mit unserem Unternehmen eine neue Möbelkategorie, die sich an Menschen richtet, die beweglich bleiben möchten und für die Flexibilität wichtig ist.

Wie war euer beruflicher Werdegang vor der Unternehmensgründung?

Ich habe eine Ausbildung als Bankkaufmann gemacht und nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften als Berater und Coach gearbeitet. Während meines Masterstudiums hatte ich die Begegnung mit dem Pappsessel. Lionel befand sich zu dieser Zeit im Bachelorstudium (Wirtschaftswissenschaften), nachdem er bereits einmal im Controlling eines Wellpappwerks und bei einer Personalberatung gearbeitet hatte. Wir beide haben das Studium für einige Zeit ruhen lassen, weil wir uns mit „Room in a box“ selbstständig machen wollten. Im Anschluss haben wir neben der Existenzgründung unser Studium erfolgreich abgeschlossen.

Wie lange hat die Planung und Umsetzung der Geschäftsidee gedauert?

Die grundlegende Idee zum Geschäftsmodell ist 2011 entstanden. 2013 hatten wir die Rahmenbedingungen geschaffen, die uns ermöglichten, mit der eigentlichen Arbeit beginnen zu können.

Was waren bisher eure größten Herausforderungen bzw. Stolpersteine?

Am Anfang gibt es nur die Geschäftsidee, einige Annahmen und den Glauben, dass alles gut gehen wird. Es fehlten uns wichtige Informationen sowie ein finanzielles Polster für die Deckung der Lebenshaltungs- und Entwicklungskosten des Unternehmens. Ein großes Problem war damals zudem, ein Umfeld zu schaffen, in dem eine professionelle Produktentwicklung möglich war.

Habt ihr an Gründerwettbewerben teilgenommen?

Wir haben uns für das ehemalige „Beuth Gründerstipendium“ beworben und uns erfolgreich gegen andere Kandidaten durchgesetzt. Außerdem haben wir die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpilot Deutschland 2014“ der Bundesregierung erhalten sowie im Jahr 2015 im Berliner Crowdfunding-Preis „Design“ den ersten Platz belegt.

Habt ihr einen Businessplan erstellt? Wenn ja, habt ihr dafür eine Förderung beansprucht?

Für die Bewerbung mussten wir einen Businessplan erstellen. Eine Förderung haben wir dafür damals nicht erhalten. Wir haben uns eine Woche bei mir im Wohnzimmer eingeschlossen und geschwitzt und geflucht.

Warum ist ein Businessplan eurer Meinung nach wichtig?

Businesspläne genießen keinen guten Ruf. Es stimmt, dass es unmöglich ist, alle Eventualitäten schon vor dem Start zu antizipieren und einen Plan zu schreiben, der in der Praxis 1:1 aufgeht. Auch gibt es mittlerweile gute Tools, um Geschäftsmodelle mit geringem Aufwand zu skizzieren (wie z. B. das Business Model Canvas) und auf Plausibilität zu prüfen. Wir glauben jedoch, dass es sinnvoll ist, mit Hilfe von verfügbaren Vorlagen einen ausführlichen Businessplan zu erstellen, insbesondere, wenn noch keine Gründungserfahrung vorhanden ist. Ein Geschäftsplan kann z. B. offene Fragestellungen aufzeichnen. Außerdem können sich Gründer durch die Businessplan-Erstellung an den Umstand gewöhnen, dass man während einer Existenzgründung viele Aufgaben erledigen muss, die keinen Spaß machen und gutes Sitzfleisch erfordern. Die Freude, wenn das Geschäftsmodell anfängt zu fliegen, ist dann aber umso größer.

Habt ihr Fremdkapital für die Unternehmensgründung beansprucht?

Jein. Im Rahmen des Stipendiums haben wir eine finanzielle Förderung sowie ein Büro zur Verfügung gestellt bekommen. Dabei handelte es sich nicht um zurückzuzahlendes Fremdkapital. Wir waren durch die Förderung in der Lage, uns Vollzeit um die Unternehmensgründung zu kümmern. Wenn mehr Existenzgründer in Deutschland wie wir in den Genuss einer solchen Förderung kämen, hätten wir auch eine belebtere und von Investoren unabhängigere Start-up-Szene. Auch würden wir viel mehr Existenzgründungen fernab von Tech und IT in künstlerischen und kreativen Bereichen erleben.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Dass die Rahmenbedingungen für Existenzgründer in Deutschland weiter verbessert werden. Im Falle von „Room in a box“ wurden durch eine mittlere fünfstellige Fördersumme vier Arbeitsplätze (Stand: 2018) geschaffen. Wir würden uns freuen, wenn mehr junge Existenzgründer in den Genuss einer ähnlichen Förderung kämen und ihre Träume verwirklichen können.

Welche Vorbilder aus der Gründerszene habt ihr?

Beindruckend finden wir das schnelle Wachstum von „Casper“, die in nur fünf Jahren die Art und Weise, wie Matratzen gekauft werden, auf den Kopf gestellt haben. Unseren vollen Respekt haben aber vor allem Sozialunternehmen wie z. B. „Coffeecircle“ und „LemonAid“, die neben der schwierigen Aufgabe profitabel zu wirtschaften auch einen sozialen Beitrag leisten.

Habt ihr Tipps für Existenzgründer parat?

Startet eine Existenzgründung nur, wenn ihr für das Thema wirklich brennt und investiert viel Zeit in die Auswahl eventueller Mitgründer. Mit diesen werdet ihr fortan die meiste Zeit eures Lebens verbringen. Gründungsinteressierten geben wir auch gerne ein Zitat von Jack Canfield auf den Weg: „Everything you’ve ever wanted is on the other side of fear.” Nur Mut!

Zur Website von „Room in a box“ (externer Link).

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