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Viele unterschiedliche Euro-Geldscheine.

Wer ein Unternehmen gründen, übernehmen oder ausbauen möchte, muss dafür meist hohe finanzielle Ausgaben einkalkulieren. Wenn die eigene Liquidität für diese Maßnahmen nicht ausreicht, führt meist kein Weg an einer Finanzierung vorbei. Im Umfeld der Existenzgründer gilt der staatlich geförderte KfW-Gründerkredit, den man mit einem erstellten Businessplan beantragen kann, als sehr beliebt und begehrt.

Der Begriff Kredit wird im Alltag oft mit dem Begriff Darlehen gleichgesetzt, wobei genau genommen der Kredit ein Überbegriff ist und das Darlehen eine Unterkategorie der Kreditarten darstellt. Dieser Artikel soll helfen, sich im Dschungel der Kreditarten zurechtzufinden und gut vorbereitet in das nächste Bankgespräch zu gehen.

Was ist ein Kredit?

Ein Kredit bezeichnet im Allgemeinen die Überlassung von Geld durch einen Kreditgeber an den Kreditnehmer. Die Konditionen sowie die Auszahlungsverpflichtung werden in einem Kreditvertrag festgehalten. In der Regel zahlt der Kreditnehmer dem Kreditgeber über den Zeitraum der Geldleihe Zinsen.

Hier wird je nach Kreditart wiederum zwischen gebundenem Sollzins und variablem Zins unterschieden. Der gebundene Sollzins ist für die gesamte Kreditlaufzeit festgeschrieben, während der variable Zins über die Laufzeit schwanken kann. Auch bei der Rückzahlung gibt es Unterscheidungen. Entweder der Kredit wird annuitätisch getilgt, was bedeutet, dass über die Laufzeit monatlich eine Tilgungsrate entrichtet wird. Oder der Kredit wird zum Ende der Laufzeit in einer Summe und monatlich die anfallenden Zinsen entrichtet. Hier spricht man von einem endfälligen Kredit.

Folgend werden die wichtigsten Kreditarten aufgelistet.

Die wichtigsten Kreditarten

Dispositionskredit: Die bekannteste und unbürokratischste Kreditart wird im Volksmund Dispo genannt. Der Dispositionskredit stellt eine Kreditvariante dar, welche ohne klassischen Kreditvertrag auskommt. Seitens der Hausbank des Kreditnehmers wird ein Überziehungsrahmen eingeräumt. Wie groß der Überziehungsrahmen ist, hängt maßgeblich von den monatlichen Geldeingängen und der persönlichen Bonität eines Kreditnehmers ab. Selbstverständlich fallen auch bei der Überziehung des Kontos Zinsen an, welche vergleichsweise hoch angesetzt sind, damit der Dispositionskredit zeitnah zurückgezahlt wird.

Minikredit: Dieser ist eine spezielle Variante der Kreditarten, welche im Besonderen von Fin-Techs angeboten wird. Hier handelt es sich um Kleinstkredite in Höhe von circa 500-600 Euro. Ähnlich wie beim Dispositionskredit wird der Kredit innerhalb weniger Wochen in ein bis zwei Raten getilgt. Die Zinsen sind bei den Minikrediten ebenfalls ähnlich hoch wie beim Dispo, was wiederum zur zügigen Abzahlung drängt.

Rahmenkredit: Auch Abrufdarlehen genannt, ist eine Hybridform zwischen Dispositionskredit und klassischem Ratenkredit. Hier erhält der Kreditnehmer einen Kreditrahmen, welcher über ein Unterkonto abgebildet wird. Dieser Kreditrahmen kann, muss aber nicht ausgereizt werden. Demnach fallen lediglich Zinsen auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbetrag an. Dazu ist eine monatliche Rückführung des genutzten Kredits vorgesehen. Hier wird entweder ein zuvor vertraglich geregelter Prozentsatz des Kredits oder ein fester Betrag getilgt.

Ratenkredit: Diese Form des Kredits stellt eine eigene Subkategorie der Kreditarten dar und führt folgend die Darlehensarten auf:

  • Abzahlungsdarlehen: Diese Art des Darlehens gilt allgemein als günstigste Form. Hier werden monatliche Raten vereinbart, welche mit Abzahlung des Darlehens immer geringer werden. Das Manko an dieser Darlehensform ist, dass gerade zum Tilgungsbeginn Zinsen und Raten eine vergleichsweise hohe finanzielle Belastung
  • Forward Darlehen: Diese Darlehensform gilt als besonders planungssicher und das über Jahre hinweg, denn Forward-Kredite werden abgeschlossen, wenn sich Kreditnehmer frühzeitig einen Kreditzins sichern wollen, weil sie erwarten, dass das Zinsniveau bis zum späteren Abschluss des Kreditvertrages steigen könnte. Der Kredit kann eine Laufzeit von einem Jahr bis zehn Jahren haben, der Forward (die Zinssicherung) wird dagegen nur mit einer Laufzeit bis maximal drei Jahren vertraglich geregelt.
  • Annuitätsdarlehen: Dies ist der Klassiker unter den Darlehens Hier werden gleichbleibende Raten während der gesamten Laufzeit seitens des Kreditnehmers gezahlt. Im Zeitraum der Kredittilgung, beispielsweise zehn Jahre, zahlt der Kreditnehmer beispielsweise monatlich 500 Euro. Zu Beginn sind hier der Großteil des zu zahlenden Betrags Zinsen, welche sich mit fortlaufender Abzahlung des Darlehens senken, währenddessen gegen Ende der Tilgung fast der gesamte Anteil der 500 Euro aus Tilgungsraten besteht. Über diese Dynamik wird mit voranschreitender Zeit das Darlehen immer schneller zurückgezahlt, während die Zinszahlungen sinken. Hier werden in der Regel keine Sondertilgungen erlaubt.
  • Fälligkeitsdarlehen: Bei dieser Darlehensart finden sich die geringsten monatlichen Raten, da beim Fälligkeitsdarlehen während der Laufzeit lediglich der Zins entfällt und erst zum Ende der Laufzeit der gesamte Betrag anfällt. Um diese Art der Finanzierung umsetzen zu können, wird ein sogenannter Tilgungsersatz gefordert. Dieser dient als Sicherheit für den Darlehensgeber und kann zum Beispiel ein Sparguthaben, ein Bausparvertrag oder Ähnliches darstellen.
  • Euribor Darlehen: Diese Darlehensart gilt als eine der flexibelsten und bedarf einer weiterführenden Erklärung. Der Begriff Euribor bezeichnet einen Referenzzinssatz, an welchen der aktuelle Zinssatz des Darlehens in festgelegten Abschnitten an den Euribor anpasst. Der Euribor wiederum wird über das Kreditinstitut nach den aktuellen Leitsätzen des Leitzinses der europäischen Zentralbank kalkuliert. Dieser kann von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich sein. Bei dieser Darlehensart sind Sondertilgungen jederzeit möglich, zudem ist es ebenfalls gestattet, einen Antrag auf die Umwandlung in einen Festzinskredit zu Hier kann man zum gegebenen Zeitpunkt den günstigsten Zinssatz fixieren.
  • Partiarische Darlehen: Hier handelt es sich um ein Beteiligungsdarlehen. Darlehensnehmer kann hier nur eine juristische Person, also ein Unternehmen sein, denn hier werden gegen ein finanzielles Darlehen Unternehmensanteile anstatt von laufenden Zinsen abgegeben. Meist wird diese Art des Darlehens genutzt, um das Unternehmen auszubauen und somit die finanziellen Mittel in Investitionen und Betriebsmittel fließen zu lassen. In den meisten Fällen wickelt sich diese Art des Darlehens ohne die Beteiligung einer Bank ab. Vermehrt bieten Banken bundeslandabhängig Beteiligungsprogramme an.
  • Laufzeitzinsdarlehen: Im Volksmund auch LAUDA genannt, beschreibt diese Darlehensart die initiale Festsetzung des Zinsbetrags, welcher wiederum dem Darlehensbetrag zugerechnet wird. Somit erhöht sich der Darlehensbetrag und es werden über die gesamte Laufzeit der gleichbleibende Betrag.
  • P2P-Kredit: Dieses Darlehen wird nicht von Banken vergeben, sondern über Online-Plattformen von Privatanlegern. Diese Form ermöglicht eine schnellere und unkompliziertere Art der Darlehensbeschaffung, setzt allerdings im Vergleich sehr hohe Zinssätze voraus. Dies ist dem erhöhten Risiko für die Darlehensgeber zu schulden, welchem seitens der Plattformen mit einer hohen Diversifikation des Portfolios versucht wird entgegen zu wirken.
  • Massedarlehen: Diese Sonderform des Darlehens beschreibt die Darlehensaufnahme während eines Insolvenzverfahrens bei einem Massegläubiger, welcher das Darlehen vergibt, damit der laufende Betrieb im Unternehmen aufrechterhalten werden kann. Dieses Verfahren wird durch einen Insolvenzverwalter übernommen und alle vom Verwalter neu gelisteten Verbindlichkeiten des insolventen Unternehmens werden folgend als Masseverbindlichkeiten erachtet. Wichtig ist, dass das Massedarlehen gegenüber anderen Gläubigern stets Vorrang hat.

Professionelle Existenzgründungsberatung zahlt sich aus

Je höher der Finanzierungsbetrag, desto schwieriger und aufwändiger ist der Vergleich und die Akquise des passenden Kredits. Es ist ratsam, bereits vor den ersten Gesprächen mit dem Kreditgeber die Finanzierungsunterlagen, welche bei Privatpersonen aus SCHUFA-Auszug und Gehaltsabrechnungen und bei Unternehmen aus bankfähigem Businessplan, Finanzplanung und gegebenenfalls aktuelle Umsatzzahlen bestehen, vorzubereiten, damit das Bankgespräch erfolgreich verläuft.

Gerne können Sie sich über unsere Beratersuche eine professionelle und staatlich geförderte Unternehmensberatung einholen, welche Sie bei der Kalkulation des Finanzierungsbedarfs und der Auswahl eines geeigneten Kredittyps unterstützt. Falls Sie Ausschau nach Förderkrediten halten möchten, können Sie unseren Fördercheck nutzen.

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