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Mühle, die Kaffee mahlt.

Kaffee zählt in Deutschland zu den beliebtesten Heißgetränken. Doch vor allem in den vergangenen Jahren haben sich die Kundenvorlieben grundlegend geändert. Neben immer neuen Kaffeekreationen spielen auch die Herkunft und die Herstellung des Kaffees eine zunehmend wichtigere Rolle. Nachhaltiger Anbau, faire Bezahlung der Produzenten sowie eine schonende Verarbeitung der Rohware für ein besseres Geschmackserlebnis bilden immer häufiger die Grundlage der Kaufentscheidungen der Konsumenten. Durch das zunehmende Interesse der Kunden ergeben sich auch auf den heimischen Märkten neue Chancen für Unternehmensgründer. Die Selbstständigkeit als Kaffeeröster stellt eine attraktive Möglichkeit dar, handwerklich aktiv zu sein und gleichzeitig den Kunden ein besonderes Geschmackserlebnis zu bieten.

Besonderheiten der Existenzgründung als Kaffeeröster

In Deutschland steht es grundsätzlich jedem frei, eine Kaffeerösterei zu eröffnen. Der Schritt „selbstständig machen“ als Kaffeeröster ist an keine spezielle Ausbildung, Weiterbildung oder Berufserfahrungen geknüpft. Nichtsdestotrotz bedarf es umfangreicher Kenntnisse, um den sensiblen Rohkaffee zu einem hochwertigen und wohlschmeckenden Endprodukt zu verarbeiten.

Allerdings gibt es einige Besonderheiten und rechtliche Bestimmungen, die erfüllt werden müssen, um eine Kaffeerösterei eröffnen und betreiben zu können. Der Gesetzgeber stellt einige Anforderungen an Existenzgründer, die Betriebsstätte und die betrieblichen Abläufe. Über folgende Punkte müssen sich angehende Kaffeeröster frühzeitig Gedanken machen:

Kaffeesteuer: In Deutschland wird verarbeiteter Kaffee gesondert besteuert. Pro Kilogramm Röstkaffee muss der Röster aktuell 2,19 Euro Steuer abführen. Dazu muss beim Zollamt außerdem eine besondere Lagererlaubnis für ein Steuerlager erwirkt werden.

Brandschutz und Abluftvorgaben: Da bei der Röstung der Kaffee erhitzt wird und es im Zuge des Röstvorgangs zu einer Geruchsentwicklung kommt, muss bei der Auswahl eines potentiellen Standortes ein Augenmerk auf den Brandschutz sowie die Führung der Zu- und Abluft gelegt werden. Je nach den baulichen Gegebenheiten können durch die notwendigen Anpassungen hohe Kosten entstehen.

Immissionsschutzvorgaben: Bei der Auswahl des Standortes muss allerdings auch auf das Umfeld geachtet werden. Wenn sich Anwohner durch den Betrieb der Rösterei gestört fühlen, kann es im schlimmsten Fall zu einer Verweigerung der Betriebserlaubnis kommen.

Selbstständig machen als Kaffeeröster setzt vielfältige Fähigkeiten voraus

Die Selbstständigkeit als Kaffeeröster setzt umfangreiche Fähigkeiten und Kenntnisse aus verschiedenen Disziplinen voraus. Wer eine Rösterei eröffnen und aufbauen möchte, sollte daher unbedingt die eigenen Voraussetzungen zunächst prüfen.

Handwerk: Auch wenn das Kaffeerösten nicht zu den klassischen Handwerksberufen in Deutschland zählt, muss bei der Tätigkeit als Kaffeeröster handwirkliches Geschick und Verständnis vorhanden sein. Die richtige Einstellung und Abstimmung der einzelnen Produktionsschritte ist essentiell für ein gutes Endprodukt und benötigt viel Erfahrung.

Sensorik: Um ein qualitativ hochwertiges und geschmackvolles Ergebnis und langfristig einen gleichbleibenden Geschmack zu erzielen, muss der Kaffeeröster über ausgeprägte sensorische Fähigkeiten verfügen. Da bei der Röstung über 1.000 verschiedene Aromen entstehen, ist es wichtig, diese genau abzustimmen.

Vertriebstalent: Da es sich bei Kaffee um ein Genussmittel handelt, ist es nicht nur wichtig, ein perfektes Produkt herzustellen, sondern dieses ebenso zu präsentieren. Der Kaffeeröster muss Kunden und Partner zum Beispiel bei Verkostungen von seinem Produkt überzeugen können und versuchen, diese langfristig an sich zu binden.

Kreativität: Um sich langfristig am Markt zu etablieren, ist es außerdem erforderlich, in regelmäßigen Abständen neue Röstkreationen zu entwickeln. Neben einer grundsätzlichen Ausweitung des Sortiments für verschiedene Kaffeespezialitäten können aber auch saisonale Trends aufgegriffen oder individuelle Zusammenstellungen für Schlüsselpartner entwickelt werden.

Wer diese Eigenschaften in sich vereint, kann mit seinen Produkten Kunden überzeugen, Schlüsselpartner zum Beispiel in der Gastronomie gewinnen und sich so langfristig auf dem Markt etablieren.

Die richtigen Zielmärkte und Vertriebskanäle ermitteln

Wer sich als Kaffeeröster selbstständig machen möchte, sollte sich frühzeitig während der Planung seiner Existenzgründung Gedanken über seine Absatzmärkte und die dazugehörigen Vertriebswege machen. Um die eigenen Produkte richtig am Markt zu platzieren, ist es wichtig, sich im Rahmen der Vertriebsstrategie über seine Zielkunden und die geeignete Ansprache im Klaren zu sein. Eine grundsätzliche Entscheidung besteht beispielsweise darin, ob sich Unternehmensgründer auf den privaten Markt fokussieren oder die Gastronomie- und Hotelbranche als Zielkunden adressieren möchten. Aus dieser Entscheidung heraus lassen sich weitere wirtschaftliche Entscheidungen für den Aufbau der eigenen Selbstständigkeit ableiten, wie zum Beispiel:

  • Marketingkonzept
  • Verkauf online oder offline
  • Art und Größe der angebotenen Einheiten
  • Produktionszyklen

Die beiden letzten Punkte spielen darüber hinaus eine zentrale Rolle für den Bezug von Rohstoffen und den Aufbau der Produktionsstätte.

Wer sich als Kaffeeröster selbstständig machen möchte, sollte sein Vorhaben gründlich planen. Zur Vorbereitung kann beispielsweise ein Businessplan inklusive ausführlichem Finanzplan ein hilfreiches Werkzeug sein. Dieser kann im Rahmen einer Existenzgründungsberatung erstellt oder optimiert werden. Eine solche Beratung kann auch durch Förderprogramme staatlich gefördert werden, immerhin werden hier Kosten in Höhe von bis zu 70 % erstattet (Service-Tipp: Fördercheck).

Lesetippp: Businessplan erstellen für eine Kaffeerösterei

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