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Der Gründer Ehsan Allahyar Parsa steht hinter einem schwarzen Pult und hält eine Rede.

Persisch und Deutsch sind sich ähnlicher als man zunächst annimmt, denn sie gehören beide zu den indogermanischen Sprachen und teilen damit den gleichen Ursprung. Auch andere Sprachen haben Gemeinsamkeiten, die uns häufig nicht bewusst sind. Ein Start-up aus Gießen möchte mit einer App darauf aufmerksam machen und das Sprachenlernen mit Hilfe dieser Kenntnis vereinfachen.

Hallo liebes Rootify-Team, könnt ihr euch und eure Geschäftsidee kurz vorstellen?

„Salaam, Hola und ei Gude!“ Wir, das sind Ehsan und Rebekka (ich) aus Gießen, haben die App Rootify gemeinsam mit unserem internationalen Team entwickelt. Unsere Mitarbeiter sind aus verschiedenen Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Nigeria und dem Iran für unsere Geschäftsidee tätig. Dabei spiegelt unser interkulturelles Team bereits unsere Vision wider, nämlich: kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden.

Was macht Rootify so einzigartig?

Rootify ist kein herkömmliches Unternehmen, sondern eine soziale Bewegung, mit welcher wir die Verbindung von Kulturen stärken und darauf aufmerksam machen wollen, dass wir mehr gemeinsam haben als wir bewusst wahrnehmen. Unsere App macht dies deutlich, indem diese für Sprachenlernende per Algorithmus die Vorkenntnisse der Muttersprche analyisiert, um anschließend gemeinsame Wortstämme in der Zielsprache hervorzuheben.

Wie seid ihr auf diese Geschäftsidee gekommen?

Vor fast zwei Jahren hat Ehsan zum ersten Mal Rootify bei einem Pitch vorgestellt. Die Idee, Sprachbarrieren zu überwinden, um den Integrationsprozess zu beschleunigen, kam ihm während seiner Arbeit als Mediator. Er hat während der Flüchtlingskrise in Deutschland ehrenamtlich als Übersetzer gearbeitet und Flüchtlinge bei ihrem Neuanfang in Deutschland begleitet. Dabei merkte er schnell, dass selbst wenn er sich Vollzeit diesem Projekt widmen würde, er nicht genug Menschen helfen kann. Ihm war sofort klar, dass eine skalierbare Lösung her muss.

Hinter Rootify steht die Idee: “Connecting cultures by going back to the roots.” Anstatt nach Unterschieden bei uns Menschen zu suchen, sollten wir Gemeinsamkeiten finden. Häufig gibt es diese in unseren Wurzeln. Das erste Beispiel, das Ehsan hier aufgefallen ist, sind seine beiden Muttersprachen Persisch und Deutsch. Diese scheinen auch aufgrund ihrer unterschiedlichen Schreibsysteme weit voneinander entfernt zu sein, dennoch gibt es eine große Gemeinsamkeit: beide gehören zur indogermanischen Sprachfamilie und teilen damit gemeinsame Wurzeln. Dies zeigt, dass durch eine vorhandene Basis, Sprachen effizienter gelernt werden können, da die Gemeinsamkeiten dies ermöglichen.

Wie sah euer Alltag vor der Unternehmensgründung aus?

Vor der Realisierung mit Rootify hat Ehsan seinen Bachelor in in Kolumbien gemacht. Anschließend starteten wir mit Rootify die ersten Video-on-demand-Kurse. Bereits damals war Ehsan klar, dass er ein plattformbasiertes skalierbares Online-Geschäft aufziehen würde. Die nächste evolutionäre Stufe war dann die Geschäftsidee Rootify, an welcher er zunächst durch das begonnene Masterstudium in China nur nebenbei arbeitete. Parallel war er in zahlreichen Unternehmen tätig.

Wie lange hat die Planung und Umsetzung von Rootify gedauert?

Wir sind immer noch in der Planung mit unserer Existenzgründung, aber haben insbesondere in den letzten zwei Jahren große Fortschritte mit dieser gemacht. Die finale Umsetzung ist für dieses Jahr angedacht.

Was waren bisher eure größten Herausforderungen bei der Existenzgründung?

Wie für fast jeden Existenzgründer ist die Finanzierung eine große Herausforderung. Wir bei Rootify haben kreative Wege gefunden, das Projekt zu finanzieren. Dabei hatten wir häufig nur wenig Planbarkeit und mussten einige Rückschlägen einstecken. Neben dem finanziellen Aspekt hat uns auch der Fachkräftemangel insbesondere für Start-ups getroffen. Wir sind immer noch auf der Suche nach motivierten Entwicklern, die uns bei Rootify unterstützen wollen.

Habt ihr an Gründerwettbewerben teilgenommen?

Ja, anfangs waren dies sehr gute Gelegenheiten, um Feedback für die eigene Geschäftsidee zu bekommen und Medienpräsenz zu erhalten. Außerdem lernt man dort Gleichgesinnte kennen und der Austausch hat uns dabei geholfen, Rootify stetig weiter zu entwickeln.

Habt ihr einen Businessplan erstellt?

Ehrlich gesagt haben wir bisher keinen klassischen Businessplan erstellt. Natürlich haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und die notwendigen Informationen zur Unternehmensgründung gesammelt, jedoch hatten wir zunächst andere Prioritäten als diese in einem Plan zusammen zu fassen. Generell erachten wir das Format eines Geschäftsplans als sehr sinnvoll für die Strukturierung einer Geschäftsidee. Da wir jetzt vermehrt über Investmentangebote nachdenken, ist ein Businessplan für uns notwendig geworden.

Wenn ja, habt ihr dafür eine Förderung beansprucht?

Für die Businessplan-Erstellung, die wir aktuell angehen, möchten wir die Möglichkeiten der Hochschulgründerförderung nutzen.

Hast du Fremdkapital für die Existenzgründung beansprucht?

Nein, bisher haben wir kein Fremdkapital beansprucht. Derzeit haben wir eine Crowdfunding-Kampagne in Planung, um Fremdkapital im klassischen Sinne zu vermeiden. Wir haben sehr viel positives Feedback erhalten und eine vierstellige Anzahl von Interessenten in unserem Newsletter, daher erhoffen wir uns Erfolg mit Crowdfunding.

Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

Wir wünschen uns ein Aufwachen unserer Gesellschaft für mehr soziale Nachhaltigkeit. In fünf Jahren sehen wir uns als Unternehmen, das vielen Menschen bei der Integration weltweit geholfen hat. Die UN-Sustainable Development Goals (externer Link) zeigen uns, dass die Probleme unserer Generation nur global gelöst werden können. Ein wichtiger Aspekt ist hier die hohe Anzahl an Menschen, die auf der Flucht sind: 2018 waren dies 70,8 Millionen – und nicht zu vergessen diejenigen, die bereits geflüchtet sind und einen Neuanfang starten.

Welche Vorbilder aus der Gründerszene habt ihr?

Unsere Vorbilder sind vielzählig. Wir leben nach dem Mantra: „Leaders are Readers“ und ziehen regelmäßig neue Impulse aus den Learnings erfolgreicher Existenzgründer. Dabei faszinieren uns Existenzgründer mit Migrationshintergrund. Bei Ehsans Rede vor den Vereinten Nationen hat er sich für diese Gruppe eingesetzt und prominente Beispiele wie Elon Musk genannt.

Nenne uns deine Tipps für Existenzgründer:

  1. Finanzierung ohne Anteile abzugeben oder sich zu verschulden ist möglich! Es gibt deutschland- und europaweit sehr viele Fördergelder, die nur auf ambitionierte Existenzgründer warten. Neben Crowdfunding könnt ihr auch so Startkapital sammeln.
  2. Law of gravitation: Wenn ihr etwas aus vollem Herzen tut, kommt der Erfolg von allein. Wenn ihr ein Problem in eurem Umfeld wahrnehmt und euch eine Lösung dazu einfällt, die vielleicht auf den ersten Blick nicht lukrativ aussieht, es aber eure Passion ist dieses Problem zu lösen, dann macht es trotzdem! Eure Mitmenschen und unser Planet werden es euch danken. Auf unserem Weg haben wir viele inspirierende Menschen getroffen, die ihrer Passion gefolgt sind und damit dann auch erfolgreich geworden sind.
  3. Fail small: Wir haben bis heute viele Absagen erhalten, die teilweise wirklich deprimierend waren. Danach fragt man sich ob es überhaupt Sinn macht, was man gerade tut. Wichtig ist es zu lernen, wie man mit Rückschlägen umgeht und diese nicht zu emotional verarbeitet, denn dies kostet euch Zeit, die ihr in die nächste Aktivität stecken könntet. Eurer Mindset ist hier sehr wichtig, arbeitet täglich daran und ihr werdet langfristig erfolgreicher werden.

Zur Website von Rootify (externer Link)

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