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Schwertransport

Transportunternehmen gibt es viele. Genauer gesagt etwa 47.000 Betriebe aller Größen (externer Link) und Ausrichtungen. Was allerdings speziell den Straßentransport von Gütern anbelangt, die über die von den verschiedenen Gesetzen abgedeckten Maße und Gewichte hinausgehen, wird es in vielerlei Hinsicht „eng“. Sich in diesem Bereich selbstständig zu machen, bedeutet deshalb nicht nur das Besetzen einer nachgefragten Nische, sondern die Notwendigkeit, gleichzeitig flexibel und mit besonders viel Fingerspitzengefühl arbeiten zu müssen.

1. Ein Spezialisten-Business: Wo herkömmliche Transporte enden und Sondertransporte beginnen

Hinter einem Sonder- oder Spezialtransport – oftmals als Schwertransport bezeichnet –verbergen sich zwei unternehmerische Strategien:

  1. Der Transport von allem, was nicht in logistischer Hinsicht standardisiert, genormt oder anderweitig „üblich“ ist. Etwa, weil es nicht mit den gängigen Transportsystemen wie Paletten oder Containern bewegt werden kann.
  2. Der Transport von Dingen, die in Länge, Breite, Höhe und/oder Gewicht über die Vorgaben der jeweiligen Verkehrsgesetze hinausgehen. In Deutschland ist es die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO).

In den meisten Fällen bieten Sondertransportdienstleister eine Mischung aus beiden Thematiken an. Der Grund dafür: Was hinsichtlich seiner Abmessungen oder Masse jenseits der StVZO liegt, ist in fast allen Fällen ebenso wenig mit gängigen Transportsystemen bewegbar.

Der Grund für diese Definitionen: Die Vorgaben der StVZO bilden die Basis, nach der in Deutschland Verkehrswege in jeglicher Hinsicht gestaltet werden. Beispielsweise

  • die Tragfähigkeit von Fahrbahnen und Brücken,
  • die Breiten von Fahrstreifen und die Winkel von Kurven sowie
  • die lichten Höhen unter Brücken oder von Tunneln.

Sondertransporte müssen sich somit stets in einem Raum bewegen, für den sie eigentlich zu groß und/oder zu schwer sind, weil besagter Raum bei der Planung nicht für solche Dimensionen konzipiert wurde.

Je stärker die Abweichung ist, desto schwieriger wird das Business. Zu schwere Transporte belasten Straßen übermäßig; Güter mit zu großen Abmessungen machen das Fahren und Rangieren extrem schwierig; mitunter sind von Alleebäumen bis Ampelanlagen unzählige Dinge dem Transport buchstäblich „im Weg“.

Für herkömmliche Transportdienstleister ist das eine Aufgabe, die sich mit etwas Routine gut erledigen lässt, weil Fahrzeuge und Beladungen sich im Rahmen der Vorgaben bewegen. Dagegen ist es für Selbstständige und deren Angestellte im Sondertransport-Business ein ständiges Operieren jenseits des Standardisierten.

2. Eckpfeiler der Energiewende: Wieso das Business so gefragt ist

Wer sich aus geschäftlicher Sicht näher mit dem (Straßen-)Gütertransportwesen beschäftigt, der wird schnell eines erkennen: Was sich mit Fahrzeugen bewegen lässt, die innerhalb der Vorgaben der StVZO bleiben, ist sehr vielfältig und es gibt harte Konkurrenzkämpfe.

Oft stellt sich dann anschließend die Frage, ob es aus wirtschaftlicher Sicht überhaupt sinnvoll ist, sich mit Spezialtransporten, also einer Nische der Branche, selbstständig zu machen. Schließlich sind solche Transporte auf den Autobahnen und in den Medien ein eher seltener Anblick.

So zu denken, ist zwar grundsätzlich nachvollziehbar. Allerdings werden Sonder- oder Spezialtransporte tatsächlich bei Weitem nicht so selten durchgeführt:

  • In den Medien wird typischerweise nur über die extremen Ausnahmen berichtet – kürzlich beispielsweise über den Landtransport-Teil der Verlegung des 500 Tonnen schweren Bundesmarine-U-Boots U17 nach Speyer (externer Link). Die meisten Sondertransporte hingegen sind (aus Sicht der Medien) deutlich weniger spektakulär und daher kaum berichtenswert.
  • Andererseits sind viele andere Sondertransporte im Alltag deshalb eher „unsichtbar“, weil sie nur zu festgelegten, verkehrsarmen Zeiten durchgeführt werden dürfen. Wer beispielsweise nicht häufig in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden auf Autobahnen unterwegs ist, bekommt diese Transporte nicht zu Gesicht.
  • Nicht zuletzt sind Sondertransporte zwar sehr zahlreich – jährlich sind es hierzulande etwa 500.000 Fahrten. Im Vergleich zur Menge des Güterverkehrs auf der Straße wirkt dieser Wert jedoch sehr gering: Allein auf deutschen Autobahnen sind täglich etwa 1,3 Millionen Lkw unterwegs.
  • Zudem hat nicht jeder Spezialtransport eine auffällige Ladung – oftmals sind die transportierten Güter einfach nur schwer, ohne dabei besonders groß zu sein.

Somit ist schon heute die Notwendigkeit für den Transport derartiger Sonderladungen vielfach höher als das, was die bereits operierenden Firmen leisten können. Zudem wird dieser Bedarf in den kommenden Jahren noch weiter steigen.

Attraktive Auftragslage dank Energiewende

Ein wesentlicher (jedoch nicht der einzige) Grund dafür ist die Energiewende. Ein ganz erheblicher Anteil derjenigen Systeme, die unabdingbar für deren Gelingen sind, fällt unter die Definition der Sonderladungen, etwa

  • die Rotorblätter, Türme bzw. Masten und teilweise die Generatoren von Windkraftanlagen – und mitunter Systeme zu deren Aufbau wie etwa Krane;
  • Turbinen und ähnliche Großbauteile von nachhaltigen Kraftwerken, etwa Biomasse-Heizkraftwerke sowie
  • die Masten und Transformatoren, die für den Ausbau der Stromnetze benötigt werden.

Um dazu einige Zahlen zu liefern: Wenn Deutschland auch nur annähernd die selbstgesteckten Vorgaben erreichen möchte, dann müssen bis zum Jahr 2030 hierzulande mindestens zirka 25.000 Windräder gebaut werden. Anfang 2023 sprach Bundeskanzler Scholz daher davon, es müssen „vier bis fünf Windräder“ täglich errichtet werden.

Derartig ambitionierte Ziele treffen auf eine Branche, bei der in Deutschland eine mittlere dreistellige Unternehmenszahl das Business unter sich ausmacht: In der Bundesfachgruppe Schwertransport und Kranarbeiten (BSK) (externer Link), dem wichtigsten Branchenverband, sind zirka 450 Firmen vertreten. Jedoch sind von diesen Betrieben nur einige Dutzend technisch dazu befähigt, extreme Ladungen zu bewegen – also solche, die beispielsweise über 100 Tonnen schwer sind.

Bei Windrädern wird diese Gewichtsschwelle ab etwa einer Leistung von 3 Megawatt überschritten – ein typischer mittlerer Leistungswert landbasierter Windkraftanlagen. In dem Fall wiegt die als Einzelelement transportierbare Gondel so viel – und jedes der typischerweise drei Rotorblätter bringt es in diesem Leistungsbereich auf eine Länge von gut 45 Metern.

Das heißt: Für jedes dieser „vier bis fünf Windräder“, die bis 2030 täglich errichtet werden müssen, sind gleich mehrere Sondertransporte notwendig Je nach Größe des Windrades sind es sogar mehr als 65 Fahrten.

Selbst, wenn die Branche keine andere Form von Spezialtransport mehr übernähme, könnte sie das in ihrer jetzigen Ausdehnung keinesfalls stemmen. Wer sich also in diesem Bereich selbstständig machen möchte, der muss sich auf viele Jahre hinweg keine Sorgen über eine schlechte Auftragslage mit zu viel Konkurrenz machen.

Dafür allerdings ist zu beachten, dass sich Sondertransporte nicht nur auf die Gewichte und Abmessungen der Ladungen beziehen, sondern auf ein deutlich breiteres Feld. Tatsächlich ist das gesamte Business ein Spezialfall, bei dem die andauernde Ausnahme den Normalzustand darstellt.

3. Spezialtransporte: Wie und wo sich das tägliche Geschäft vom herkömmlichen Business unterscheidet

In einer klassischen Spedition sind viele Aspekte rund um den Transport recht unkompliziert:

  • Bis auf wenige Ausnahmen (etwa niedrige Unterführungen) können die Fahrzeuge mehr oder weniger das gesamte öffentliche Straßennetz nutzen. Die Routenplanung ist daher einfach und kann vom Schreibtisch aus erfolgen.
  • Die Zugmaschinen und Anhänger sind standardisiert und werden von vielen Herstellern angeboten. Dementsprechend haben Unternehmensleiter hier freie Auswahl.
  • Jeder, der über einen Lkw-Führerschein der Klasse C bzw. CE verfügt, ist theoretisch als Mitarbeiter geeignet. Ferner genügt für jeden Transport eine Person, nämlich der Fahrer.
  • Bis auf die Lenk- und Ruhezeiten sowie etwaige Sonntags- oder Nachtfahrverbote können alle Fahrten zu beliebigen Zeiten durchgeführt werden. Das erleichtert die Planung ebenfalls immens.
  • Ein Großteil der Ladungen ist irgendwie standardisiert. Er steht auf Paletten, befindet sich in Containern oder hält wenigstens die StVZO-Abmessungen ein. Zwar ist auch hier eine sorgfältige und manchmal knifflige Absicherung nötig, allerdings ist die Ladungssicherung mit etwas Routine einfach berechenbar und beherrschbar. Dennoch sind dabei einige Details zu beachten (externer Link). Schließlich muss die Ladung so gesichert sein, dass es selbst bei einer Gefahrenbremsung zu keinerlei Schäden kommt. Damit die Fracht und auch andere Verkehrsteilnehmer geschützt sind, kommt es unter anderem auf die Einhaltung der Vorgaben, Fachkenntnisse und die Arbeitsmittel an.
  • Typischerweise sind für das Unternehmen und/oder seine Mitarbeiter dauerhafte Genehmigungen vorhanden, die nur in längeren Rhythmen erneuert werden müssen. Selbst, wenn ein solches Unternehmen sich beispielsweise auf das Befördern von Gefahrgut spezialisiert hat, sind lediglich dauerhafte Vorgaben zu beachten und muss nicht beispielsweise jeder Transport neu genehmigt werden.

Kurz gesagt, im herkömmlichen Straßentransportgewerbe herrschen in allen Belangen „planbare Verhältnisse“ vor.

Besonderheiten der Spezialtransporte

Das Sondertransport-Business ist hingegen in jeglicher Hinsicht durch Ausnahmen geprägt. Die wichtigsten Punkte:

  • Jede Route muss, basierend auf den sich durch das Transportgut ergebenden Parametern, neu geplant werden. Das erfolgt nicht nur am Computer, sondern meist vor Ort zur Überprüfung der tatsächlichen Gegebenheiten. Zudem sind viele Strecken gesetzlich oder schlicht aus physikalischen Gründen nicht passierbar. Die gesamte Streckenplanung wird daher ungleich komplexer.
  • Die Spontaneität der Transportgestaltung ist drastisch reduziert. Zwar gibt es Dauergenehmigungen, diese sind jedoch nur bis zu bestimmten (nicht sonderlich großen) Abmessungen und Gewichten möglich. Jenseits von beispielsweise 41,8 Tonnen muss für jeden einzelnen Transport explizit eine behördliche Genehmigung beantragt und von mehreren Stellen positiv beschieden werden.

Dies dauert in der Praxis mehrere Wochen. Das führt speziell beim Windradausbau zu scharfer Kritik (externer Link), weil der Ausbau dadurch massiv verzögert wird. Mitunter müssen die Transporte polizeilich abgesichert werden und was die Uhrzeiten und freigegebenen Tage anbelangt, gibt es ebenfalls eine Menge Limitierungen.

  • Die Fahrer selbst sind bei Sondertransporten nur ein Teil einer größeren Truppe. So benötigt fast jeder Transport zusätzliche Kräfte, die beim Verladen, Absichern und dem Rangieren helfen. Nicht nur die Sondertransportfahrer, sondern auch die Crews der Begleitfahrzeuge und sonstige Unterstützer müssen zudem speziell geschult sein.
  • Außerdem eignet sich längst nicht jeder für die teils enormen Herausforderungen des Berufs – oder möchte zu derart unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Denn selbst bei bester Planung kommt es in der Praxis oft genug auf Millimeter an, die für eine starke Verzögerung sorgen können.

Nicht zuletzt sind Spezialtransporte in maschineller Hinsicht buchstäblich „eine Klasse für sich“. Zugmaschinen und Anhänger sind oftmals Sonderanfertigungen – zu entsprechenden Preisen. Zudem machen es die Transporte oft nötig, weiteres kostspieliges Gerät anzuschaffen – etwa Krane, weil sich ohne sie viele Ladungen gar nicht erst auf den Anhänger bewegen lassen.

Sondertransporte sind daher in jeglicher Hinsicht eine Welt der Extreme. Was im regulären Transportgeschäft routiniert und standardisiert ist, muss hier für jeden Transport neu bewertet werden, lässt sich nur selten miteinander vergleichen und fordert zudem eine enorme Problemlösungskompetenz: So unkonventionell Spezialtransporte sind, so unkonventionell müssen alle Beteiligten denken und handeln können – meist unter enormem Zeitdruck.

So wichtig diese Transporte und die durchführenden Unternehmen sind, so sehr bewegt sich alles hierbei jenseits der Normen. Dadurch steigen die Herausforderungen stark an und lässt sich Erfahrung durch nichts ersetzen.

4. Von Nachweisen und Genehmigungen: Was zum Gründen und Arbeiten in diesem Gewerbe nötig ist

Um ein Sondertransportunternehmen zu gründen, muss jeder aus der Belegschaft die angesprochenen Soft Skills erfüllen. Denn wo sich in der Praxis so vieles außerhalb aller staatlichen Definitionen des „Normalmaßes“ bewegt, dürfen nur Menschen operieren, die eine sichere Befähigung dazu in mehrfacher Hinsicht nachweisen können.

Die Basis stellen die Anforderungen dar, die im Transportgewerbe grundsätzlich zu erfüllen sind. Es ist also zunächst eine Gewerbeerlaubnis nötig, die ihrerseits an verschiedene Vorgaben geknüpft (externer Link) ist. Beispielsweise muss der Existenzgründer, unter anderem durch eine einschlägige Ausbildung, „fachlich geeignet“ sein.

Ist dieses Fundament gelegt, muss das Thema Sondertransporte angesprochen werden:

  • Es muss eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO vorhanden sein. Wurde diese erteilt, dann ist für die Transporte eine Ausnahmegenehmigung nach § 29 Straßenverkehrsordnung (StVO) zu beantragen und eventuell eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 StVO oder § 5 StVO.
  • Wenn für einen Transport – was häufig der Fall ist – Begleitfahrzeuge zur Absicherung vorgeschrieben sind, dann müssen deren Besatzungen einen Berechtigungsnachweis zum Führen solcher Fahrzeuge mit Wechselverkehrszeichenanlage (kurz: BF) besitzen. Je nach Transport- und Fahrzeugart umfasst dies Nachweise von BF-2 bis BF-4.
  • Für die Fahrer selbst genügt eine reguläre CE-Fahrerlaubnis. Sonderschulungen für Spezialtransporte sind in Deutschland nicht erforderlich – mitunter aber in anderen Ländern.

Speziell die immer wieder zu beantragenden Genehmigungen für die einzelnen Transporte machen die Arbeit extrem aufwendig. Denn es ist jedes Mal nötig, den Antrag mit zahlreichen Daten zu versehen – unter anderem mit der exakten Routenführung. In der Praxis ist deshalb die Zusammenarbeit mit den Behörden repetitiv und oftmals langwierig; zumal jede erteilte Genehmigung nur bis zum Ende des Folgemonats gültig ist.

Hinzu kommt noch das Thema Versicherungen. Einerseits sind Sondertransporte – wenigstens in der versicherungsrechtlichen Theorie – grundsätzlich riskant, da sie jenseits der staatlichen Normvorgaben stattfinden. Andererseits werden hier oftmals Güter im Wert von mehreren Millionen Euro bewegt. Die Fahrzeuge, Anhänger und sonstige Maschinen sind ebenfalls enorme Sachwerte.

Weiter müssen Gründer diese Kosten bedenken. Ein Transportunternehmen für solche „Ausnahmeladungen“ auf die Beine zu stellen, ist hinsichtlich der benötigten Startkapitalsummen deutlich kostspieliger als der Aufbau eines herkömmlich ausgerichteten Speditionsunternehmens. Dementsprechend ist der Aufwand, um hinreichend potente und willige Geldgeber zu finden, ebenfalls deutlich komplexer und langwieriger.

Außerdem ist die Verfügbarkeit von Fachkräften zu bedenken. Bereits das normale Transportgewerbe hat in Form fehlender Fahrer mit einem besonders heftigen Fachkräftemängel zu kämpfen. Spezialtransporte sind zwar für viele Personen deutlich reizvoller. Jedoch ist längst nicht jeder, der für den allgemeinen Gütertransport befähigt ist, tauglich genug, um die besonderen Anforderungen im Spezialtransport-Business zu erfüllen. Obendrein werden pro Transport mehr Fachleute benötigt.

5. Gründen im Schwertransport-Business: Was dafürspricht – und was dagegen

Nach diesem detaillierten Überblick über die komplexe Branche wird im Folgenden kompakt zusammengefasst, was dieses spezielle Business aus Sicht eines angehenden Selbstständigen interessant macht beziehungsweise erschweren könnte.

Positive Aspekte des Spezialtransport-Business

  • Im Gegensatz zum regulären Transportgewerbe ist hier der Konkurrenzdruck deutlich niedriger, da das Verhältnis von Auftragslage zu Unternehmen besser ist.
  • Alle Beteiligten wissen, dass sich Sondertransporte nicht auf herkömmlichem Weg kalkulieren lassen. Preiskämpfe sind daher schwächer ausgeprägt und es winken mitunter deutlich gewinnträchtigere Frachtraten.
  • Kaum ein Auftrag ähnelt dem vorherigen oder dem nachfolgenden. Der Beruf an sich ist daher von ständig neuen und attraktiven Herausforderungen geprägt. Wer möglichst wenig Routine erleben möchte, ist hier absolut richtig.
  • Die Attraktivität, bezogen auf die Fachkräftegewinnung, ist eine andere aufgrund der Besonderheiten der Transporte. Dadurch ist es mitunter leichter, passendes Personal zu finden. Dazu gehört nicht zuletzt die im Vergleich deutlich bessere Bezahlung.
  • Herkömmliche Straßentransporte werden von vielen Seiten recht kritisch gesehen. Spezialtransporte, wie sie in den Medien gezeigt werden, werden als wesentlich selteneres Ereignis wahrgenommen. Noch dazu sind sie essenziell für die Umsetzung der Energiewende. Somit haben sie insgesamt ein positiveres Ansehen.
  • Nicht zuletzt aufgrund der Energiewende ist die hervorragende Auftragslage noch auf lange Zeit gesichert, weil dafür eine Vielzahl an Spezialtransporten notwendig ist.

Erschwerende Aspekte des Spezialtransport-Business

  • Der generelle Aufwand zur Gründung ist sehr hoch – nicht nur, aber auch bezogen auf das Thema Startkapital.
  • Das ständige Prozedere der Einholung von Genehmigungen und der Abstimmung mit verschiedenen Behörden kann sehr anstrengend und frustrierend sein. Gleiches gilt, wenn durch behördliche Trägheit minutiöse erstellte Planungen komplett neu gemacht werden müssen.
  • Das gesamte Geschäft ist von wenig vorhersagbaren Verhältnissen geprägt. So sind zum Beispiel die Crews, die den Transport durchführen, zu schwierig planbaren Zeiten im Einsatz.
  • Das Business erfordert bei allen Beteiligten sehr hohe und unkonventionelle Problemlösungskompetenzen. Das erschwert es trotz der Attraktivität, geeignete Fachkräfte zu finden. Außerdem müssen trotz gründlicher Vorplanung unterwegs immer wieder große und kleine, spontan auftretende Hürden beseitigt werden.

Fazit

Wer sich im Schwertransport-Business selbstständig machen will, sollte sich gründlich mit den Besonderheiten befassen, die das Gewerbe im Vergleich zu herkömmlichen Transporten mit sich bringt. Das gilt für sämtliche Belange und betrifft auch relevante Aspekte rund um die Existenzgründung, beispielsweise die Finanzierung. Außerdem sind spezifische Kompetenzen und Nachweise erforderlich, um in diesem Bereich des Transportwesens gründen beziehungsweise arbeiten zu können.

Alles in allem handelt es sich bei Sondertransporten um eine Dienstleistung, die sämtliche Beteiligten immer wieder vor besondere Herausforderungen stellt, aber gleichzeitig sehr gefragt ist – mit steigender Tendenz.

Da bei der Unternehmensgründung, gerade im Spezialtransport-Business, viel falsch gemacht werden kann, ist empfehlenswert, einen Businessplan zu erstellen und sich durch eine Existenzgründungsberatung begleiten zu lassen. Beides kann auch staatlich gefördert werden. Den passenden Berater für Ihr Spezialtransport-Business und entsprechende Fördergelder können Sie mit unseren Services finden:

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One thought on “Selbstständig im Schwertransport-Business

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