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Rentnerpaar - Hand über Hand

Gerade für den Aufbau eines (ambulanten) Pflegedienstes ist eine umfassende Vorbereitung und Planung unerlässlich. Neben den rechtlichen Anforderungen, die an einen potenziellen Gründer gestellt werden, müssen verschiedenste Besonderheiten der Pflegebranche beachtet werden. Ein geeignetes Instrument, um die eigenen Vorbereitungen zu strukturieren und immer griffbereit zu haben, ist der Businessplan.

Der Businessplan kann zwar im späteren Verlauf des Gründungsvorhabens auch ein wichtiger Bestandteil für die Finanzierung sein, soll aber in erster Linie alle wichtigen Informationen und konzeptionellen Überlegungen von und für den Gründer oder das Gründerteam zusammenfassen. Dabei müssen neben allgemein gültigen Fragestellungen rund um die Existenzgründung, wie beispielsweise die Standortwahl oder die Wahl einer passenden Rechtsform, aber auch spezifische Anforderungen der Pflegebranche abgebildet werden. Zum Beispiel müssen die Abrechnungsmodalitäten mit Kranken- und Pflegekassen ebenso frühzeitig geklärt werden wie die fachliche Eignung des Gründers oder der Gründer dargelegt und an den rechtlichen Vorgaben gemessen werden.

Eine Unternehmensgründung in der Pflegebranche ist in den meisten Fällen für Personen interessant, welche bereits langjährig in der Branche tätig sind und häufig bereits die notwendigen Ausbildungen und Zusatzqualifikationen mitbringen. Neben dem Einmaleins der Pflege müssen allerdings auch unternehmerische Fähigkeiten entwickelt werden, um die Unternehmensneugründung erfolgreich zu führen. Da zur Realisierung des Vorhabens zumeist eine Finanzierung benötigt wird, hilft ein detailliert ausgestalteter Geschäftsplan erheblich dabei, beispielsweise eine Bank zu einer Kreditzusage zu bringen. Aber nicht nur der Ansprechpartner der regionalen Bank muss überzeugt werden. Um den Schritt „selbstständig machen“ zu realisieren, besteht die Möglichkeit, Fördermittel, beispielsweise der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), zu nutzen. Auch hier spielt der Businessplan eine zentrale Rolle in der Entscheidung über die Bewilligung der Förderung.

Im Folgenden finden Sie wichtige Bestandteile eines Businessplans für die Gründung eines (ambulanten) Pflegedienstes oder einer Tagespflegeeinrichtung.

1. Personal

Das wichtigste für einen Pflegedienst sind naturgemäß die Pflegerinnen und Pfleger. Ohne gut ausgebildete Mitarbeiter stoßen Gründer oder Gründerteams schnell an ihre Grenzen. Allerdings ist der Markt für geeignete Mitarbeiter hart umkämpft. Es ist daher wichtig, Anreize für neue Mitarbeiter zu schaffen und diese auch sichtbar zu machen. Eine ausgearbeitete Marketingstrategie zur Personalgewinnung ist bei der Erstellung eines Businessplans somit unerlässlich.

2. Standortwahl

Auch der Standort spielt eine zentrale Rolle für den erfolgreichen Aufbau eines Pflegedienstes, daher ist eine Standortanalyse hier Pflicht. Aber nicht nur die vorliegende Altersstruktur im Stadtteil muss in die Auswahl mit einbezogenen werden, sondern beispielsweise auch das Einzugsgebiet, das bedient werden soll. Gründe ich mein Unternehmen im Stadtgebiet oder in einer ländlichen Region und welche Kosten für längere Anfahrtswege können dadurch entstehen? Befindet sich der mögliche Standort in der Nähe von Landesgrenzen, wodurch sich die Zuständigkeit der Kranken- und Pflegekassen ändern? Somit wird die Standortwahl zu einer zentralen Frage der Existenzgründung und der Businessplan-Erstellung.

3. Touren- & Fuhrparkmanagement

Nach der Auswahl des Standortes kann nun ein nächster zentraler Punkt im Businessplan diskutiert werden. Zum einen muss definiert werden, in welchem Umkreis rund um den Standort man tätig werden möchte, zum anderen muss der Aufbau des Fuhrparks für die Mitarbeiter konzeptioniert werden. Beispielsweise muss geprüft werden, ob die benötigten Fahrzeuge über klassische Darlehen oder über Leasingkonstrukte finanziert werden sollen.

4. Abrechnungsstruktur & -abwicklung

Ein Großteil der Leistungen, die durch Pflegedienste erbracht werden, erfolgen auf explizite Anordnung eines Arztes oder begründen sich auf die allgemeine Pflegebedürftigkeit der Patienten. Die Patienten zahlen somit nicht selbst für die erhaltenen Leistungen, sondern der Pflegedienst rechnet mit der entsprechenden Kranken- oder Pflegekasse direkt ab. Diese Abrechnungen sind mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden und die tatsächliche Bezahlung der erbrachten Leistungen erfolgt deutlich zeitversetzt. Da dem Unternehmen aber bereits Kosten, wie zum Beispiel Personalkosten, entstanden sind, muss eine Lösung für die Überbrückung der Zeit bis zur Auszahlung durch die Kassen gefunden werden. Die Zusammenarbeit mit z. B. einem externen Factoring-Dienstleister kann hier eine geeignete Lösung darstellen.

5. Kapitalbedarf & Liquiditätsmanagement

Neben den nötigen Investitionen für zum Beispiel Büroausstattung, Arbeitsmittel oder den Fuhrpark ist es darüber hinaus wichtig, die Anlaufkosten so zu kalkulieren, dass immer ausreichend Liquidität im Unternehmen vorhanden ist, um einem Liquiditätsengpass vorzubeugen. Dazu zählt neben den Gehältern für erste Mitarbeiter oder die Lebenshaltung des Gründers oder des Gründerteams, ebenso einen Puffer einzuplanen, um die Zeit bis zu den ersten Zahlungen durch die Kranken- und Pflegekassen zu überbrücken.

Neben der konzeptionellen Arbeit ist es allerdings ebenso wichtig, die getroffenen Annahmen aus dem Businessplan in einen professionellen Finanzplan zu übertragen. Nur durch das Zusammenspiel von Businessplan und Finanzplanung können Finanzierungspartner das Vorhaben bewerten und eine Zusage für die benötigten finanziellen Mittel erteilen. Im Finanzplan werden neben den oben genannten Punkten darüber hinaus folgende Informationen aufbereitet:

  • Gewinn- und Verlustrechnung für mindestens drei volle Geschäftsjahre
  • Investitionsbedarf
  • Liquiditätsplanung für den gesamten Betrachtungszeitraum
  • Auszug eines Tilgungsplans im Falle einer geplanten Darlehensfinanzierung

Sollte es sich bei dem Vorhaben um eine Übernahme eines bereits bestehenden Pflegedienstes handeln, gestaltet sich das Vorgehen der Erstellung des Businessplans gleichermaßen wie bei einer Neugründung. Allerdings ist darüber hinaus wichtig darzustellen, welche Möglichkeiten beispielsweise zur Umsatzsteigerung durch die Unternehmensübernahme entstehen.

Sowohl für die Neugründung eines Pflegedienstes als auch für die Unternehmensnachfolge bietet sich dem Gründer oder dem Gründerteam die Möglichkeit, die benötigten finanziellen Mittel durch Förderkredite, beispielsweise der KfW oder der Förderinstitute der Länder abzubilden. Diese Gründerkredite sind äußerst attraktiv, da neben niedrigen Zinsen oder geringen Eigenkapitalanforderungen außerdem eine tilgungsfreie Anlaufzeit vereinbart werden kann. Durch den zeitversetzten Start der Tilgungszahlungen wird die Liquidität des Unternehmens zu Beginn geschont und bietet somit mehr Möglichkeiten zum strukturierten Aufbau des Unternehmens. Gerade die Förderinstitute legen ein besonderes Augenmerk auf einen detaillierten Businessplan inklusive der angeschlossenen Finanzplanung.

Möchten Sie sich mit einem Pflegedienst oder einer Tagespflegeeinrichtung selbstständig machen oder Ihre Unternehmung ausbauen? Dann können Sie eine staatlich geförderte Unternehmensberatung nutzen und sich bei diesem Prozess und der Businessplan-Erstellung professionell begleiten lassen. Füllen Sie hierfür einfach unseren Fördercheck aus und profitieren von unserem Know-how.

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