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Kaffeebohnen

Eines der beliebtesten Heißgetränke der Deutschen ist der Kaffee. Mehrere Millionen Deutsche geben an, regelmäßig verschiedenste Kaffeespezialitäten zu genießen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Kaffeeröstereien in Deutschland gegründet werden. Wer sich als Kaffeeröster selbstständig machen möchte, hat allerdings einiges zu beachten. Um den Überblick zu behalten und die Gründung strukturiert voranzutreiben, empfiehlt es sich, im Rahmen der Unternehmensgründung einen Businessplan zu erstellen.

Der Businessplan inklusive ausführlicher Finanzplan erfüllt dabei verschiedene Funktionen. Auf der einen Seite dient er dem Existenzgründer dazu, alle wichtigen Aspekte seines Vorhabens strukturiert zu beleuchten und die zentralen Punkte einer Selbstständigkeit zu erläutern. Zum anderen kann der Geschäftsplan dazu genutzt werden, Kredite zu beantragen, Investoren anzusprechen oder Fördermittel zu akquirieren. Aber auch Schlüsselpartner wie beispielsweise Lieferanten für die benötigten Rohstoffe können durch einen erstklassigen Businessplan von einer zukünftigen Zusammenarbeit überzeugt werden. Gerade für eine Rösterei stellt ein reibungsloser Bezug der Rohware bei gleichzeitig guter Qualität eine zentrale Herausforderung dar.

Kaffeesteuer, Steuerlager, Brandschutz – Umfangreiche gesetzliche Regelungen müssen beachtet werden

Grundsätzlich steht es in Deutschland jedem frei, eine eigene Kaffeerösterei zu eröffnen. Da es für den Beruf des Rösters keine klassische Ausbildung gibt oder keine anderen persönliche Anforderungen an den Gründer gestellt werden, scheint die Existenzgründung häufig einfach. Allerdings bringt der verarbeitete Rohstoff eine Besonderheit mit sich.

Seit dem 17. Jahrhundert existiert in Deutschland eine Kaffeesteuer. Aktuell beträgt Sie 2,19 Euro pro Kilogramm Röstkaffee. Diese Steuer ist vom Röster beim Zoll abzuführen. Die Steuer bezieht sich allerdings nicht auf den Rohkaffee, sondern lediglich auf das verarbeitete Endprodukt, also den Röstkaffee. Daraus ergibt sich, dass die Steuer erst fällig wird, wenn die Rohware tatsächlich verarbeitet wurde. Um zu vermeiden, dass sofort nach der Röstung die Steuerzahlung fällig wird, besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Lagererlaubnis für ein Steuerlager beim Zollamt zu beantragen. Dadurch muss die Kaffeesteuer erst dann abgeführt werden, wenn der Röstkaffee verkauft wurde.

Neben dieser deutschlandweiten Regelung gibt es allerdings auch regionale Unterschiede und Bestimmungen, welche die Eröffnung einer Rösterei beeinflussen. Neben den unterschiedlichen Regelungen zum Brandschutz oder den Vorgaben zur Führung der Abluft, beeinflussen die Immissionsschutzvorgaben gegebenenfalls sogar die Standortwahl. Wenn Einwohner durch den entstehenden Geruch während des Röstvorgangs gestört werden könnten, kann die Betriebserlaubnis verweigert werden.

Wenn ein Gründer einer Rösterei seinen Businessplan erstellt, muss er also nicht nur Fragen rund um Marketing, Vertrieb und Personal beachten, sondern sich intensiv mit den speziellen gesetzlichen Anforderungen auseinandersetzen.

Businessplan erstellen für eine Rösterei: Angebot, Marketing & Partner

1. Angebot und Kundenerlebnis

Im Zentrum der Gründung stehen natürlich die eigenen Kaffeeröstungen. Dazu muss der Gründer genaue Kenntnisse über Herkunft, Anbauverfahren und Veredelungsmöglichkeiten mitbringen und diese im Businessplan darstellen. Jede Anbauregion bringt charakteristische Kaffeesorten hervor, die in bestimmter Art und Weise weiterverarbeitet werden können. Die eigenen Röstkreationen müssen eine individuelle Handschrift tragen, um sich am Markt von Mitbewerbern abzugrenzen. Eine zentrale Frage ist allerdings auch, wie die Zielkunden erreicht werden können. Da es sich um ein Genussmittel handelt müssen sich Entrepreneure die Frage stellen, wie Sie Kunden von ihren Produkten überzeugen können. Von kleinen Probierpaketen über eine kleine Verkostungsecke im Ladenlokal bis hin zum gastronomisch vollwertigen Cafébetrieb gibt es unzählige Möglichkeiten.

2. Marketing & Wettbewerb

Der Markt für Kaffee in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Dies ist in Teilen dadurch zu erklären, das immer mehr kleinere Produzenten auf den Markt drängen. Günstigere industriell hergestellte Kaffees werden durch Produkte kleiner Manufakturen abgelöst und das Qualitätsbewusstsein der Kunden wächst stetig. Für Unternehmensgründer ist es daher wichtig, seine Zielgruppe möglichst genau einzugrenzen und geeignete Ansprachewege zu finden, um diese Kunden zu erreichen. Die Marketingstrategie stellt einen zentralen Teil des Businessplans dar und sollte folgende Fragen beantworten:

  • Wer sind meine Kunden?
  • Wer sind meine Konkurrenten und welche Stärken haben sie?
  • Welche Ziele möchte ich mit meinem Marketing erreichen?
  • Welche Maßnahmen ergreife ich um diese Ziele zu erreichen?
  • Wie kann ich eine langfristige Kundenbindung herstellen?

3. Partner gewinnen

Im Zuge der Planung der Gründung und der Businessplan-Erstellung sollte der Gründer außerdem die Frage beantworten, welche Partner eine wichtige Rolle für den Erfolg des Vorhabens haben. Neben der Auswahl geeigneter Importeure der Rohware, über Logistikpartner bis hin zu Vertriebspartnern sollte der Businessplan eine klare Struktur der wechselseitigen Beziehungen beinhalten. Eine Vertriebsstrategie sollte hier nicht fehlen.

Investitionen, Warenfinanzierung und Kapitalbedarf im Rösterei-Businessplan erläutern

1. Investitionen

Der Aufbau einer Kaffeerösterei ist oft mit umfassenden Investitionen verbunden. Neben dem Aufbau der Produktion und der Anschaffung der benötigten Maschinen, wie zum Beispiel einer Trommelröste, muss der Gründer ebenso die Ausstattung des Lagers oder die Einrichtung eines Ladenlokals berücksichtigen. Wenn der Gründer einen Businessplan erstellt, fließen diese Überlegungen in den Finanzplan ein. Wichtig ist dabei, dass er Angebote von Herstellern oder anderen Zulieferern einholt, um die Summe der notwendigen Investitionen möglichst genau zu beziffern. Er muss dabei auch im Blick haben, dass die angeschafften Maschinen ausreichend Kapazität haben, um die geplante Produktion und Umsätze abzudecken.

2. Warenfinanzierung

Ein zentraler Baustein bei der Erstellung des Businessplans für eine Rösterei ist außerdem die Darstellung, wie und in welchen Zyklen der Rohkaffee bezogen werden soll. Aufgrund von Transport- und Logistikkosten ist es meist sinnvoll, größere Mengen Rohware zu bestellen und diese nach und nach zu verarbeiten. Dadurch wird allerdings Kapital gebunden, da Zulieferer bezahlt werden müssen, bevor das Endprodukt abgesetzt wurde. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Liquidität, also die verfügbaren Geldmittel des Unternehmens (Liquiditätsplanung). Auch dieser Punkt muss im erstellten Businessplan berücksichtigt werden.

3. Kapitalbedarf

Neben Investitionen und Mitteln für den Warenbezug müssen allerdings noch weitere Punkte berücksichtigt werden, die den Kapitalbedarf beeinflussen. Betriebsmittel, zum Beispiel für Marketing oder Vertrieb, Miete für Räumlichkeiten oder auch Personalkosten sind zu kalkulieren, wenn der Businessplan erstellt wird. Um den ermittelten Kapitalbedarf zu decken kann beispielsweise ein KfW-Gründerkredit (Kreditanstalt für Wiederaufbau) genutzt werden. Dieser Kredit wird speziell für eine Unternehmensneugründung gewährt und soll die Realisierung des Vorhabens vereinfachen. Die Entscheidung, ob dem Gründer ein entsprechendes Darlehen gewährt wird, hängt maßgeblich von der Qualität des Businessplans und des Finanzplans ab. Neben einer plausiblen Planung der Umsatzzahlen achten die Kreditgeber außerdem darauf, dass ausreichend Rücklagen eingeplant wurden.

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