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Süßigkeiten-Illustration

Im Zuge der Planung der eigenen Selbstständigkeit stehen viele Existenzgründer vor einer zentralen Herausforderung: sie müssen einen Businessplan erstellen. Wer sich als Konditormeister selbstständig machen möchte, sollte sich genau mit den externen und internen Faktoren seines Geschäftsmodells auseinandersetzen und diese anschließend in einer geeigneten Form zusammenstellen.

Der Geschäftsplan als Darstellung des gesamten Vorhabens der Gründung oder der Übernahme einer Konditorei (Firmenübernahme) kann genutzt werden, um verschiedene Adressaten anzusprechen, als Partner zu gewinnen oder finanzielle Mittel einzuwerben. Natürlich kann der Businessplan genutzt werden, um bei Banken Kredite zu erhalten, er kann aber auch dazu dienen, Vermieter eines geeigneten Lokals zu Überzeugen oder staatliche Fördermittel wie beispielsweise die Meistergründungsprämie zu erhalten. Erstes Ziel ist es allerdings, dass der Existenzgründer sein Vorhaben für sich vollumfänglich strukturiert. Dies ist vor allem dann zu empfehlen, wenn es sich um eine Existenzgründung aus einem Angestelltenverhältnis handelt.

Konditoren müssen gesetzliche Vorgaben erfüllen und persönliche Voraussetzung im Businessplan darstellen

Die Eröffnung oder Übernahme einer Konditorei ist in Deutschland an klare Vorgaben geknüpft. Lediglich Konditormeister dürfen sich in diesem sogenannten zulassungspflichtigen Handwerk selbstständig machen. Sofern der Inhaber nicht um die notwendige Ausbildung und Qualifikationen verfügt, muss er sicherstellen und im Businessplan glaubhaft darstellen, wie er diesem Hindernis begegnen möchte. Die Lösung kann die Einstellung oder auch eine Beteiligung eines Konditormeisters sein. In den meisten Fällen verfügen die Gründer allerdings selbst über den notwendigen Meistertitel und daraus resultierend über umfangreiche Kenntnisse aus ihrer langjährigen Tätigkeit.

Neben den staatlichen Vorgaben ist es aber auch wichtig, die persönliche Eignung für den Aufbau oder die Übernahme einer selbstständigen Tätigkeit darzustellen. Wer sich als Konditor selbstständig machen möchte, muss eine hohe Arbeitsmoral aufgrund besonderer Arbeitszeiten, aber auch unternehmerische Grundkenntnisse sowie klare Vorstellungen über die mögliche Produktpalette vorweisen. Ebenso müssen aktuelle Entwicklungen und Verschiebungen der Kundenwünsche im Auge behalten werden.

Businessplan erstellen als Konditor: Produkte, Wettbewerb und Marketing

a) Produkte/Angebot

Essenziell für den Erfolg der eigenen Konditorei sind die eigenen Erzeugnisse. Klassischerweise bieten Konditoreien Torten, Kuchen, Teegebäck, Pralinen, Hohlfiguren und Konfekt an. Wichtig ist bei der Zusammenstellung des Sortiments neben den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten, dass in diesem Businessplan-Kapitel auch auf die erwarteten Kundenwünsche eingegangen wird. Neben dem dauerhaften Sortiment sollten ebenso wechselnde Produkte oder individualisierte Erzeugnisse auf Kundenwunsch hin angeboten werden.

b) Markt und Wettbewerb

In diesem Kapitel sollte möglichst klar dargestellt werden, welche Mitbewerber oder Anbieter vergleichbarer Produkte im direkten Umfeld des eigenen Standortes am Markt aktiv sind. Wichtig dabei ist, dass die Bewertung der Mitbewerber anhand vielfältiger Kriterien erfolgt. Wichtige Kriterien könnten beispielsweise sein, wie lange die Konkurrenten schon bestehen oder welche Produkte den jeweiligen Mitbewerber besonders auszeichnen. Ebenso die Zugänglichkeit eines Ladenlokals, beispielsweise in einer stark frequentierten Einkaufsstraße oder einem Einkaufszentrum mit viel Laufkundschaft.

c) Marketing und Kundenansprache

Im Rahmen der Businessplanerstellung sollte die Zielgruppe eingegrenzt und näher definiert werden. Daraus kann anschließend abgeleitet werden, über welche Kanäle diese Kunden angesprochen werden können. Die Zusammenstellung der Marketingstrategie bildet somit einen zentralen Punkt im Prozess der Ausarbeitung eines Businessplans. Der Konditor muss Klarheit darüber gewinnen:

  • Wann er die Marketingmaßnahmen aufnimmt.
  • Welche Marketingkanäle er nutzen möchte (Onlinemarketing, Social Media, Anzeigen in regionalen Infoblättern, Außenwerbung etc.).
  • Wie er die verschiedenen Marketinginstrumente kombinieren kann.

Organisation, Finanzplan und Kapitalbedarf im Konditorei-Businessplan erläutern

a) Organisation und Mitarbeiterplanung

Um die Produktion sowie die Öffnungszeiten für den Verkauf abdecken zu können, ist es in den meisten Fällen notwendig, dass der Konditor Unterstützung in Form von Mitarbeitern benötigt. Im Businessplan muss dargestellt werden, wie geeignete Mitarbeiter gewonnen werden können und wie die Organisation und Aufgabenverteilung innerhalb des Unternehmens aussehen soll. Neben den Öffnungszeiten müssen dabei auch Vor- und Nachbereitungszeiten eingeplant und in der Produktion ausreichend Kapazität kalkuliert werden.

b) Finanzplan und Kaptalbedarf

Ein weiterer wichtiger Baustein bei der Erstellung eines Businessplans ist der Aufbau eines detaillierten Finanzplans. Ein professionell ausgearbeiteter Finanzplan dient dabei nicht nur dem Konditor zur Planung des eigenen Vorhabens, sondern bildet auch die Bewertungsgrundlage für Banken, sollte es zu einer Finanzierungsanfrage kommen. Eine vollständige Finanzplanung enthält:

  • Kapitalbedarfsplan, unterteilt in Investitionsplan (Geräte, Ofen, Kasse, Möbel etc.) und Betriebsmittelplan (Gehälter, Marketing, Miete etc.)
  • Rentabilitätsplan für mindestens drei Geschäftsjahre – hier wird berechnet, wie rentabel der Betrieb der Konditorei ist
  • Gewinn- & Verlustrechnung für mindestens drei Geschäftsjahre – hier werden alle Umsätze und Kosten gegenübergestellt und das monatliche und jährliche Betriebsergebnis ausgewiesen
  • Liquiditätsplan für mindestens drei Geschäftsjahre – hier wird abgebildet, wie viel Liquidität über die Monate verteilt auf dem Geschäftskonto ist
  • Tilgungsplan – dieser zeigt, über welchen Zeitraum und in welchen Raten ein Darlehen zurückbezahlt wird

Aus dem Zusammenspiel der einzelnen Bausteine ergibt sich der Kapitalbedarf. Dieser setzt sich nicht nur aus Investitionen, zum Beispiel für den Ausbau und die Einrichtung des Ladenlokals, zusammen, sondern berücksichtigt auch, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Liquidität für den Bezug von Rohstoffen oder die Zahlung von Löhnen und Gehältern benötigt wird. Außerdem sollte eine ausreichend hohe Reserve einkalkuliert werden, um unvorhergesehene Investitionen tätigen zu können oder auch Abweichungen der Umsätze von den Planzahlen abzufedern.

Um den ermittelten Kapitalbedarf zu decken kann der Gründer beispielsweise einen Gründerkredit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) nutzen. Diese Kredite werden von der KfW speziell für neue Unternehmen gewährt und sollen den Zugang zu Finanzmitteln vereinfachen. Die Entscheidung, ob dem Gründer ein entsprechendes Darlehen gewährt wird, hängt maßgeblich von der Qualität des Businessplans und des Finanzplans ab. Neben einer plausiblen Planung der Umsatzzahlen achten die Kreditinstitute außerdem darauf, dass ausreichend Rücklagen eingeplant wurden.

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