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Zwei Kinder sitzen vor einem Tablett, auf dem Privalino geöffnet ist.

Wie ein Messenger mit künstlicher Intelligenz und menschlicher Moderation Kinder vor Cyber-Groomern (Erwachsene, die gezielt Minderjährige im Internet ansprechen, um sexuelle Kontakte anzubahnen) schützt und woher diese Geschäftsidee rührt, erzählt uns Patrick Schneider, Gründer und Geschäftsführer von Privalino, im Interview.

1. Liebes Privalino-Team, könnt ihr euch kurz vorstellen?

Zum Kernteam von Privalino zählen: Dr. Nicolai Erbs, Max Schumacher und Patrick Schneider (ich).

Nicolai ist 32 Jahre alt und der Initiator des Projektes. Er hat an der TU Darmstadt im Fach Informatik promoviert. Seine Forschungsthemen waren maschinelle Lernverfahren und Sprachanalyse. Damit hat er den Grundstein für Privalino gelegt. Er ist für die Entwicklung der Algorithmen zuständig und untersucht Anwendungsmöglichkeiten für die Privalino-Technologie.

Max ist 28 Jahre alt und Experte für maschinelles Lernen. Er untersucht für uns die neuesten Deep-Learning-Technologien und deren Einsatz bei Privalino. Nach dem Bachelor in Informatik hat er Berufserfahrung in Start-ups gesammelt und war als Freelancer für verschiedene Firmen tätig.

Ich bin 29 Jahre alt und habe 2016 an der Uni Duisburg meinen Master in Medienwissenschaften gemacht. Während des Studiums habe ich einige Jahre in der Marktforschung gearbeitet sowie Forschung in den Bereichen Werbe- und Medienpsychologie betrieben. Seit meinem Abschluss arbeite ich an Privalino mit und bin für Social-Media-Management und Business Administration verantwortlich. Neben meiner Arbeit als Geschäftsführer gebe ich Kurse für Online-Marketing.

2. Was genau ist Privalino? Was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Privalino ist ein sicherer Instant Messenger für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Durch die Mischung von künstlicher Intelligenz und menschlicher Moderation ist es uns möglich, Kinder vor den Gefahren der Online-Kommunikation wie Cyber-Grooming und Cyber-Mobbing zu schützen. Bislang existiert kein anderer Instant Messenger, der diese Aufgabe zufriedenstellend erfüllt.

3. Wie seid ihr auf diese Geschäftsidee gekommen?

Wir sind zunächst stark von technischer Seite an das Thema herangegangen. Im Laufe der Recherche wurde unsere Motivation von einer weiteren Komponente bestimmt: der Kinderschutz. Die ursprüngliche Idee stammt aus der Technik, die vorantreibende Kraft aus der Thematik selbst.

4. Was kann Pivalino? Was ist das Neuartige an der App?

Bei Privalino liest eine künstliche Intelligenz die gesamte Kommunikation mit. Bei auffälligen Chat-Verläufen erhalten unsere Moderatoren eine Nachricht und überprüfen im Anschluss den Fall. Ist der Verlauf verdächtig, alarmieren die Moderatoren das Kind, sperren den Chat-Partner und geben Tipps, wie solche Kommunikation in Zukunft vermieden werden können. In zukünftigen Versionen sollen die Eltern involviert werden, damit sie selbst entscheiden, wer mit dem Kind chatten kann und wer nicht.

5. Wie lange hat die Planung und Umsetzung der Existenzgründung gedauert?

Es kommt darauf an, wie man Existenzgründung definiert. Wir haben seit Beginn unserer konzeptionellen Arbeit ungefähr ein halbes Jahr benötigt, bis wir ein EXIST-Stipendium erhalten hatten. Ab diesem Zeitpunkt hat es noch weitere sechs Monate gebraucht, bis wir die GmbH gegründet haben.

6. Was waren bisher eure größten Herausforderungen?

Die größten Herausforderungen haben sich uns auf zwischenmenschlicher Ebene gestellt. Ein Team zwischen Gleichberechtigten zu bilden, bei welchem jeder andere Werte hat, ist immer eine Herausforderung. Im Start-up gilt das noch mehr, da man bei der Suche nach einer Team-Identität und einem Leitbild ständig mit neuen Problemen von außerhalb konfrontiert wird.

7. Habt ihr an Gründerwettbewerben teilgenommen?

Die Frage lautet eher: An welchem Gründerwettbewerb haben wir nicht teilgenommen? Wir haben es etwas übertrieben und über 30 Bewerbungen in 2017 rausgehauen. Dabei war unser größter Erfolg der 2. Platz beim Businessplan-Wettbewerb „promotion Nordhessen“ und die Auszeichnung als „Kultur- und Kreativpiloten“. Bei einige anderen Wettbewerben haben wir es unter die Top 20, Top 10 oder sogar Top 5 geschafft. Die Wettbewerbe sind ein gutes Mittel, um kostenloses Feedback zur Geschäftsidee, einem Konzeptpapier oder sogar einem Businessplan zu erhalten und gleichzeitig etwas Geld oder andere Leistungen abzustauben.

8. Wer hat den Businessplan erstellt? Habt ihr dafür eine Förderung beansprucht?

Für die Businessplan-Erstellung bin ich verantwortlich. Wir haben für die Anfertigung des Geschäftsplans keine Fördermittel in Anspruch genommen, aber zahlreiche Muster untersucht und unseren Aufbau danach ausgerichtet, was andere gemacht haben. Zusätzlich wurde der Plan von Business Angels oder Gutachtern bei Wettbewerben gelesen, was weitere Aktualisierungen und Verbesserungen zur Folge hatte. Der erste Entwurf ist mittlerweile nicht mehr mit dem heutigen zu vergleichen.

9. Könnt ihr kurz beschreiben, warum ein Businessplan wichtig ist?

Zunächst gibt der Businessplan einem Gründer die Möglichkeit, alles aufzuschreiben, was er an Konzepten hat. Vor allem der Bereich der Wettbewerbs- und Marktanalyse ist fundamental wichtig. Es gibt nicht Schlimmeres, als wenn man erst nach einem halben Jahr der Arbeit merkt: „Uups, die Geschäftsidee hatten schon einige und der Markt ist aufgeteilt“ oder „Mist, unser Produkt würden genau fünf Leute kaufen, unsere Eltern schon mitgerechnet“. Man sollte also herausfinden und festhalten, was der Markt hergibt und wie viele Konkurrenten bereits bestehen. Zuletzt ist der Finanzplan, von einigen als Herzstück bezeichnet, interessant. Ganz zu Beginn fällt es schwer, einen realistischen Plan zu verfassen. Aber egal wie ungenau sich die Nachfrage absehen lässt, so bietet das Spiel mit den Absatzzahlen eine Möglichkeit festzustellen, ab welchem Punkt man den Break-Even-Punkt erreicht hat. Man sollte aber bei aller Euphorie nicht anfangen, alles zu glauben, was man in den Finanzplan geschrieben hat. Dieser Teil wird nicht umsonst am häufigsten aktualisiert. Der Finanzplan ist nicht nur für das Team selbst wichtig, auch Externe wollen diesen häufig sehen. Bei vielen Wettbewerben wird ein Businessplan oder eine abgespeckte Version davon zur Teilnahme benötigt, so gut wie jeder Investor, vom Business Angel bis zum High-Tech-Gründerfonds, braucht so ein Dokument, um die Potentiale zu erkennen. Auch bei der Bewerbung für Förderprogramme hilft ein Businessplan enorm.

10. Welche Stolpersteine gab es auf dem Weg zur Existenzgründung?

Neben den technischen Hürden, die bei jedem Start-up anders aussehen, waren vor allem bürokratische Dinge für uns hinderlich. Es ist alles kein Hexenwerk, aber ziemlich lästig, wenn man am liebsten nur an seinem Produkt arbeiten möchte. Zusätzlich muss man sich beispielsweise mit Gesellschaftsrecht, Markenrecht und Steuerrecht auseinandersetzen. Im Grunde kann alles, womit man sich nicht auskennt, aber zwingend erledigen muss, zum Stolperstein werden. Der Vorteil: Man kennt sich bald mit vielen Dingen sehr gut aus und entwickelt sich zu einem Generalisten. Beim zweiten Mal ist dann alles ganz einfach.

11. Habt ihr Fremdkapital für die Existenzgründung beansprucht?

Bislang haben wir kein Fremdkapital aufgenommen. Wir hatten das Glück, uns zu dritt selbstständig machen zu können und konnten so die 12.500 Euro Stammeinlage teilen. Immer noch ein Batzen Geld, zu dem auch noch Notarkosten kommen. Ich würde jedem empfehlen, eine GmbH zu gründen, sofern das Geld vorhanden ist und man in einem Bereich arbeitet, in dem Vertrauen eine exorbitant wichtige Rolle spielt oder ein hohes Haftungsrisiko besteht. Zum Beispiel würde ich nicht mit einer GbR Bungeeseile verkaufen.

12. Was wünscht ihr euch für die Zukunft, habt ihr spezielle Pläne?

Wir möchten gerne wachsen und mit mehr Menschen zusammen an unserer Vision arbeiten. So hätten wir ein paar Arbeitsplätze geschaffen und würden gleichzeitig das Chatten für Kinder sicherer machen.

13. Habt ihr Tipps für Existenzgründer? Auf was muss man bei der Existenzgründung besonders achten?

Es gibt eine Menge Dinge, auf die man bei der Existenzgründung achten sollte. Für uns sind folgende drei am wichtigsten:

  1. Nach der Gründung kommen viele Briefe mit Zahlungsaufforderungen für den Eintrag im Handelsregister an. Bei diesen handelt es sich aber häufig nicht um das echte Handelsregister, sondern um irgendwelche Register. Diese Briefe stammen von findigen Geschäftemachern und sollten ignoriert werden.
  2. Überlegt euch genau, mit wem ihr gründet und was im Falle eines Austritts mit den Anteilen geschehen soll. Vergesst bei der Formulierung von Vesting-Klauseln nie, dass auch ihr davon betroffen sein könntet.
  3. Sucht den Kontakt zu Gründungszentren in eurer Umgebung. Diese Leute sind sehr gut informiert und vernetzt.

Zur Website von Privalino (externer Link).

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